gut-rasiert
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Autor Thema: eine Schärfanleitung  (Gelesen 52151 mal)
Senser
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« Antworten #15 am: 05. Mai 2008, 13:49:00 »

Am problematischsten beim Schleifen ist wohl das Thema Druck. Jeder schreibt uns sagt ganz ohne Druck, aber wirklich ganz ohne Druck geht es nicht. Interessant ist, dass Senser zumindest teilweise auf den Bildern erkennbar, den Finger direkt auf der Schneidkante, der FAcette aufsetzt. