gut-rasiert
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Autor Thema: Passt mein Rasierhobel nicht zu mir?  (Gelesen 9160 mal)
lynx
Neuling

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« am: 22. Mai 2015, 05:35:01 »

Hallo,
ich Hobel nun seit mehr als einem halben Jahr mit dem Mühle Hobel.
Hab schon mehrere Rasiercremes und Seifen sowie Klingen ausprobiert aber ich bekomme einfach kein 100% Ergebnis am Hals so wie ich mir das Vorstelle, manchmal wird es gut, meistens ist es aber nur mittelmäßig.

Kann es sein, dass der Hobel einfach nicht für mich passt oder ich mit einem anderen besser zurechtkommen würde? Wenn ja, welchen würdet Ihr mir empfehlen?

Danke
« Letzte Änderung: 22. Mai 2015, 05:38:08 von lynx » Gespeichert
AndreasTV
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« Antworten #1 am: 22. Mai 2015, 07:08:03 »

Guten Morgen Smiley.
Auf Deine Frage könntest Du fast so viele Antworten / Empfehlungen bekommen wie Es Hobel gibt. Anhand der Threads im "Hobel" - Bereich werden zwar immer wieder ein paar Kandidaten genannt (z. Bspl. Dein momentaner Hobel als u. A. auch der "34"er - Merkur etc.) - nur ob Die / Der dann auch wirklich zu Deiner Art der Hobelführung als auch zum Hals passt ....?
Da wird ein wenig Ausprobieren wohl nicht zu umgehen sein Zwinkernd, leider.

MfG

Andreas
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alvaro
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« Antworten #2 am: 22. Mai 2015, 07:22:59 »

Was die anzahl der Antworten betrift hat Andreas Recht.
Jeder hat seinen Liebling.
Ich hatte am Anfang auch Probleme mit Hobeln die einen kurzen Griff haben.
Aus diesem Grund war, von Anfang an, der Timor CC mit langem Griff mein Favorit.
Vorteile waren der gut ausgewogene lange Griff der mir als Systemie Umsteiger einfach von der Länge angenehmer war.
Bis heute hat sich daran nichts geändert.
Versuch einfach einmal einen Mühle Grande Griff oder einen Timor Griff (lang) zu bekommen und diesen zu testen.
Alternativ kannst du ja einmal einen OC Hobel testen.
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TeaTime
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« Antworten #3 am: 22. Mai 2015, 08:04:43 »

Hallo!

Wie schon gesagt wurde, kann es da natürlich unendlich viele Gründe geben. Letztlich können wir hier mangels Detailinformation nur spekulieren.

Was mir zuerst zum Hals einfällt ist, dass es vielfach am Hals (auch noch mal abhängig von der Wuchsrichtung) schwer bis unmöglich ist, eine plane Fläche hinzubekommen. Die ist für einen Hobel, der gerade am Hals Druck eher bestraft als mit gutem Ergebnis honoriert, aber wichtig (genauer gesagt bringt Druck beim Hobel ja sogar eh - letztlich contraintuitiv - weniger gründliche Ergebnisse, was das Erlernen des Hobelns nach Systemiezeit ja eben für viele auch so schwer macht). Ohne plane Fläche ist eine gründliche Rasur eben nur schwer zu erreichen, und mit nicht 100% korrektem Winkel und schon mit etwas Druck erst recht nicht, ganz egal mit welchem Hobel und mit welcher Klinge, RC usw. Daher plane Fläche, Druck und korrekten Winkel prüfen. Einige vertragen es ganz gut, wenn sie am Hals statt planer Fläche eher eine Wölbung erzeugen und die Haut mit Bart ohne Druck "wellenartig" in den Seifenspalt hineinbringen. Das wird aber nur bei unempfindlicherer Haut möglich sein, denke ich - und steigert natürlich das Risiko kleiner Verletzungen. In den Youtube Vidoes von PaulH sieht man diese Technik ("Double-Chin").

Viel Erfolg!
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Drill Instructor
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« Antworten #4 am: 22. Mai 2015, 08:52:24 »

Auch wenn ich vom R89 bekanntermaßen genau garnichts halte, glaube ich kaum, dass ceteris paribus ein anderer Hobel eine Verbesserung bewirkt. Insbesondere am Hals macht es die Technik aus.

Daher: Beschreib bitte mal genau wie du vorgehst, wie es sich anfühlt und was das Problem ist.
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Im Sommer 2015 habe ich kühlendes Aftershave verwendet. Alle fünf Tage.
Holzmann
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« Antworten #5 am: 22. Mai 2015, 08:59:34 »

ich habe den R89 und ich muss sagen, dass ich mittlerweile nach 5 Monaten sehr gründliche Rasuren hinbekomme, obwohl ich nur 2 Durchgänge m/q rasiere.

Ganz wichtig ist m. E. ein guter Gleitfilm sowie eine scharfe Klinge (Feather, ASP, Sputnik, Permasharp, etc.).

