gut-rasiert
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Autor Thema: Galvanisieren ?  (Gelesen 15965 mal)
titanus
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« Antworten #105 am: 03. Juni 2015, 15:12:42 »

Ich habe hier eine XRF Analyse einer meiner Münzen aus dem 3. Jhd. nach Chr.
Und zwar eine Vasu Deva III aus dem Kushanreich.
Im Kushanreich selbst gab es keine Goldvorkommen allerdings jede Menge römisches Gold auf dem Rückweg der Seidenstraße.
(Gold diffundiert in reichen Staaten immer in die Peripherie...)
96,8% Au
2,8% Cu
0,2% Ag
0,2% Fe
was sehr genau an Analysen römischen Goldes herankommt und sicher an der Oberkante dessen liegt, was als Münze sinnvoll war.


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Es ist sinnlos, von den Göttern zu fordern, was man selber zu leisten vermag.

Epikur
nero
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« Antworten #106 am: 03. Juni 2015, 15:29:10 »

Wie bereits vermutet wurde dem Gold einfach etwas Kupfer beigemischt.
Weißt Du, ob diese Münzen damals getempert wurden?
Dadurch hätte man die Härte noch etwas steigern können, aber auch nur relativ zum Feingold und die Legierung hätte weniger stellenwert an höhere Härte, als die Wärmebehandlung.
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Löppt!
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« Antworten #107 am: 03. Juni 2015, 16:12:59 »

Topic???
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titanus
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« Antworten #108 am: 03. Juni 2015, 16:25:15 »

Ja. Es geht um die Härte von Goldbeschichtungen.
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Epikur
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« Antworten #109 am: 09. Juni 2015, 22:19:07 »

Um wieder auf Rasierhobel zu kommen: Schwarzrhodium ist ja durchaus interessant, allerdings tauchen dann sofort rudelweise diese Blech-TTO á la Parker oder Chinatimor vor dem geistigen Auge auf. Ist das Schwarzrhodium oder ganz andere Baustelle?
Gibt es einen käuflich zu erwerbenden Rasierhobel bei dem halbwegs gesichert ist, dass er schwarzrhodiniert und nicht verchromt o. ä. ist?
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nero
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« Antworten #110 am: 09. Juni 2015, 22:37:23 »

Meiner Meinung nach bestehen die "Gun Metal" Timore oder Timors etc. aus Schwarzchrom, weil es billiger ist.
Ja, sowas gibt es auch, etwas Lektüre dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/Chromelektrolyte

Leider kenne ich keinen schwarz-rhodinierten Hobel, der serienmäßig gefertigt wird.
Aber vielleicht hilft Dir dieser Vergleich weiter:

Ein verschwarzchromter Fatboy:
http://restoredrazors.com/blog/wp-content/uploads/2013/01/bc-fatboy1s.jpg
Zu finden auf: http://restoredrazors.com/blog/gallery/replating-examples/

vs.

Und ein (angeblich) schwarz-rhodinierter Hobel:
https://www.pinterest.com/pin/520869513127099197/


Als wären diese Unterschiede nicht schon marginal genug, sage ich Dir, es gibt sogar schwarze Nickelbeschichtungen:
http://www.kanigen.eu/de/beschichtungen/schwarz-nickel/
+ kleine Lektüre:
http://de.wikipedia.org/wiki/Nickel%28III%29-oxid

Die Nickelbeschichtungen scheinen jedoch eher matt zu sein.

Bei der Anzahl an Beschichtungsmöglichkeiten, sollte man wirklich mal einen professionellen Beschichter/Galvaniseur aufsuchen und sich alle Möglichkeiten, am besten mit Mustern versehen auflisten lassen.
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Löppt!
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« Antworten #111 am: 09. Juni 2015, 22:59:37 »

Jep, Betriebe in der Nähe habe ich auch schon erfolglos gesucht Traurig In München scheint es besser zu sein, evtl. schaffe ich es dort mal.
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« Antworten #112 am: 25. Juni 2015, 09:12:39 »

Inzwischen habe ich von allen Galvanisierbetrieben eine Antwort bekommen. Die Antworten waren (sowohl im Inhalt als auch in der Professionalität der Form) äußerst unterschiedlich und stimmten mich zuletzt sehr hoffnungsfroh - leider ist jetzt wieder alles zurück auf Los.

Da für das zu galvanisierende Objekt individuelle Halterungen gebaut werde müssen, ist die Erstbemusterung immer sehr teuer. Da ist unter EUR 300 kaum was zu machen. Ein sehr erfahrener und sympathischer Galvanisierbetrieb hat mir aber angeboten, kurzfristig das Teil in eine nächste Woche zu beschichtende Charge mit reinzunehmen, der Preis war immer noch gesalzen aber nur ein Bruchteil des regulären Preises. Da habe ich sofort zugesagt, allerdings hat der Chef erst nachher meine Beschreibung gelesen, dass der Hobel aus Messing ist. Das ist im Hochtemperatur-Vakuum nicht mehr stabil und müsste erst vernickelt werden. Das heißt zunächst in einem anderen Betrieb vernickeln lassen, dann zur PVD-Beschichtung bringen. Für die genannte Charge dann natürlich zu spät und insgesamt wird es dadurch natürlich grenzwertig aufwändig.
Bei Edelstahl wäre alles kein Problem, den könnte man direkt PVD-beschichten.

