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Autor Thema: Herangehensweise bei der Identifikation unbekannter Hobel  (Gelesen 1434 mal)
KäptnBlade
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InGENIEur + Entschwörungstheoretiker


« am: 08. April 2015, 14:20:08 »

Angeregt durch diesen Thread und Standlinies Ausführungen könnten / sollten wir versuchen, Hilfestellungen und Tipps zu sammeln, wie man unbekannte / unmarkierte Hobel identifizieren kann.

Dies ist sicher nur eine Möglichkeit, aber vielleicht entsteht hier ja ein kleines Sammelsurium zur Hilfe.
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Standlinie
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Nassrasur? Nein danke? Ja bitte!


« Antworten #1 am: 09. April 2015, 01:50:57 »

Möglichkeiten und Wege zur Identifizierung bislang noch unbekannter Rasierhobel

Ausgangslage
Vor etwa zwölf Jahren besaß ich drei unterschiedliche Rasierhobel, mit denen ich mich abwechselnd rasiert habe. Aus der anfänglichen Nassrasurvorliebe ist dann mit den Jahren eine inzwischen für meine Begriffe kleine Sammlung unterschiedlichster Hobel entstanden. Zur Wahrung des Überblicks habe ich inzwischen alle meine Hobel in Listen inventarisiert. Allerdings ärgerte es mich ständig, dass ich sehr vielen Hobeln keinen eigenständigen Namen und keinen Herstellungszeitraum zuordnen konnte. Bei bestimmten Hobeln wie zum Beispiel Apollo, Mulcuto oder Merkur gab es damit keine Probleme, da diese Hobel mit einem entsprechenden Namen versehen sind und somit gemarkte Hobel darstellen. Anderen Hobeln ohne diese eindeutigen Identifizierungsmerkmale konnte ich dagegen nur die unbefriedigende Bezeichnung „No Name“ oder „Gillette Old-Type Klon“ verleihen. Und diesen unbefriedigenden Zustand wollte ich auf Dauer nicht mehr hinnehmen. Deshalb habe
ich mich zur Lösung meines Problems intensiver damit auseinander gesetzt, wie ich diesen ursprünglichen No-Name-Hobeln doch noch eine Herstellerbezeichnung zuordnen könnte. Die Ergebnisse meiner Recherchen möchte ich deshalb in diesem Forum auch anderen Hobelliebhabern zur Verfügung stellen, die vor ähnlichen Problemen stehen könnten wie ich sie hatte und teilweise immer noch habe. Gleichzeitig wünsche ich mir, von diesen Hobelliebhabern zu lernen und zu erfahren, wie sie ihre zunächst noch unbekannten Hobel identifiziert haben. An dieser Stelle möchte ich noch ergänzen, dass ich unter dem Begriff Rasierhobel nur diejenigen Hobel verstehe, in die irgendeine Art von DE-Rasierklinge eingelegt werden kann. Systemrasierer (Mehrklingenrasierer) und SE-Hobel sind von meiner Betrachtung ausgeschlossen.

Mein Vorgehen zur Lösung einer Rasierhobelidentifizierung
Zur Lösung der zuvor genannten Problematik gehe ich relativ pragmatisch vor. Hierbei helfen mir meine eigene vielfältige Hobelsammlung, weiterhin die mir zur Verfügung stehende Literatur, Internetrecherchen, Internetauktionen, Berichte in anderen Rasiererforen und das scheinbar unendliche Wissen von Rockabillyhelge.

Dazu teile ich inzwischen alle in der Vergangenheit und Gegenwart hergestellten und für die Rasur nutzbaren Rasierhobel in vier Kategorien ein. Hierzu zählen:
- die gemarkten Rasierhobel,
- die unzureichend gemarkten Rasierhobel,
- die ungemarkten Rasierhobel, hier mit zusätzlichen Identifizierungsmerkmalen,
- die ungemarkten Rasierhobel, ohne zusätzliche Identifizierungsmerkmale.

Gemarkte Rasierhobel
Gemarkte Hobel tragen irgendeine Art von Namen oder Herstellerbezeichnung an der Hobelkopf- oder Hobelgrundplatte oder am Hobelgriff (vollständiger Name oder ein Kürzel, Patentbezeichnung, Kennzeichnung DRGM, u.a.). Diese Hobel lassen sich mit diesen Merkmalen eindeutig identifizieren. Beispiele dazu: Apollo, Gardette, Ikon, Krect, Leresche, Liese, Lumina, Merkur, Mulcuto, Neoras.
Eine Sonderstellung nehmen Gillettehobel ein. Sie tragen zwar alle den Namen Gillette, aber weitere Bezeichnungen sind auf diesen Hobeln in den wenigsten Fällen zu finden. Erst über Bedienungsanleitungen, über Internetrecherchen oder die Literatur (z.B. Safety Razor Compendium) kann man dann weitere Unterscheidungen finden. Beispiele dazu: Slim, Super Speed, Slim Twist, Fatboy, Old Type, New Type, Lady.