Das entscheidene ist aber der Winkel (ja  Augen rollen , auch beim R89 ...). Der stimmt mittlerweile wohl bei mir.   Smiley

LG Peter
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Herne
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« Antworten #6 am: 22. Mai 2015, 11:04:30 »

Kann es sein, dass der Hobel einfach nicht für mich passt oder ich mit einem anderen besser zurechtkommen würde? Wenn ja, welchen würdet Ihr mir empfehlen?
Ich habe in diesem Punkt hier immer eine Außenseitermeinung und beantworte Deine Frage wahrscheinlich mal wieder
als Einziger mit einem eindeutigen JA!

Ich hatte mit meinen EJ (=Mühle) ähnliche Probleme, aber mit keinem anderen Hobel davor oder danach.

Ich würde schleunigst einen anderen Hobel probieren. Ich empfehle mal Merkur Progress oder 37c. Zwinkernd
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Drill Instructor
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« Antworten #7 am: 22. Mai 2015, 11:11:07 »

Ich hatte mit dem R89 ebenfalls solche Probleme wie mit keinem Hobel vorher und nur sehr wenigen Hobeln nachher - nicht unsonst habe ich ihn mit Erleichterung über den Rhein geworfen.
Dennoch wäre es interessant
A) was die Erwartung war
B) was zur Realisierung gemacht wurde
C) was das erreichte Ergebnis war.

Nur so kann man B) dahingehend optimieren, dass C) möglichst nahe an A) ist.
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Herne
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« Antworten #8 am: 22. Mai 2015, 12:15:45 »

Ich hatte mit dem R89 ebenfalls solche Probleme wie mit keinem Hobel vorher und nur sehr wenigen Hobeln nachher - nicht unsonst habe ich ihn mit Erleichterung über den Rhein geworfen.
Endlich fühle ich mich bei diesem Thema mal nicht so einsam. Grinsend

Grundsätzlich hast Du natürlich Recht mit dem Einkreisen des Problems. Aber ich bin im Nachhinein froh,
daß meine Geduld mit dem EJ relativ schnell erschöpft war. Warum soll ich mich lange rumplagen, wenn
ich mit einem anderen Hobel wie z.Bsp. dem 37c mit einem Zug 'mit' schon ein Ergebnis bekomme, daß ich
mit dem EJ wahrscheinlich auch nach 2 weiteren Jahren voller Technikübungen und Winkelspielen in drei
Durchgängen nicht erreicht hätte.
Und der Kollege schrieb von einem halben Jahr. Ich finde, da kann man ruhig mal was anderes probieren.
Wenn sich nach 3 anderen Hobeln immer noch nichts geändert hat, kann er immer noch zu dem Schluß
kommen, 'Ich bin halt zu blöd dazu und muß üben, üben, üben ...'  Grinsend
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lynx
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« Antworten #9 am: 22. Mai 2015, 13:42:16 »

Danke für eure Antworten,

Bei Amazon steht bei den Userfragen, dass man den Kopf auch richtig montieren muss, könnt Ihr das bestätigen?
Meiner Meinung nach ist es egal wie rum man ihn zusammenschraubt er ist genau symmetrisch auch gibt es keine Markierungen...

A) was die Erwartung war
-> keine oder nur minimale Stoppeln am Hals (im mittleren Bereich, an den Außenseiten ist es "ok") und dabei keine Verletzungen/Rasurbrand

B) was zur Realisierung gemacht wurde
-> Feather, Vosthok, Personna, Bolzano, Dorco, (Astra und 2 Rapiras kommen noch)
RC von Proraso, 2x Musgo Real und Weleda
RS von Calani (vier verschiedene)
Preshave von Proraso
Vor / Nach dem Duschen rasiert
Jeden Tag rasiert, mit 1/2/3 Tagen abstand rasiert

C) was das erreichte Ergebnis war.
-> Zu viele Stoppeln / ungründlich / je weniger stoppeln umso mehr verletzt/Rasurbrand
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Holzmann
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« Antworten #10 am: 22. Mai 2015, 14:05:45 »

Eine Frage lynx: Wie viele Rasur-Durchgänge machst du?

Als alter Systemie Rasierer war ich Anfangs auch überrascht, dass ein Durchgang nicht ausreicht beim Hobel...


LG Peter
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lynx
Neuling

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« Antworten #11 am: 22. Mai 2015, 14:09:24 »

meistens 3, am Hals setz ich aber oft noch ein 4. mal an wenn die Haut noch ok ist.
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BbigTree
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« Antworten #12 am: 22. Mai 2015, 14:48:23 »

meistens 3, am Hals setz ich aber oft noch ein 4. mal an wenn die Haut noch ok ist.

Du scheinst ja recht unempfindliche Haut zu haben, das ist doch schon mal super!  Lächelnd

Aber wenn nach sogar 4 Durchgängen am Hals das Ergebins nicht gut ist, dann mag man auf die Technik tippen.
EJ sind gut Hobel, keine Frage, aber vielleicht ist er einfach nichts für dich.
Viele - mich eingeschlossen - haben mal einen Hobel gehabt, mit dem sie nicht zurechtkamen. Wenn man ihn dann eine Weile nicht benutzt hat und vielleicht später nochmal probiert, sah die Sachen dann ganz anders aus.