Für mich und den Wolfman bedeutet das erstmal "Denkpause" und ich frage nochmal bei konventionellen Galvanisierbetrieben an.

Wer sich für eine an sich sehr verlockende PVD-Beschichtung interessiert, der sollte also bei der Auswahl des Grundmaterials gleich auf Edelstahl gehen. Das ist natürlich ein Stückchen teurer als Messing aber man spart sich die Nickelschicht.
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nero
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« Antworten #113 am: 25. Juni 2015, 13:16:13 »

Ging es denn bei all Deinen Anfragen um PVD-Beschichtungen und um welchen Beschichtungswerkstoff ging es, Titannitrid?
Es gibt auch einige Firmen, die Niedertemperatur PVD-Beschichtungen durchführen. Diese Art der Beschichtung wurde eigens für Werkstoffe, die nicht allzuhohen Temperaturen ausgesetzt werden dürfen entwickelt, damit soll es möglich sein Messing oder auch Aluminium direkt zu beschichten, die Frage ist natürlich welche Werkstoffe als Beschichtung dabei zur Verfügung stehen.
(http://www.eifeler-austria.com/pvd_beschichtung/#.VYviD0bjJfY)
(http://www.pvd-beschichtungen.net/pvd-beschichtung.php)
Möglicherweise hast Du hier ja bereits angefragt.

Was die Preise angeht, da wird dann schnell mit "Einzelanfertigung" alles mögliche verbunden, wie neue Aufhängung usw. usf. Das treibt den Preis dann hoch.
Wie einfach man allerdings Werkstücke für PVD Verfahren aufhängen kann sieht man hier ganz gut:
https://www.youtube.com/watch?v=FKG4-RlQCS8

Ich weiß nicht, was die für Forschungsarbeit betreiben müssen, um einen Draht dreimal zu biegen, aber ich will da jetzt auch kein Fass aufmachen.
Da spielen natürlich die eigenen Richtlinien und Vorgaben der Firma eine Rolle und diesen Ofen macht man immer für mehrere Werkstücke an, wenn dann eine schlechte Lagerung eines Hobelkopfes dafür sorgt, dass die ganze Charge versaut ist, ist das Gemecker groß.


Ansonsten hast Du ja immer noch die Möglichkeit einer "konventionelleren" Beschichtung, wie bspw. Schwarz-Rhodium und was für alles schon besprochen haben.

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therro
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« Antworten #114 am: 25. Juni 2015, 16:33:06 »


...Das Hellgelb vom SISTRAL.platinum-beschichten wäre definitiv meine Hobelfarbe.
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ingwio
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« Antworten #115 am: 11. Januar 2017, 11:04:11 »

Hallo,
ich bin neu hier auf dieser interessanten seite Daumen hoch

zum Thema Tuning hab ich sowas gefunden, sehr schöne Sachen, nur leider für uns zu teuere Versandkosten.

http://www.deltaechorazors.bigcartel.com/category/made-to-order-razors

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Gugulugu
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« Antworten #116 am: 19. Januar 2017, 15:20:39 »

Hat es schon einer von euch probiert selbst zu Galvanisieren mit den Produkten von Tifoo wurde es gern selbst mal ausprobieren ...
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Monty
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« Antworten #117 am: 19. Januar 2017, 15:35:01 »

Ich bin am überlegen, allerdings eher die elektrische Variante - bei http://www.ferroinstant.com/ gibt es nette "Software" - mal nicht in Literflaschen, wenn man nicht braucht... Und ne Anode und ein Stromgeber findet sich schon...
Schau mer mal... fang damit aber erst mitte Februar an...
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Gugulugu
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« Antworten #118 am: 19. Januar 2017, 15:50:31 »

Dann gib mal Feedback würde mich sehr interessieren !  Bin am überlegen mir so ein Set zum Galvansieren zu kaufen
Ich möchte gerne die Tauch/Bad Variante ausprobieren.
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Double_Edge
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« Antworten #119 am: 21. Januar 2017, 00:08:09 »

Hat es schon einer von euch probiert selbst zu Galvanisieren mit den Produkten von Tifoo wurde es gern selbst mal ausprobieren ...

Jupp und auch mit Produkten andere Anbieter. Funktionert super, Tifoo kann ich nur empfehlen. Aber bitte nicht die chemischen Galvanik-Produkte wählen, es sei denn Du stehst auf matte Oberflächen. Glänzende Flächen bekommst Du am besten elektro-galvanisch.
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