gut-rasiert
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Autor Thema: A.P. Donovan Rasiermesser  (Gelesen 8177 mal)
Rockabillyhelge
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NOS-Hunter, aka. Jäger des verlorenen Schatzes


« Antworten #15 am: 05. Dezember 2014, 08:36:58 »

Naja, Holz aus Madagaskar klingt klangvoll aber ob es letztenendes so ist steht auf einem ganz anderen Blatt,
wenns wirklich von dort stammt ist die Herkunft natürlich in einem kritischen Licht beäugbar, aber wenn man
das täte würde einem bei der Unmenge an Edelhölzern die für Rasiermesserhefte genutzt werden sicherlich
schnell der Kopf brummen wenn man an die Herkunft denkt, das Problem mit den Elfenbein-, Schildpatt- und
Perlmuttheften und deren Herkunft hat sich schlichtweg einfach nur auf Hölzer verlagert, zugegeben, aus
einem Baum kann man ne Menge Hefte machen, bedeutend mehr als aus einem Panzer oder einem Stoßzahn,
aber das Problem damit Ressourcen zu zerstören bleibt, umsomehr wenn das Endprodukt für die niedrigpreisige
Massenvermarktung vorgesehen ist.
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Dorsalus d.Ä. sprach: Auch ein schöner Rücken kann Entzücken :-)
Standlinie
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Nassrasur? Nein danke? Ja bitte!


« Antworten #16 am: 05. Dezember 2014, 14:33:56 »

Hallo zusammen,

ich bin am überlegen ob ich mir folgendes Rasiermesser Set anschaffe :
https://ap-donovan.com/de/rasiermesser-sets/rasiermesser-aus-feinstem-japanischen-stahl-mit-schwarzem-sandelholz-griff-streichriemen-und-110g-rasierseife.html
Könnt Ihr mir als Veteranen eine Meinung zu jedem einzelnen Gegenstand des Sets geben?
Möchte ja keinen Mist kaufen :-)
Danke im voraus für Eure Unterstützung
JJ

Viel Werbung und dazu noch beschönigende Werbung erhalten Artikel in der Regel nur dann, wenn sie am Markt (noch) unbekannt sind oder aber ein Anbieter in möglichst kurzer Zeit viele Produkte absetzen möchte. Möglicherweise haben einige Hersteller in Fernost aber auch wirklich die Nase vorn und wittern einen neuen Markt, einen Absatzmarkt für angehende Rasiermesserrasurliebhaber, der hier in Europa vielleicht noch etwas stiefmütterlich behandelt wird. Und den wollen sie mit vielleicht auch verwertbaren Produkten überschwemmen, bevor die Konkurrenz in Europa aufwacht. Wir werden das zukünftig bestimmt besser erkennen können. Fakt ist jedenfalls schon jetzt, dass sich zunehmend mehr Herren für die Rasiermesserrasur interessieren. Als Beispiel möchte ich nur darauf hinweisen, dass die in diesem Forum eingestellte Rasiermesserrasuranleitung seit ihrem Erscheinen pro Tag etwa 30mal geöffnet wird. Interesse ist also definitiv vorhanden.

Zurück zum Thema. Ein schönes Aussehen und viele schöne Worte können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das oben angebotene Rasiermesser erst noch in meinem Gesicht und auf meiner Haut zeigen muss, ob es wirklich zur Rasur taugt oder ob es nur ein Blender ist. Das kann ich nur durch eigenes Ausprobieren erfahren. Und wer das möchte, wird dies bestimmt auch tun. Trotzdem möchte ich mich aber Rockabillys Worten anschließen, der dazu geraten hat, sich ein Solinger Rasiermesser anzuschaffen. Dieses Rasiermesser würde ich mir dann noch zusätzlich zulegen, sozusagen als mein Referenzmesser. Wenn es zum Beispiel aus dem Mitgliederhandel stammen sollte, ist es in der Regel auch rasurscharf und damit rasurbereit. Und dann kann ich mich bei den anschließenden Rasuren mit beiden Rasiermessern auch verläßlich davon überzeugen, ob das Fernostmesser an die Rasurqualität des Solingermessers herankommt. Bei meinem TITAN-Messer habe ich das so gemacht.

