gut-rasiert
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Autor Thema: Die ultimative Schärfe...  (Gelesen 2803 mal)
moviemaniac
Gast
« am: 18. Juni 2008, 14:19:26 »

Hallo Jungens,

nachdem ich über eine gute Woche mit mir gehadert habe, ob ich gewisse Infos veröffentlichen werde oder für mich behalte, möchte ich ankündigen, dass ich meinen persönlichen Weg zur Überschärfe gefunden habe, ganz nach Altväter Sitte ohne Brimborium, Nahrungsmittel und Malfarben.

Ihr dürft schon mal Rätselraten, was es sein wird (gewisse Hinweise gabs ja schon....) - heute abend folgt dann die Auflösung von meiner Seite, die so manche Erkenntnisse vielleicht über den Haufen werfen wird...  Küsschen

bis denne,
Klaus
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Buddel
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« Antworten #1 am: 18. Juni 2008, 14:36:13 »

Lass mich raten, man bindet sich beim Ledern eine nackte Frau auf den Rücken, die in beiden Händen Pepperonie hält?
Schärfer gehts nimmer  Grinsend
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Mit dem Messer, rasiert sichs besser.
moviemaniac
Gast
« Antworten #2 am: 18. Juni 2008, 14:50:12 »

Knapp daneben ist auch vorbei Zwinkernd
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Bengall Reynolds
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« Antworten #3 am: 18. Juni 2008, 14:53:33 »

Uiuiuiui, ich bin schon gespannt auf den neuen Schritt durch´s Dimensionstor  Grinsend
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On a long enough timeline, the survival rate for everyone drops to zero.
Dullblade
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« Antworten #4 am: 18. Juni 2008, 15:23:25 »

ich meinen persönlichen Weg zur Überschärfe gefunden habe

Du meinst damit, dass Du nun weisst, wie ein Messer soo scharf wird, dass es nach dem ersten Zug über die Bartstoppeln sofort wieder stumpf wird, weil sich Dein überzüchteteter Grat sofort umlegt???  Grinsend

Das wusste ich schon, viel interessanter ist aber, wie es soo scharf ist, dass es prima rasiert und der Grat die Rasur durchhält.

Vielleicht spielst Du ja auf den Grat "abrasieren" an. So ähnlich war doch Deine letzte Friodur Erfahrung...
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moviemaniac
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« Antworten #5 am: 18. Juni 2008, 15:28:36 »

Mit deinem mittleren part bist du am Nähesten dran, Teil 3 ist ganz kalt Grinsend
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Matjes
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« Antworten #6 am: 18. Juni 2008, 16:01:02 »

Menno, dann spann uns nicht länger auf die Folter und rück die Infos raus. Sonst gibt's Klassenkeile!  Grinsend

Gruß
Matjes
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Ocrana
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« Antworten #7 am: 18. Juni 2008, 17:16:45 »

Klaus, ich bin gespannt.

Ich wußte doch immer, dass ich mit meiner Nagelfeile noch etwas anderes anfangen kann  Grinsend.

Nette Grüße, Ocrana
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Viele Grüße, Ocrana
Phobos
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Coito, ergo sum!


« Antworten #8 am: 18. Juni 2008, 18:02:57 »

Ich bin mir relativ sicher, dass ich es weiß, Klaus hat mir neulich mal was verraten....
Aber ich werd ihm die Show sicher nicht stehlen - sonst schärft er mir womöglich mein Iwasaki nicht  Grinsend
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Werbefläche zu vermieten
Lord Vader
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« Antworten #9 am: 18. Juni 2008, 18:58:23 »

ich tippe auf einen japanischen naturstein mit einer körnung jenseits von 100 000, den es für deutlich unter 2 000 euro im hinterletzten winkel von japan gibt Lächelnd leider werden wir diesen nie bekommen...
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Michl
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Holz hat Zukunft!!!


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« Antworten #10 am: 18. Juni 2008, 19:04:15 »

also bei altväter-sitte musst ich irgendwie an nen nackten baby-a.... zum abziehen denken Augen rollen
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"Der Bart sollte, als halbe Maske, polizeilich verboten sein. Zudem ist er, als Geschlechtsabzeichen mitten im Gesicht, obszön: daher gefällt er den Weibern." - Arthur Schopenhauer
moviemaniac
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« Antworten #11 am: 18. Juni 2008, 19:08:45 »

Der Herr Vader ist gar nicht so weit weg von der Lösung - ich fang dann mal zum Tippen an Zwinkernd
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moviemaniac
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« Antworten #12 am: 18. Juni 2008, 19:15:44 »

VORWORT

Die nachstehend beschriebene Methode, bzw. die Utensilien, die Messer zu schärfen, stellt einen im wörtlichen Sinne Glücksfall dar. Ich kann von der Schnellschuss-Nachahmung nur abraten, weil es mit ziemlicher Sicherheit in die Hosen gehen wird. Wer sich aber dennoch darüber stürzen will, der soll besser mich vorher kontaktieren und ich kann euch helfen, an die richtigen Utensilien zu gelangen.

