gut-rasiert
27. April 2018, 01:15:17 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

Einloggen mit E-Mailadresse, Passwort und Sitzungslänge
News: Anfragen an die Moderatoren bitte per PN an Moderatorenteam senden, nicht an einzelne Mitglieder des Teams. Danke.
 
   Übersicht   Hilfe Einloggen Registrieren Impressum  
Seiten: [1]   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: Shavette vs. Rasiermesser  (Gelesen 4186 mal)
Kelvin
Neuling

Offline Offline

Beiträge: 6


« am: 10. Mai 2015, 21:49:21 »

Hallo Profis,

Ich bin sehr glücklich vor einem halben oder mittlerweile vielleicht schon vor einem Jahr, von Systemies auf die Rasur mittels Shavette umgestiegen zu sein. Gleichzeitig mit dem Wechsel habe ich auf Pinsel und Seife gewechselt und alles hat von Anfang an 100% besser funktioniert als der scheußliche Dosenschaum und der 5-10 Klingen Schwachsinnsrasierer. Zwinkernd

Ich habe mir seinerzeit eine Jaguar Orca in der langen Version zugelegt. Mit dem Rasurergebnis bin ich sehr zufrieden und auch mit der Handhabung während der Rasur. Aber es gibt Dinge die mich endlos nerven:

  • der Klingenwechsel
  • das Brechen der Klingen
  • das Reinigen des labberigen Klingenhalters
  • die relativ geringwertige Anmutung
  • die Haltbarkeit der Klingen (bei mir drei höchstens 5 Rasurvorgänge)

Also habe ich von einem Freund ein Rasierfertiges Rasiermesser erstanden. Solingen mit Goldätzung auf der Klinge. Sieht wertig aus, ist sehr scharf und ich habe mich sehr darüber gefreut.

Leider gelingt mir damit einfach kein gutes Rasurergebnis....ich muss einen völlig anderen Winkel wählen als bei der Shavette und sowohl das Ergebnis als auch die Hautirritationen sind nicht so wie ich es im Positiven von meiner Shavette gewöhnt bin.

Das bringt mich zu der Frage, ob nicht offensichtlich die Shavette Rasur für mich wesentlich besser geeignet ist. Wenn ja dann bietet ja das System Feather Artist Club DX genau das was ich bei meiner Jaguar vermisse.

  • bessere Haltbarkeit der Klingen
  • mehr Wertigkeit in der Anmutung
  • ein super Klingenwechselsystem
  • offenbar einfachere Reinigung
  • usw.

Jetzt bin ich aber etwas über den Preis gestolpert?! Ernsthaft 209 €??? Bitte nicht falsch verstehen, Qualität hat ja ihren Preis und das ist ja auch gut. Aber 209€ ist erstmal eine Ansage für mich.

Ist es das wirklich wert, oder hat man die Chance das irgendwo günstiger zu bekommen?

Für Hilfe und Tipps bin ich dankbar!

Viele Grüße,
Kelvin
Gespeichert
Hauke
Neuling

Offline Offline

Beiträge: 34


In love with Shavette


« Antworten #1 am: 11. Mai 2015, 00:51:46 »

Hi Kelvin,
Ich bin zwar kein Profi und hab wahrscheinlich auch viel weniger Erfahrung mit dem Messer und auch der Shavette als Du, aber ich hab hier schon viel gelesen..

Wie oft hast Du Dich denn schon mit dem Messer rasiert?
Auch wenn man im Umgang mit der Shavette viel Erfahrung hat, muss man den Umgang mit dem Messer erst lernen, das gilt auch umgekehrt.. Dieser Lernprozess kann locker 15 Rasuren dauern.. Lass Dir den Umgang mit dem Messer doch noch mal von Deinem Kumpel zeigen, oder kam er auch nicht damit zurecht?

Der Klingenwechsel und das Klingen brechen müsste doch ein Kinderspiel sein, im vergleich zum ledern eines Messers?

