gut-rasiert
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Autor Thema: Umfrage – Vom Umgang mit Schnittverletzungen  (Gelesen 5280 mal)
Standlinie
FAQ-Team

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Beiträge: 2.083


Nassrasur? Nein danke? Aber ja doch!


« am: 28. Februar 2013, 01:06:57 »

Ausgangslage und Problemstellung
Ihr rasiert Euch in gewohnter Weise mit einem Hobel, Systemrasierer, Rasiermesser oder einem Rasiermesser mit Wechselklinge. Und plötzlich ist es passiert. Ihr fügt Euch aus einem nicht erklärlichen Grund eine Schnittverletzung zu, aus der dann mehr oder weniger Blut austritt. Diese Verletzung könnte so aussehen, wie es das nachfolgende Bild zeigt.



Wie geht Ihr mit einer Schnittverletzung um? Rasiert Ihr Euch dann weiter und wenn, wie?
Lasst Ihr die Hautirritation ausbluten oder stillt Ihr die Blutung mit saugfähigem Papier oder mit dem Alaunstift?
Fragt Ihr den Arzt oder Apotheker bei Risiken und Nebenwirkungen danach, wie es weitergehen könnte oder habt Ihr durch bewährte praktische Erfahrungen eine eigene Lösung entwickelt?

Diese Umfrage dient dazu, für Schnittverletzungen eine allgemeinverständliche Erste-Hilfe-Lösung zu erarbeiten. Zu dieser Lösung könnt und sollt Ihr alle mit beitragen. Denn jeder von Euch hat in seiner mehr oder weniger langjährigen Rasurpraxis ein großes Erfahrungspotential sammeln können. Und dieses Erfahrungspotential möchte ich nutzen und dahingehend auswerten, dass Anfänger und sonstige weniger erfahrene Rasurkollegen auf eine Lösung zurückgreifen können, falls sie sich selber einmal schneiden sollten. Deshalb möchte ich Euch darum bitten, dass Ihr Eure Erfahrungen und Lösungen mitteilt.

Diese Umfrage ist zeitlich begrenzt und wird am 31. März 2013 geschlossen.



Mein Umgang mit Schnittverletzungen
Bei einer wie im obigen Bild gezeigten Schnittverletzung wechsele ich zum Beispiel vom Rasiermesser auf meinen Hobel.
Ich rasiere mich damit vorsichtig weiter, lasse hierbei aber den Verletzungsbereich aus. Bei kleineren Schnittverletzungen rasiere ich auch über die eigentliche Schnittstelle, wobei ich die Rasurrichtung um 90o gedreht habe.
Austretendes Blut stille ich in der Regel mit saugfähigem Papier. Der Alaunstift wird seltener angewendet.
« Letzte Änderung: 28. Februar 2013, 01:27:47 von Standlinie » Gespeichert

Die Nachhaltigkeit einer gründlichen Nassrasur zeigt sich am nächsten Morgen an nur gering und gleichmäßig neugebildeten Bartstoppeln.
Rockabillyhelge
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NOS-Hunter, aka. Jäger des verlorenen Schatzes


« Antworten #1 am: 28. Februar 2013, 01:18:42 »

Also bei mir kommt es auf die individuelle Verletzung an, in der Regel sind es die üblichen Blutpunkte bei denen die Klinge (Hobel o. Messer)
ganz einfach einen Pickel mitnimmt oder die Spitze einer Unebenheit anderen Ursprungs.
Je nach Seife, Vorarbeit und Tagesform können diese Blutpünktchen mehr oder weniger ordentlich bluten, ich rasiere dennoch einfach drüber
und verwende erst vor dem AS einen Blutstillstift von Vergulde Hand aus NL, der für mich eine bessere Wirkung als der in DE erhältliche von
Wilkinson besitzt, reiner Alaunstein (Naturalaun) zeigt bei mir leider keine Wirkung.
Hört es nach dem Stillen nicht auf decke ich kurzfristig mit Toilettenpapierschnippseln ab, entweder vor oder nach dem AS.

Bei leichten Schnitten wie Ansatzcuts oder leichten ritzern verfahre ich wie bei den Blutpünktchen, lediglich bei tieferen Schnitten würde ich
dann drum herum rasieren und ggf. schon früher mit Blutstillstift oder Toilettenpapier arbeiten, habe mir aber zumindest im Gesicht noch keine Schnitte zugezogen, bisher hats nur die Finger erwischt.