Will sagen, Erfahrung neben Technik ( und Gewöhnungsphase ) bei der Hobelrasur machen einiges aus!

Daneben kommt die Tatsache zu tragen, dass wenn einmal eine "unsaubere" Technik verinnerlicht wurde, die schwer wieder auszutreiben ist.
Gerade mit einem bestimmten Hobel und gerade bei Anfängern, die ihren ersten Hobel haben.

Kaufe dir einen Merkur Rasierer 34C und probiere diesen aus. Merkur mag nicht das Finish eines EJ haben, aber sie haben eine tolle Hobelkante.
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aleister
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« Antworten #13 am: 22. Mai 2015, 16:26:32 »

Einfach alle ausprobieren und wieder verkaufen!Vielleicht mit französischen Vintage Hobeln anfangen.Da ist die Chance ziemlich groß,schnell fündig zu werden.Und die Kosten halten sich ,in Grenzen. Smiley
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nero
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« Antworten #14 am: 22. Mai 2015, 17:48:10 »

In welche Richtungen rasierst Du Dich denn am Hals, wenn Du 4 Durchgänge machst?
Bei der Anzahl kannst Du ja schon in alle Himmelsrichtungen rasieren und dann sollte selbst mit einem R89 die Rasur recht gründlich werden.
Aber so viele Durchgänge sind eigentlich nicht Sinn der Sache, daher würde ich folgende Checkliste abarbeiten:


1. Haarwuchsrichtungen einprägen, dafür z.B. am Wochenende mal nicht rasieren und sich im Spiegel die Haarwuchsrichtungen anschauen dazu kann man die Haarwuchsrichtung auch mit der Hand erfühlen. Als Hilfe evtl. das Gesicht in Zonen einteilen

2. Entweder vor oder nach der Dusche rasieren, dabei aber Aufquellprogramme wie heiße Kompressen usw. vermeiden (Gesichtswäsche sollte kein Problem sein)

3. Gesicht mit Rasiercreme oder Rasierseife einschäumen, darauf achten, dass der Schaum schön schlotzig-feucht ist und nicht zu fluffig-trocken

4. Frische Personna einlegen (obwohl die Klingenwahl bei Deinem Sortiment im Grunde egal ist)

5. Ab jetzt gilt: Stets richtigen Winkel des Hobels einhalten, damit er auch rasieren kann und auf keinen Fall (zuviel) Druck ausüben. Zwei der Hauptgründe, für übriggebliebende Stoppeln und Rasurbrand

6. Den ersten Durchgang genau mit dem Strich rasieren (sollte nach Punkt 1 bekannt sein). Dies kann durchaus kreuz und quer gehen und nicht immer vom Kopf zum Fuß, besonders am Hals.

7. Erneut Einschäumen

8. Den zweiten Durchgang genau gegen den Strich

9. Gesicht gründlich abspülen, abtrocknen und mit AS(B) versorgen


Viele machen noch einen Durchgang quer zur Wuchsrichtung bevor sie gegen den Strich rasieren. Das würde ich jedoch erst später in Angriff nehmen.
Beim Durchgang gegen den Strich kann es am Hals durchaus ordentlich ziepen und rupfen. Das ist sehr unschön und wird meist mit Spots bestraft, aber so weißt Du genau, wo die Richtung gegen den Strich verläuft. Das nutzt Du am besten sofort während der Rasur, ansonsten beim nächsten mal, um bspw. quer zu dieser Richtung oder im Bogen an diesen Stellen zu rasieren. Dann ist das Ergebnis gefühlt genauso gründlich, bei gleichzeitiger Hautschonung.

Ein neuer Hobel ändert nichts an den Basics, daher solltest Du bis zur Pferktion Deiner Technik erstmal beim R89 bleiben.
Danach kannst Du Feintuning betreiben, indem Du neue Hobel, Klingen, Software usw. ausprobierst.

Ich muss z.B. im peripheren Halsbereich eigentlich vom Kehlkopf zu den Ohren rasieren, damit ich die Haarwuchsrichtung einhalte.
Tatsächlich habe ich aber herausgefunden, dass beim ersten Durchgang vertikal vom Fuß zum Kopf die - in Kombination mit vom Kehlkopf zur Schulter beim zweiten Durchgang - optimalste Lösung ist.
Vorher hatte ich immer in einem Bogen rasiert, also vom Kinn gerade runter und dann im 90° Bogen nach außen.
Was sich auch anbietet, ist nach zwei Druchgängen einen "Ausputzdurchgang" zu machen, also nur die Stellen, die noch nicht ganz glatt sind behutsam auszurasieren.
« Letzte Änderung: 22. Mai 2015, 17:52:19 von nero » Gespeichert

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