Das Klingenwechselsystem von Feather wurde hier auch schon leicht kritisiert..
http://www.gut-rasiert.de/forum/index.php/topic,22610.0.html
Die Feather Shavette wirkt auf mich auch sehr reizvoll, aber ohne sie in der Hand gehabt zu haben, würde ich ihr nur einen Wert von 80 bis 100€ zu sprechen. Vielleicht kann ja ein Featherbesitzer dem widersprechen und Dir erzählen das sie jeden Cent Wert ist.
Ich werde erst mal mein erstes Jahr Shavette-Erfahrung voll machen, bevor ich an die Feather denke und ich hoffe das ich bis dahin eine optimale und günstige Variante für mich gefunden habe, um nicht soooo viel Geld für eine Shavette auszugeben.
Gespeichert

Liebe Grüße
Hauke
herzi
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 7.738



« Antworten #2 am: 11. Mai 2015, 08:02:29 »

Guten Morgen Kelvin,

Das hast Du richtig bemerkt. Beim Messer brauchst Du einen anderen Winkel als bei der Shavette. Und somit fängt auch das Üben wieder von vorne an.
Die Feather DX ist so teuer weil sie aus Edelstahl ist. Es gibt auch noch die RG Serie mit Messinggrundkörper (noch im Ausland verfügbar, wird aber laut westcoastshaving nicht mehr hergestellt). Die ist natürlich günstiger. Die SS Serie ist auch aus Edelstahl, bestimmt auch sehr gut, mir kommen die anderen Serien aber wertiger vor. Ein anderes Messer, das interessant sein könnte, ist der KAI Captain. Der kostet momentan 124€ bei thedifferentscent. Der Kopf ist dem Feather sehr ähnlich und kann auch Feather Klingen aufnehmen, wobei ich KAI Klingen bevorzuge.
Gespeichert

Gruß,
Stefan
Kelvin
Neuling

Offline Offline

Beiträge: 6


« Antworten #3 am: 13. Mai 2015, 20:52:55 »

Hallo Hauke und Stefan,

Vielen Dank für Eure Antworten! Ihr habt mir sehr geholfen.  Daumen hoch

In der Tat ist es so, dass es mich beim Messer jetzt schon etwas nervt es dauernd zu ledern, vermutlich könnte ich das verschmerzen, wenn ich dadurch eine bessere Rasur hätte. Aber einen Unterschied merke ich nicht und wenn ich an ds Nachschleifen denke wird mir eh schon ganz anders.

Ich habe erstmal entschieden das Messer als Dekoobjekt im Ständer zu lassen und nur noch meine Shavette zu benutzen. Das klappt mit soviel Freude, dass ich es einfach nicht missen möchte. Vorerst werde ich meine Jaguar Klingen aufbrauchen und derweil jeden Euro zur Seite legen bis 200 oder 300€ wirklich über sind. Davon werde ich mir dann die Feather DX Shavette gönnen.

Die Kai Captain ist reizvoll, aber ich denke wenn ich schon Blödsinn mache dann auch so richtig Zwinkernd 124€ sind ja immer noch viel Geld und hinterher würde ich mich bestimmt immer fragen, ob die Feather nicht noch besser gewesen wäre. Also kommt Zeit kommt Feather!

Vielen Dank nochmal und viele Grüße,
Kelvin
Gespeichert
Mr.X
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 249



« Antworten #4 am: 14. Mai 2015, 09:32:37 »

wenn ich an ds Nachschleifen denke wird mir eh schon ganz anders.
Ja, das kann ich gut nachvollziehen. Das Schärfen ist was für sehr geduldige Menschen, leider bin ich das nicht immer. Aus diesem Grunde nehme ich auch sehr gerne die Shavette, so groß empfinde ich den Unterschied gar nicht. Ganz auf das Messer verzichten möchte ich nicht, schärfen lassen ist für mich jedoch keine Option, wenn schon dann richtig. Zwinkernd
Gespeichert

Gruß
Mr.X
Standlinie
FAQ-Team

Offline Offline

Beiträge: 2.083


Nassrasur? Nein danke? Aber ja doch!


« Antworten #5 am: 14. Mai 2015, 11:32:27 »

wenn ich an ds Nachschleifen denke wird mir eh schon ganz anders.
Ja, das kann ich gut nachvollziehen. Das Schärfen ist was für sehr geduldige Menschen, leider bin ich das nicht immer. Aus diesem Grunde nehme ich auch sehr gerne die Shavette, so groß empfinde ich den Unterschied gar nicht. Ganz auf das Messer verzichten möchte ich nicht, schärfen lassen ist für mich jedoch keine Option, wenn schon dann richtig. Zwinkernd