Unzureichend gemarkte Rasierhobel
Diese Hobel tragen irgendeine Art von Merkmal an der Kopf- oder Grundplatte oder am Hobelgriff (Patentbezeichnung, irgendein Kürzel oder nur die Bezeichnung DRGM). Allerdings fehlen weitere Hinweise, über die diese Hobel dann eindeutig identifiziert werden könnten. Beispiele dazu: Bohin, Goodfella, Merkur Futur, Merkur Progress.
Beim französischen Bohin fehlt zum Beispiel die Namensbezeichnung. Er lässt sich aber aufgrund seiner außergewöhnlichen Hobelkopfgeometrie recht schnell als Bohin identifizieren, wenn man die Literatur durchforscht (hier Safety Razor Compendium). Die Hobel Futur und Progress von Merkur sind uns heute noch vielfältig bekannt. In vierzig Jahren kann die Identifizierung des Merkur Futur und Progress schon Schwierigkeiten bereiten, da nur die Bezeichnungen Germany und Solingen auf den Hobelgrundplatten zu finden sind. Eine weitere Identifizierung ist dann nur noch über die Transportschachtel oder die Bedienungsanleitung oder über Literaturrecherchen möglich.

Ungemarkte Rasierhobel mit zusätzlichen Identifizierungsmerkmalen
Ungemarkte Hobel tragen keine weitere Bezeichnung an der Kopf- oder Grundplatte oder am Hobelgriff. Allerdings lassen sich diese Hobel in Bezug auf ihren Hersteller oder ihre Markenbezeichnung identifizieren, wenn so genannte Vergleichsmerkmale vorliegen. Hierzu zählen zum Beispiel die zugehörigen Transportboxen und Verpackungskartons, auf denen eine Herstellerbezeichnung abgelesen werden kann. Beispiele dazu: Dietzer, Emir, Rondo, Punktal.
Als weiteres Identifiziermerkmal eignen sich die Bedienungsanleitungen. Auch die spezielle Geometrie des Hobelkopfes (z.B. bei Pils, Punktal, Emir) kann der Identifizierung sehr dienlich sein.

Ungemarkte Rasierhobel ohne zusätzliche Identifizierungsmerkmale
Diese Rasierhobel tragen keine weiteren Merkmale an der Kopf- oder Grundplatte oder am Hobelgriff. Wenn keine Vergleichsmerkmale vorhanden oder erkennbar sind, erschwert dies eine sichere Identifizierung. Beispiele dazu: Sonnal, Punktal, Dietzer, Rondo, Durex, Fatip, Globusman, alle Gillette Old-Type Klone, Razzia OC, DDR-Hobel, Wuttig, viele Bakelithobel, viele Hobel aus Reiseetuis (mit gestanzten und magnetisch reagierenden Blechgrundplatten).

Fortsetzung folgt
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MudShark
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« Antworten #2 am: 09. April 2015, 23:43:16 »

Tja, da hat Standlinie wohl klar gemacht, wie's geht: Einfach IHN fragen!

Und falls doch mal ein italienischer Hobel unter den unbekannten Probanden sein sollte, dann bemüht man eben die Suchfunktion des italienischen Nachbarforums...
die einschlägigen Vokabeln, die man evtl. in der Landessprache benötigt, findet man recht schnell heraus.
Das französische Forum hat aber auch schon Identifikations-Hilfe geleistet, so z.B. beim Spadson-Hobel, aber auch hier hätte ich einfach Standlinie fragen können...
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Nassrasur? Nein danke? Ja bitte!


« Antworten #3 am: 19. November 2016, 00:29:03 »

Hier habe ich eine englischsprachige Quelle (BadgerandBlade), die eine große Hilfe sein kann, einen unbekannten Hobel zu identifizieren. Man muss nur bereit sein, sich das auch alles durchzulesen und dann die Informationen mit dem zu bestimmenden alten Hobel abzugleichen. Hier der Link dazu:

http://wiki.badgerandblade.com/Safety_Razor_Database
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