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Mit freundlichem Gruß von Standlinie.

Die Nachhaltigkeit einer gründlichen Nassrasur zeigt sich am nächsten Morgen an nur gering und gleichmäßig neugebildeten Bartstoppeln.
Rockabillyhelge
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NOS-Hunter, aka. Jäger des verlorenen Schatzes


« Antworten #17 am: 07. Juli 2015, 11:49:48 »

Inzwischen wurden auf der HP Bilder des Fertigungsprozesses eingefügt https://ap-donovan.com/de/content/rasiermesser-herstellung-ein-rasiermesser-entsteht und es wird mit deutscher Handarbeit geworben.
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Dorsalus d.Ä. sprach: Auch ein schöner Rücken kann Entzücken :-)
Noodles
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Same Shit, Different Day


« Antworten #18 am: 24. Mai 2016, 13:42:10 »

Mir wurde von einem Forummitglied des Nachbarforums freundlicherweise ein 7/8" A.P. Donovan zur Verfügung gestellt um es zu testen, da der Besitzer (Messereinsteiger) mit der Schärfe nicht ganz glücklich war. Ich wollte mir selbst davon ein Bild machen und habe daher das Messer nur abgeledert. Es hat Auslieferungsschärfe und wurde seitdem 3x (durch mich das 4x) genutzt. Ich war echt überrascht von der Klinge. Sie kommt natürlich nicht - meiner Meinung nach - an die extrem hohl geschliffenen Solinger Klingen ran, aber man kann sich damit gut rasieren. Ich hatte heute damit eine Rasur die ich durchaus als Sanft bezeichnen würde.

Anzumerken sei bei dem Messer das extrem hohe Gewicht - im Vergleich zu meinen anderen 7/8" Klingen - und das im geöffneten Zustand das Messer nicht ausbalanciert ist, das kommt vermutlich durch die Metalleinlage am hinteren Ende des Griffes. Der Griff ist einfachster Kunststoff. Das Messer ist ordentlich vernietet, schließt mittig und hat eine gute Auslieferungsschärfe. Von daher kann man es wirklich als Rasiermesser ernst nehmen. Lediglich die 2 genannten Punkte würde ich negativ anrechnen (Gewicht + Griff).
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"Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern dass man nie beginnen wird zu leben." Marc Aurel

"Mit dem Bart im Gesicht ist es wie mit dem Golfrasen: nur kontinuierliche Pflege und Schur bringen ihn zur Perfektion." Tonsus
Siegburger
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« Antworten #19 am: 24. Mai 2016, 15:05:09 »

Da ich auch schon einige A.P. Donovan auf den Steinen hatte, muß ich sagen, dass der Stahl von sehr schwankender Qualität ist. (Anders wie beim GD 66). Mal lassen sie sich schärfen und behalten ihre Schärfe, mal sind sie kaum scharf zu bekommen und die Schärfe ist binnen kürzester Zeit verschwunden. Anders als schwankende Stahl/Härtungs Qualität läßt sich das für mich nicht erklären.

Gruß
Siegburger
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Ne schöne Jrooß ahn all die, die unfehlbar sinn.
heikok
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« Antworten #20 am: 30. November 2016, 10:12:16 »

A.P. Donovan scheint Werbepartner von L'Oreal zu sein, dort werden sie beworben:

https://www.menexpert.de/rasur/rasieren/rasierutensilien/rasiermesser/

https://www.menexpert.de/rasur/rasieren/rasierutensilien/rasiermesser/rasieren-mit-rasiermesser/

"Werfen Sie einen Blick auf die Auswahl von A.P. Donovan - und lassen Sie sich inspirieren. Gut gepflegt halten Qualitätsmesser ein Leben lang – wie gutes Werkzeug. Legen wir los!"