Werde aber zur Intensivversorgung mir bald das Gel von Proraso zulegen und mich in der Apotheke nach Wundkleber (vergleichbar mit dem Kleber
der im KKH eingesetzt wird) erkundigen, zumindest falls mal wirklich was passieren sollte, was ich zugegebenerweise lieber verhindern als fördern möchte  Smiley
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Dorsalus d.Ä. sprach: Auch ein schöner Rücken kann Entzücken :-)
Piraten-Papa
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« Antworten #2 am: 28. Februar 2013, 01:34:56 »

Wenn sich die Blutung durch lautes fluchen und den Einsatz von Klopapier nicht stoppen lässt, nutze ich seal on blotters. Die Dinger sind mir lieber als Rasierstift oder Gel. Draufpappen und fertig.
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mikri
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Ich kann mit allen R41 rasieren


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« Antworten #3 am: 28. Februar 2013, 02:18:26 »

Also, wenn ich mich geschnitten habe wie hier
http://www.gut-rasiert.de/forum/index.php/topic,1956.msg394912.html#msg394912

Dann hilft nur noch Steri Strip mit vorhergehender korrekter Wundversorgung inkl. Desinfektion.

Kleinere Cuts, Blutpunkte, usw. Da rasiere ich weiter bis fertig, inkl. Frisch Einschäumen usf.
Danach kann i.d.R. Die Blutung mittels Gesichtswäsche mit möglichst kaltem Wasser zuverlässig gestillt werden.
Ist die Verletzung grösser und die Blutung lässt sich nicht stillen, dann hilft mir Proraso pre e dopo Barba weiter.
Ist auch das nicht zuverlässig, dann hilft nur Zeit und Abtupfen/Abwaschen bis es aufgehört hat.

Zuletzt ein schönes AS drauf und gut.

LG mikri
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Mit Verarzten dauert's länger

http://nassrasieren.blog
AndreasTV
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Schnörkellos & Unkompliziert, aber Effizient


« Antworten #4 am: 28. Februar 2013, 06:09:50 »

Ab & An hakt die Klinge bei Shavettenrasuren in einer alten Akne - Narbe ein  Augen rollen, dann kann der "Schlitzer" schon etwas Heftiger sein.
Mein Vorgehen:
Verletzter Bereich wird ausgespart während dieser Rasur, anschließend einfach Kalt abgewaschen / gesäubert und der klassische "Klopapier - Schnipsel" kommt auf die Wunde Daumen hoch.
Muss eventuell einmal Gewechselt werden innerhalb der ersten Stunde, dann nach ca. 1 Stunde vorsichtig abgezogen ist Alles wieder in Ordnung.

Da die eventuell auftretenden Keime, Bakterien etc. "Meine" sind desinfiziere ich Da nicht  Cool - und lebe noch Smiley.

MfG

Andreas
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Drei
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« Antworten #5 am: 28. Februar 2013, 07:12:12 »

Generell nach Verletzungen: Verwendung eines ASB, damit ich die betroffene Stelle gezielt aussparen kann. Denn wenn eine Verletzung mit einem AS in Berührung kommt, kann es sein, dass sich die Blutung nur noch sehr langsam stoppen lässt.

Schnitte: nach der Rasur gegen die Schnittrichtung zudrücken und belassen.
kleine Blutpunkte: Alaun. Nur eine Anwendung, dann trocknen lassen. Nach einer halben Stunde mit einem feuchten Wattpad vorsichtig die Umgebung reinigen. Haut nicht zu stark dehnen nicht direkt auf den Schorf gehen.
größere Blutpunkte: Proraso Blutstillgel
Coupierungen: Pflaster.