Außerdem: Ich möchte hiermit keinesfalls andere Methoden schlechtreden. Es gibt 1000 Wege, zum Ziel zu gelangen, alle haben ihre Berechtigung. Was ich hier vorstelle, ist nur eine weitere, alternative, wenn auch gar nicht weit abweichende Möglichkeit, Messer zu schärfen. Diese wird nicht jedem liegen, der Geldeinsatz ist größer als für einen normalen Abschlussstein, wenngleich auch das Ergebnis grandios ist. Ich bitte auch darum, wenn ich manche Dinge anders mache, als sie jedem Neuling eingebläut werden, diese mir durchgehen zu lassen und mich nicht mit blöden Kommentaren niederzumachen, weil ich manche als scheinbar essentiell angesehene Schritte nicht durchführe, weil sie hier einfach nicht nötig sind. Wiederum, nur, weil ich manche Dinge nicht mache, heißt es nicht, dass ich sie schlecht finde!

So, dann mal los mit Teil 1...
« Letzte Änderung: 18. Juni 2008, 19:54:55 von moviemaniac » Gespeichert
moviemaniac
Gast
« Antworten #13 am: 18. Juni 2008, 19:23:50 »

1.) Die Vorarbeit

Das Messer wird ganz normal auf dem 1000er und einem 4000er (synthetischer Stein, Tam O' Shanter, Dalmore Blue, BBB....) durchgeschärft. Keine besonders abweichenden Schritte.

2.) Vorwort zu den Natursteinen

Hier fängt der schwierige Teil an: Ich benutze drei aufeinander folgende japanische Natursteine, die in genau dieser Kombination perfekt zusammenarbeiten. Japanische Natursteine sind von Stein zu Stein unterschiedlich - keine zwei gleichen sich, und das ist die Schwierigkeit, warum ich von Nachahmung abrate. Nur wer weiß, worauf er sich einlässt, sollte diesen Weg beschreiten - es gibt einfachere und schnellere Methoden, die Messer zu schärfen!
Japanische Natursteine braucht man gar nicht versuchen, in Europa zu kaufen. Spätestens, wenn du die Frage stellst, ob die jetzt für Weiß- oder Blaupapierstahl geeignet sind, steigt jeder Händler aus. Man muss also Glück haben und einen erfahrenen Europäer erwischen oder auf japanische Sammler zurückgreifen, die jeden Stein kennen. So weit zur Vorrede.

3.) Der erste Stein



Nach der Durchschärfung auf dem 4000er kommen die Messer auf den ersten Natur-Japaner, ein Narutaki, dem zweithärtesten japanischen Naturstein. Dieses Exemplar habe ich über einen Tausch mit einem Australier bekommen. Er ist etwas weicher, greift dafür auch gut an und ist von sehr guten Ausmaßen um damit zu arbeiten. Die Facette ist danach etwas mattiert. Schon hier muss äußerste Konzentration angewandt werden, die Facette muss 100%ig genau geschärft werden. Nach diesem Stein ist die Facette feiner als bei einem 8000er, normalerweise würde Chromoxid und Leder reichen...
« Letzte Änderung: 18. Juni 2008, 19:30:56 von moviemaniac » Gespeichert
moviemaniac
Gast
« Antworten #14 am: 18. Juni 2008, 19:30:40 »

4.) Der zweite Stein



Der zweite japanische Naturstein ist ebenfalls ein Narutaki Honyama (wobei Honyama heutzutage für "Finishing-Stein" missbräuchlich verwendet wird...). Er ist härter als der erste und wesentlich feiner. Ich würde ihn in die Gegend von 15.000 schätzen. Er ist das allerwichtigste Bindeglied in der Kette. Statt dem ersten Japaner ließe sich noch ein GBB einsetzen, dieser hier ist aber unersetzbar. Durch seine Härte arbeitet der Stein sehr, sehr langsam. 100 Schübe braucht es, bis ein Messer "durch" ist. Auch hier braucht es perfekte Konzentration, schlampige Arbeit wird hinterher bestraft. Normalerweise würde dieser Stein schon als Overkill oder als das Höchste der Gefühle gelten, aber ich gehe noch eine Station weiter...
« Letzte Änderung: 18. Juni 2008, 19:56:50 von moviemaniac » Gespeichert
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