---

Übrigens, gerade noch auf der Homepage entdeckt:
"A.P. Donovan bietet für jedes Rasiermesser, das Sie direkt bei uns kaufen, einen kostenlosen fünfjährigen Schärfe-Service!"   Schockiert
https://ap-donovan.com/de/content/5-jahre-schaerfe-service

Das ist mal eine Ansage, man darf es einmal im Jahr gratis zum Schärfen geben. "Wir schärfen Ihr Rasiermesser innerhalb von vier Wochen professionell und gratis bis zur sogenannten "Liebhaberschärfe". "
« Letzte Änderung: 30. November 2016, 10:20:28 von heikok » Gespeichert
aleister
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« Antworten #21 am: 30. November 2016, 13:20:58 »

Das Schärfen müssen sie auch anbieten.Einige Profi Schärfer nehmen solche Messer nicht an !
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Sparschäler reloaded
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Dieses Bild gibt meinen Typ wieder.


« Antworten #22 am: 30. November 2016, 14:05:08 »

Jetzt mal ganz ohne Häme: Das günstigste Messer kostet bei denen knapp 60 Euro. Dafür schärfen sie es bis zu 5 mal und zahlen auch noch jeweils den Rückversand. Das ist schon erstaunlich.
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heikok
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« Antworten #23 am: 30. November 2016, 14:23:13 »

Das habe ich mir auch gedacht.
Allerdings zahlen Großkunden bei DHL & Co eigentlich sehr wenig für den Versand.
Die Schärfer müssen sie ohnehin für ihre Produktion beschäftigen (so sie das denn selbst machen).
Da sie eine Schärfung in 4 Wochen zusagen, ist sowas doch ein guter Lückenfüller.
Die werden auch einkalkuliert haben, das es sowieso nicht alle 60€-Käufer in Anspruch nehmen werden.

Zufriede Kunden werden vermutlich noch mehr kaufen, das Portfolio gibt ja auch noch andere Dinge her.
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doorsch
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« Antworten #24 am: 30. November 2016, 15:52:59 »

Jetzt mal ganz ohne Häme: Das günstigste Messer kostet bei denen knapp 60 Euro. Dafür schärfen sie es bis zu 5 mal und zahlen auch noch jeweils den Rückversand. Das ist schon erstaunlich.

Nun ja das ganze lässt sich recht einfach erklären. Wenn man in den weiten des WWW nach Begriffen wie Rasiermesser und Holzgriff googelt findet man
auch recht schnell Anbieter die Artikel in Fernost herstellen. Interessanterweise gibt es dort Modelle von Messern die den Donovan Messern sehr sehr sehr ähnlich sehen....diese werden pro Stück in Preisklassen von 20-60 EUR angeboten.

Nun unterstelle man mal man kauft davon 1000 Stück, und bekommt dadurch einen wesentlich günstigeren Preis dafür, ich schätze mal 8-15 EUR pro Stück, dazu einen wunder hübsche Holz Box die man wohl mit 1,50-2,50 veranschlagen kann. Das Ganze verpacke man ganz schön und bastelt sich eine wunderschöne Webseite, fertig ist das Markenprodukt. Das ganze läuft dann mit kaum zu beachtenden 300-400 % Gewinn.

Es gibt keinen Unternehmer der freiwillig Geld zu einem Geschäft drauf legt, von daher müssen wir uns in einer Preisklasse von ca. 10-15 EUR bewegen.
Nimmt man mal reduzierte Versandkosten an plus den Aufwand fürs Schärfen, wäre das pro Einsendung (2,50 EUR Porto + Aufwand schärfen).
Wenn das jemand fünf mal in Anspruch nimmt würde sich das ganze Geschäft gar nicht mehr rechnen (ausgehend von einem 60EUR Messer)
« Letzte Änderung: 30. November 2016, 15:56:56 von doorsch » Gespeichert
Rockabillyhelge
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« Antworten #25 am: 30. November 2016, 18:30:37 »

Naja, das eine Fa. wie L'Oreal, die von Rasur nur soviel verstehen wie der am Kaninchen getestete Chemiebaukasten hergibt, nun auch auf den Alpha-Zug aufspringen will oder bereits ist, ist nur der Beweis, dass Fernost inzwischen überall ist. Wobei ich vermuten mag, dass entsprechende Anzeige auf der HP von L'Oreal nicht der firmeneigenen PR entstammt sondern eingekauft wurde und die Verwendung von AP RM eher ein doppeltes Produktplacement zugunsten des HP Designers sein dürfte.