Bei der Folgerasur:
eher dünn einschäumen, einmal mit dem Finger auf die Verletzung tippen, so dass der Schaum dort weg und die betreffende Stelle gut sichtbar ist. Drumherum rasieren.
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KO_BE
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« Antworten #6 am: 28. Februar 2013, 10:21:12 »

Im Gegensatz zu den Vorrednern habe ich langjährige Rasurerfahrung und natürlich keine Schnittverletzungen.... Grinsend
Nur Schürfwunden..... Schockiert
Im Ernst: Es gibt bei mir eine Stelle zwischen Kinn und Unterlippe, wo ich mich ab und zu mal aus Unachtsamkeit mit dem Hobel schneide. Das ist dann wirklich eher so eine Art Schwürfwunde; Durchmesser in der Regel fast 1mm²  , also ziemlich groß; nicht tief aber blutend, blutend, blutend.
Da mache ich erst sofort kaltes Wasser drauf, dann Alaunstein drüber. Das führt zu Schmerzen und lässt die Blutung ein bischen weniger werden.
Dann rasiere ich vorsichtig drum herum. Zwischendrin kaltes Wasser, weil das Blut ja weiter läuft und ins Waschbecken tropft. Danach wird die Stelle mit Zeitungspapier (Schnipsel drauflegen) ausgetrocknet.
Alauntstein/stift sowie danach Zeitungspapier und vorher kaltes Wasser mache ich auch, wenn ich mal kleine Pickelchen/Pünktchen vom Rasieren habe.
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Der Mensch ist gut; nur die Leut´ sind schlecht (Nestroy)
perteges
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« Antworten #7 am: 28. Februar 2013, 10:40:36 »

Mit dem Hobel passier mit zu 99.99% nix, wenn dann kam da mal so über Nacht ein sehrspätpubertierendes Pickelchen was der Hobel dann wegmacht... 

Mit dem Messer kommt es schon mal vor.... vor allem wenn ich meinte das Messer müsste noch gar nicht geschärft werden. Mit nem frisch geschärften Messer
schhneide ich mich nie. Warum auch immer.

Wenn es mal passiert rasiere ich weiter, je nach Blutaustritt wird die Stelle ausgespart oder ignoriert und weiter drüberrasiert.

Meist hilft kaltes Wasser. Wenn nicht, kommt der Alaunblock ins Spiel. Dann ist Ruhe.

Klopapier brauchte ich noch nicht sooo oft - aber wenns denn gar nicht aufhören will, ein Schnipsel Klopapier drauf und gut.

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AMU
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Beschaffer !!


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« Antworten #8 am: 28. Februar 2013, 11:14:29 »

Meist hilft bei kleineren Cuts einfach KALTES WASSER, wenn das nicht zieht dann kommt A378 mit Septonex zum Einsatz. Wenn es ganz und gar nicht aufhören will kommt Klopapier drauf, bei Zeitungspapier wäre ich mir sehr unsicher, je nach Lagerung der Zeitung und Farbesorte kann das reines Gift sein.
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MfG Holger

http://rasiermesser.multiply.com
Auf_Messer_Umsteiger war doch gaaanz schön lang Smiley
Alaun
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« Antworten #9 am: 28. Februar 2013, 11:21:41 »

Der Cut wird ignoriert und weiterrasiert, auch mit rosa Schaum.
Kaltes Wasser und Alaunstein benutze ich immer nach der Rasur.
Wenn es dann noch heftig blutet, nehme ich nach dem After Shave diese "Seal on Blotters".
Zuerst die Blutung stoppen und dann das AS auftragen ist oft kontraproduktiv, da es verstärkt wieder zum Bluten kommen kann.
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Onkel Hannes
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« Antworten #10 am: 28. Februar 2013, 11:32:13 »

Ich mach es genau anders herum im Vergleich zu Drei: bei kleinen Blutungen kommt AS drauf, zwecks Desinfektion.

Generelles Vorgehen bei

- kleinen Blutungen/Pünktchen: AS, falls nötig Alaunstift, "Zigarette danach" (hat eine vasokonstriktive, d.h. gefäßverengende Wirkung)

- mittlere Blutungen: falls Schritt 1 nicht ausreicht, (sauberes!) leicht angefeuchtetes Klopapier und, falls nötig, Druck mit der Hand darauf

- tiefere Schnitte: hatte ich zum Glück noch nicht, aber da wäre meines Erachtens Druck mit einer sterilen Kompresse (aus dem Auto-Verbandskasten z.B.) sowie der Gang zum Arzt angebracht

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Lord Vader
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Dunkle Seite der Macht


« Antworten #11 am: 28. Februar 2013, 20:41:40 »

Bin da glaube ich Hardliner!