Wenn ein Rasiermesser richtig abgezogen wurde, hält es seine Schärfe auch über längere Zeit konstant. Hierzu ist allerdings vorauszusetzen, dass das Messer während und nach der Rasur pfleglich behandelt wurde. Darunter ist das richtige Ledern und die nach einer Rasur erforderliche Nacharbeit zu verstehen (abwaschen nach der Rasur, ggfls. reinigen, trockenwischen, richtiges Ablegen außerhalb der Reichweite von Kindern und sonstigen die Facette negativ beeinflussenden Gegenstände, von Zeit zu Zeit ölen oder fetten). Hier im Forum gibt es auch irgendwo einen Themenstrang, der die Nutzungsdauer eines Rasiermessers bis zum erneuten Abzug auf den Steinen behandelt. Wenn man sich mit einem Rasiermesser regelmäßig rasiert, müßte es schon mindestens ein Vierteljahr rasurscharf bleiben.
Und wenn das Rasiermesser seine ursprüngliche Schärfe verloren haben sollte, gibt man es in die Hand eines dafür geeigneten Menschen, der den Messerabzug auf den Steinen beherrscht und die erforderlich Rasurschärfe wiederherstellt. Informationen dazu, wer das zum Beispiel hier im Forum tun könnte, liegen vor. Die Suchfunktion hilft, einen solchen Menschen zu finden.

Einfache und trotzdem noch optisch ansprechende Shavettes finden sich in der Bucht unter dem Namen Sanguine. Für relativ kleines Geld bekommt man eine handliche Shavette, die das Warten bis zur Anschaffung einer Feather oder Kai gut überbrücken kann. Informationen dazu bietet unser Forum in Fülle. Einfach die Suchfunktion bemühen, aber das sagte ich ja schon.  Zwinkernd
Gespeichert

Die Nachhaltigkeit einer gründlichen Nassrasur zeigt sich am nächsten Morgen an nur gering und gleichmäßig neugebildeten Bartstoppeln.
Kelvin
Neuling

Offline Offline

Beiträge: 6


« Antworten #6 am: 15. Mai 2015, 10:11:33 »

Na vielen Dank auch  Lächelnd Lächelnd Lächelnd Lächelnd

Das Thema: China Shavette hatte ich für mich schon ad acta gelegt. Mit viel Interesse hatte ich alles dazu aus dem Forum aufgesogen. Aber durch die schlechte Verfügbarkeit (die meisten Händler senden nicht mehr nach Deutschland) und diverse Links die nicht mehr funktionierten war ich halt durch mit dem Thema.

Da ich jetzt erfahren habe, dass ich nach Sanguine suchen musste, habe ich direkt zwei solcher Shavetten von einem britischen Händler bestellt. Natürlich nicht mehr zu dem Preis den Herzi damals als erstes bezahlt hat, aber immer noch recht günstig und so verkürzt es das Warten auf eine Feather  Zwinkernd

Super Infos und vielen Dank nochmal,
Kelvin
Gespeichert
heikofolkerts
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 77


Probleme sind zum lösen da


WWW
« Antworten #7 am: 23. M?rz 2017, 22:00:17 »

Hallo Celvin und alle,
ich finde, der Inhalt wird dem Betreff nicht ganz gerecht. nachdem ich nun zwei Messer und zwei Shavettes mein eigen nenne und diese Geräte mehrfach benutzt habe, möchte ich ein paar Dinge ergänzen:
1. Ein großer Vorteil der Shavetten liegt aus meiner Sicht schlicht darin, dass man nicht ganz so sehr aufpassen mus, dass man keinen harten Gegenstand berührt. Wen die Messer wirklich so zerbrechlich sind, wie es hier im forum berichtet wird, dann ist man mit einer Shavette sicher deutlich sicherer unterwegs.
2. Ja, der Klingenwechsel ist etwas fummelig, aber immerhin nur alle X rasuren und Fett etc. ist nicht notwendig - der Wartungsaufwand ist um ein vielfaches Geringer als bei einem Messer. Noch dazu kann man nicht so viel falsch machen - ein falsch abgeledertes messer ist dramatischer als Mühe beim Klingenwechsel. Wer die Klingen nicht brechen mag - im Papier so einfach wie eine Ritter Sport zu öffnen, kann ja fertige halbe Klingen kaufen.
3. Das Argument mit dem hohen Preis wegen Edelstahl halte ich für ungültig. So kostbar ist Edelstahl nun auch wieder nicht und die Teile lassen sich vermutlich schnell stanzen oder Pressen. Die Chinavette (die ich vor einer Woche bekommen habe) ist anscheinend auch aus Edelstahl gefertigt und kostet zwei Euro - plus ein wenig Versandt. In jedem Fall gibt es reichlich Modelle zu günstigen preisen zum ausprobieren.
4. Eine Shavette eignet sich wesentlich besser als Reisebegleiter als ein Messer - weil man dafür mehr ausrüstung mitführen muss. Wem das wichtig ist, der bekommt das schon hin, aber viele berichten hier davon, dass sie eine Shavette oft für die Reise nehmen.

Heiko
Gespeichert
Seiten: [1]   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.21 | SMF 2006, Simple Machines Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS