gut-rasiert
22. Januar 2017, 00:37:50 *
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Autor Thema: iKon Stainless Slant  (Gelesen 19779 mal)
kehmesis
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« Antworten #210 am: 11. August 2016, 19:37:17 »

Hier noch mal die konkrete Frage an die Experten:
Es scheint ja zwei Nadelspitzen-Torsioner von Ikon zu geben. Den metallfarbenen und den späteren Schwarzen (siehe Bilder von efsk oben). Gibt es bis auf die unterschiedliche Beschichtung (bei letzterem nennt Ikon die Beschichtung B1 "....Our Proprietary B1 Coating Provides Corrosion and Stain Protection....") noch andere Unterschiede, oder sind die beiden ansonsten baugleich?
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nero
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« Antworten #211 am: 14. August 2016, 19:06:54 »

Soweit ich mich recht erinnere, gibt es zumindest die Geometrie betreffend keine Unterschiede zwischen der ersten Version aus Edelstahl und der späteren B1 (eine DLC-Version gab´s ja auch mal).
Weiterhin meine ich mich zu erinnern, dass iKon diese Beschichtung hauptsächlich eingeführt hat, um der Kontaktkorrosion entgegenzuwirken (siehe div. Beiträge zum Thema elektrochemische Korrosion).
Manche behaupteten sogar, dass die B1 Beschichtung bessere Gleiteigenschaften hätte, dies kann ich allerdings beim Vergleich des X3 (Alu) zum Slant B1 nicht bestätigen.

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Löppt!
kehmesis
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« Antworten #212 am: 14. August 2016, 19:51:22 »

Was hat es mit der DLC-Version auf sich? Dachte immer, es gibt den Edelstahl und den Schwarzen mit der Beschichtung...
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aleister
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« Antworten #213 am: 14. August 2016, 20:06:54 »

dlc=schwarz
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kehmesis
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« Antworten #214 am: 14. August 2016, 20:18:32 »

Aber nero sagt, es gibt drei Versionen...  Huch
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Drill Instructor
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« Antworten #215 am: 04. Januar 2017, 11:07:42 »

Oha, keinen eigenen Thread für den X3? Naja, muss jeder selbst wissen. Dann kommt es einfach hier rein.

Ist das eine Kopie von meinem heißgeliebten Lutz oder sieht er nur ganz zufällig so aus? Egal, als ich diesen Hobel gesehen habe, musste ich ihn unbedingt testen. Also (Lutz-Setup) eine Triton geladen, Ölgrundierung unter den Talgseifenschaum und los geht’s. Oder sollte losgehen, denn der iKon ist ein eher milder Geselle. Es war slso eine Menge Druck und mehrere Durchgänge nötig um ein gründliches Ergebnis zu erreichen. Also den nächsten Versuch ohne Ölgrundierung und mit einer ASP – das Feeling war schon mal relativ ähnlich zu meinem geliebten Merkur CC mit einem gleichen Setup. Leider war die Rasur etwas ruppig und ergab nach einer spür- und sichtbar hautstressenden Rasur eher durchwachsene Ergebnisse, gründlich sieht anders aus. Also ratlos auf eine Personna Lab Blue gewechselt die bei mir ja nur hervorragend oder grottenschlecht ist – im Slant X3 ist sie leider zweiteres. Daher gab es zunächst Rasierpause (damit sich die Haut wieder erholen kann, sowas hatte ich letzmalig in meiner absoluten Nassrasur-Anfängerzeit) und dann eine Merkur-Phase damit ich trotzdem wieder gut rasiert bin. Mal sehen womit ich den X3 als nächstes teste – vielleicht mal eine gelbe Gillette auf Ölgrundierung? Bis jetzt lässt mich der X3 ratlos zurück.

Einige Monate später habe ich mich dann endlich wieder rangewagt und den Slant X3 mit verschiedenen Setups getestet: Den Anfang hat eine Sputnik auf Ölgrundierung gemacht. Das ist eigentlich immer eine sehr gute Kombination, aber penibelst gefühlvolle Rasur war leider nicht komplett ohne Blutverlust machbar und trotz ausgefuchster Haltung habe ich die Fläche unter den Wangenknochen nicht wirklich sauber bekommen. Die danach (ab jetzt alles ohne Ölgrundierung) getestete BIC war etwas besser, zumindest habe ich die Fläche unter den Unterkieferknochen ansatzweise sauber bekommen. Aber wirklich empfehlenswert war das nicht. Die erste brauchbare Rasur hatte ich dann mit der schwarzen Gillette 7’o’clock: Wirklich toll war es nicht und auch nicht immer blutfrei aber wenigstens mittelmäßig brauchbar. Danach hatte ich mal wieder Lust auf ein bisschen S/M und habe eine Rapira eingelegt. Die erste Rasur war gerade noch so eben brauchbar, die zweite war MTLM-typisch so unterirdisch schlecht, dass es angenehmer gewesen wäre, ich hätte die Barthaare mit einer Beißzange einzeln ausgerissen. Folgerichtig habe ich die Klinge nach zwei brachialen Zügen entsorgt und mich zu einer ASP gerettet.

Inzwischen habe ich etwas Übung mit dem X3 aber wirklich konkurrenzfähig ist dieser Hobel weiterhin nicht. Also weiter geht es mit dem durch wissenschaftlichen Ehrgeiz getriebenen Experiment: Jetzt wollte ich es ganz hart und habe mir mal eine richtige -Beleidigung zensiert- geschnappt: Die Astra Superior Stainless, zusammen mit der Derby immer noch der Goldstandard für -Beleidigung zensiert-. Wie nicht anders zu erwarten wurde es eine ausgemachte -Beleidigung zensiert- aber nicht ganz auf dem üblichen -Beleidigung zensiert- sondern einen Ticken weniger schlimm. Brauchbar war das noch lange nicht, eher so als würde man einen Zuckerwürfel auf einen Haufen -Beleidigung zensiert- werfen, das wird dadurch auch nicht essbar. Aber anscheinend hat es durch die Torsion nicht ganz so schlimme Folgen, dass die ASS einfach -Beleidigung zensiert- ist. Man kann sich also damit durchaus die Barthaare ausreißen – muss man aber nicht. Mit größter Freude habe ich daher die ASS nach einer Rasur entsorgt und mich gefreut, dass ich ein weiteres Chuck-Norris-Level erreicht habe. Ist ja schön, wenn man sich als echter Held fühlt, aber leider war damit meine Lust auf weitere Klingentests fast komplett vernichtet und ich war sehr kurz davor, den X3 in hohem Bogen in die „Verkaufen, egal zu welchem Preis, Hauptsache das Teil ist weg“-Kiste zu werfen, als ich (in memoriam diverse beinahe abgeschriebene Lieblingshobel) doch noch meinen letzten Rest Leidensfähigkeit zusammengekratzt habe und mir sagte: Jetzt reicht es dann auch mal wieder mit dem S/M-Ritual am Morgen, jetzt wird es mal wieder Zeit für eine Rasur. Also das Wolfman-Setup getestet: Ölgrundierung, anständige (Talg-) rasierseife drauf und dann mit einer Gillette SharpEdge durchgeackert. WOOOHOOO, das ist ja richtig gut!
Am Kinn muss ich mit Torsionern einfach richtig aufpassen, weil es sonst blutig wird (da kommen die Torsioner weiterhin nicht mit dem Merkur CC mit) aber wenn man das erstmal beachtet wird es richtig, richtig gut! Tolles Rasiergefühl, tolle Gründlichkeit, was willste mehr? Erst jetzt habe ich gesehen, dass ich diese Kombination ganz am Anfang schon mal angedacht habe – zum Glück habe ich es doch noch ausprobiert!

Nach einer mehrwöchigen Genussrasur-Phase ganz ohne jeglichen Test habe ich es doch nochmal wissen wollen und längere Zeit das bsiher beste Setup weiter perfektioniert: Die Gillette SharpEdge auf Ölgrundierung ist inzwischen wirklich brauchbar gründlich, leider ist sie mir jedoch zu hautstressend. Insbesondere seitlich unten am Hals bekomme ich trotz intensiver (mehrfach täglich) Behandlung mit Lotion keine entspannte Haut hin. Ich bekomme da immer wieder diese minimal blutpunktige, gestresste Haut. Das will und will einfach nicht besser werden. Insgesamt komme ich mit dem Slant X3 inzwischen wirklich gut zurecht und schneide mich (dank wirklich penibel vorsichtigem Vorgehen nicht mehr am Kinn und bekomme (bei superpräziser Führung) sowohl den Bereich unterhalb der Unterkieferknochen als auch die Oberlippe absolut suber – aber das Verhältnis zwischen Gründlichkeit und Hautstress ist und bleibt einfach nicht konkurrenzfähig. Somit ist der Slant X3 für mich langfristig doch wieder in der „Verkaufen“-Kiste gelandet. Ja, ich kann mich damit inzwischen gut rasieren aber so lange ich ausreichend Rasierer habe mit denen das noch besser geht, gibt es eigentlich keinen Grund, den Slant X3 zu behalten. Wie man an der Länge des Textes sieht habe ich mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, vielleicht weil es der offensichtliche (und eigentlich perfekt mild/aggressive) Nachbau eines meiner Lieblingshobel ist. Aber das reicht halt nicht für einen Verbleib.

Weniger aggressiv als der Romi? Den empfinde ich (wie auch den Baugleichen Sonnal oder Pfeilring) schon als recht mild, aber bei mir durchaus gründlich nach etwas Eingewöhnung. Ob ich es noch milder haben wollte....ich bin mir noch nicht sicher..