Kleinere Blutpünktchen kümmern mich nicht, einfach AS drauf und fertig. Leichte Cuts sind mir auch wurscht, da rasiere ich (natürlich in einem leicht veränderten Winkel) einfach weiter und drüber. Es ist bisher glaube ich nur ein oder max. 2x vorgekommen, dass eine Rasur abgebrochen werden musste, weil es zu krass geblutet hat. Das ist vor gut 3 Wochen mal passiert.

Zur Stillung habe ich dafür dann alles aufwarten müssen, was der Haushalt her gab (was aber nicht zu viel war). Also seit einer Ewigkeit mal wieder den Alaunstift vorgekramt, aber der hatte keine Chance. So kam das Klopapier zum Einsatz, das hatte zwar nur eine mittelmäßige Durchschlagskraft, aber irgendwann hörte es dann auf.

Bei der nächsten Rasur, die danach ansteht, wird in einem 90 Gradwinkel zur Unglücksstelle drüberrasiert, da ich mir einbilde, dass durch das Abtragen des überschüssigen Materials der Narbenbildung entgegengewirkt wird. Ab und an fängt die Stelle danach wieder an zu bluten, aber das kann dann sehr schnell gestillt werden. Bei kleineren Sachen passiert da i.d.R. nix. Sie sind bei dieser Prozedur dann innerhalb weniger Tage nicht mehr zu sehen!

Ich habe mir nach der Aktion von vor gut 3 Wochen vorgenommen, bei der nächsten Bestellung auch mal ein Blutstillgel o.ä. mitzubestellen, falls man mal wieder einen schlechten Tag hat.
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RavenNevermore
Gast
« Antworten #12 am: 28. Februar 2013, 21:22:15 »

My 2 Cents:

- Blutpunkte und kleinere abrasierte Pickel werden von mir übergangen. Die hören praktischer Weise automatisch auf zu bluten wenn ich mein Gesicht nach der Rasur mit kalten Wasser Wasche und mir dann Aftershave auftrage.

- Größere Pickel und kleinen Ritzern wird mit Alaunstift oder Blutstillgel von Proraso begegnet. Alaun bevorzuge ich allerdings, da neben der adstringierenden Wirkung ja auch eine Wachstumshemmende Wirkung gegenüber Bakterien gegeben ist.

- Für böse Cuts kommt dann eine Erstbehandlung mit einem kleinen Eiswürfel, kurz mit Alaunstift drüberstreichen und dann Klopapier drauf und warten das das Blut gerinnt. Die nächsten Tage spare ich diese Stelle auch von der Rasur aus oder lass die Rasur ganz sein. Hab es bei meinen ersten richtig bösen Cut nicht gemacht und habe seitdem eine Narbe, die aber meist von meinen Kotletten verdeckt wird. (Ja ich habe mein Lehrgeld mit Blut bezahlt....) Ein zweiter Cut verschwand spurlos, nachdem ich ihn die folgenden Tage ausließ und mir ein Gelpflaster von Hansaplast draufknallte. (War ein Versuch da mir eine Bekannte zu einer feuchten Wundheilung geraten hat.)

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Erdnuss
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« Antworten #13 am: 28. Februar 2013, 21:24:47 »

In der Regel ignoriere ich die Schnittverletzung, sollte es allerdings so stark bluten, dass der Schaum weggeschwemmt wird, benutze ich einen Alaunstein. Kurze Pause einlegen und weiter gehts. Mir passiert es fast ausnahmslos nur beim aufsetzen des Messers und nicht beim führen.
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Saubaer
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Cheerio!


« Antworten #14 am: 28. Februar 2013, 21:42:57 »

Alaunstift... oder -Stein. Letzterer ist nicht ganz so heftig bei gleicher Wirkung. Einige Stifte (Wilkinson) brennen fürchterlich. Aber Augen zu, kurz den Spiegel anschreien und dann geht's wieder. Selbst das schärfste Rasierwasser, danach aufgetragen, wirkt im Vergleich wie eine Beruhigungssalbe  Grinsend
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Wo wir sind ist vorn. Wenn wir hinten sind, ist hinten vorn! (unbekannt)
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