Letztenendes bleibt es am Ende genauso wie es am Anfang war und ich kann Doorsch nur zustimmen, wer die Gewinnspanne zu rekonstruieren versucht, wird schnell auf eine Nobel-GoldDollar kommen (wobei auch diese teils extremen Schwankungen unterworfen waren, inzwischen weigere ich mich mir mit den Dingern den Stein und den Abend zu ruinieren).
Gewicht = Luxus, frohlockender Verkäufer wenn dem Käufer egal ist ob die Rolex echt Gold oder nur lackiertes Messing ist, Hauptsache sie tickt.
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Dorsalus d.Ä. sprach: Auch ein schöner Rücken kann Entzücken :-)
aleister
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« Antworten #26 am: 30. November 2016, 19:06:17 »

Mein Beitrag war ein allgemeiner Hinweis ! Diverse Firmen, Personen nehmen diese Messer nicht an.
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Rockabillyhelge
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NOS-Hunter, aka. Jäger des verlorenen Schatzes


« Antworten #27 am: 08. Januar 2017, 20:55:19 »

So letzte Woche war es soweit, ich hatte mein erstes A.P. Donovan in Händen und, es hat mich nur darin überzeugt was ich vorher vermutet habe.
Voarb, der Stahl ist scheinbar prima, er eignet sich zum rasieren, zu mehr allerdings wohl nicht.
Ein Bekannter hat sich eines dieser Messer geholt und an einen professionellen Schliefer weitergebeben, da dieser ohne Abkleben (aber trotzdem sehr
gut) geschliffen hat lies sich deutlich all jene Spuren sehen, welche man durch krumme Klingen und lediglich überpolierte aber nicht maßig gemachten
Konturen an Klingen bekommt.
Der Ansatz Bereich ist mit jenen der Gold Dollars identisch, die bullige Rücken ebenfalls, Ätzung/Laserung ist gelinde gesagt preiswert gehalten, damit
das Messer nur ansatzweise gerade geworden ist mussten ca. 4mm an der Spitzenbreite runter, am verhunzten Ansatz hat der arme Schleifer sich
wahrscheinlich (wie ich bei diversen GD´s) den Stein versaut, alles in allem für mich als Fazit, brauch ich garantiert nicht, man bekommt für weniger Geld
an allen Ecken und Enden der Welt Rasiermesser die technisch & qualitativ besser sind.
Die Schalen indes dürften jeden der auf dem Trödelmarkt schonmal ein ostasiatisches Lagioule in Händen hielt bekannt vorkommen, überdimensioniert,
preiswert und für die Klinge zu schwer, ein Anfänger dürfte damit so seine Probleme bekommen, ein Erfahrener Messer der Übergewicht zum Heft hin
mag seine Freude habe.
Für mich sind die Donovan Messer nichts anderes als die GD´s, Messer über die man trefflich streiten kann die ich für mich aber nicht brauche und auch nicht
weiterempfehlen würde, die Arbeit die man reinsteckt kann man sich sparen den das was rauskommt, ein schlichtes, grob verarbeitetes halbhohles wäre mir die
Arbeit zumindest nicht wert.
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Dorsalus d.Ä. sprach: Auch ein schöner Rücken kann Entzücken :-)
alvaro
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« Antworten #28 am: 08. Januar 2017, 21:22:19 »

Ich habe zwar kein Donovan aber das was du beschreibst deckt sich mit meinen (und scheinbar auch deinen) Erfahrungen mit GD Messern.
Die Arbeit ist es nicht wert.
Lieber für kleines Geld ein vernünftiges altes Messer aus der Bucht fischen und aufarbeiten.
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