Ich glaube wir hatten mal extra ein Treffen organisiert um Deinen milden Romi mit meinem doch herzhaft aggressiven Romi/Lutz zu verleichen - irgendwann zwischen dem 8. Weißbier und der 85. Seife haben wir das dann vergessen... alles was schärfer als eine Triton ist, führt bei meinem Lutz zu einer schwallartigen Blutspende.
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Hellas
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« Antworten #216 am: 04. Januar 2017, 11:21:58 »

Erst mal willkommen zurück vom "Forums Sabatical"  Zwinkernd.

Bei mir hat sich der X3-Test schon erledigt und er wurde schon gegen einen Merkur Futur eingetauscht. Der X3 war bei mir leider auch weder Fisch noch Fleisch. Entweder es gab milde aber sehr ungründliche Rasuren oder es gab etwas gründlichere, aber dafür rupfige Rasuren (je nach Klinge). Da ist mein Romi doch konstanter (gründlich und sanft) und braucht bei mir aber deutliche schärfere Klingen als eine Triton Grinsend
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efsk
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« Antworten #217 am: 04. Januar 2017, 13:53:56 »

Ich fand der X3 zwar grundlich genug, ohne Blutverlust, aber auch langweilig. Es ist kein Rasierer der der Rasur ein bisschen Spass oder Freude bringt. Dabei finde ich das der Unterschied zwisschen die beide Seiten der Kopf eher Optisch ist. Unterschied in Aggression, was bei der Lutz cs ziemlich deutlich anwesend ist, ist bei der X3 fast abwesend.
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« Antworten #218 am: 04. Januar 2017, 14:04:25 »

Also ich hab mit dem X3 wirklich gute Rasuren hinbekommen. Verwendete Klingen: Feather/Polsilver Super Iridium/Gillette Silver Blue. Am besten fand ich ihn mit der Polsilver. Ich habe den X3 immer dann gerne benutzt wenn ich eine sanfte und dennoch gründliche Rasur haben wollte. Ich gebe ihn nur ab weil ich mit dem DLC meinen neuen Lieblingshobel gefunden habe und ich den X3 letztendlich auch mit dem 37C substituieren kann, auch wenn ich mit dem Merkur nicht ganz so gründlich werde wie mit dem X3. 
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« Antworten #219 am: 04. Januar 2017, 14:38:20 »

Ich bin aus dem X3 noch nicht so recht schlau geworden
 Die Personna Lab Blue liefert mir bisher die besten Rasuren ab. Mit der ASP war er mir zu direkt und unsanft. Aber sehr gründlich.

Der Test wird weiter fortgeführt. Bisher kann ich sagen, dass eine Rasur mit dem Merkur 34c stressfreier und genau so gründlich ist
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« Antworten #220 am: 04. Januar 2017, 16:53:13 »

Der Test wird weiter fortgeführt. Bisher kann ich sagen, dass eine Rasur mit dem Merkur 34c stressfreier und genau so gründlich ist

Genauso geht es mir auch.
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« Antworten #221 am: 04. Januar 2017, 17:09:54 »

Mit dem 34c eine gründliche Rasur hinzubekommen ist mehr als schwer für mich, so unterschiedlich können die Empfindungen sein   Cool
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kehmesis
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« Antworten #222 am: 07. Januar 2017, 21:45:41 »

Bin nach wie vor begeistert vom X3 und greife daher recht häufig nach ihm. Für mich ist er wesentlich sanfter als der 37C Razorock. Vielleicht nicht ganz so sanft wie sein Bruder, der 102er Slant von Ikon, dafür aber leicht gründlicher als dieser und er hat ggü. diesem den Vorteil, dass der Schaum besser abfließt. Mittlerweile finde ich den optimalen Winkel im Schlaf und er ist für mich unter all meinen Torsionern der beste Kompromiss zwischen Gründlichkeit und Sanftheit.
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McKinney
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« Antworten #223 am: 07. Januar 2017, 22:16:21 »

Ich finde, der Maggard Slant Kopf sieht dem iKon Slant zum verwechseln ähnlich. http://www.maggardrazors.com/product/maggard-razors-slant-safety-razor-head/
Ist der Maggard gar eine günstige Version des gleichen Designs?
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efsk
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« Antworten #224 am: 07. Januar 2017, 22:39:01 »

Ich finde, der Maggard Slant Kopf sieht dem iKon Slant zum verwechseln ähnlich. http://www.maggardrazors.com/product/maggard-razors-slant-safety-razor-head/
Ist der Maggard gar eine günstige Version des gleichen Designs?
Maggard und iKon sind beide variationen der Mulcuto Nadelspitzen Torsioner.
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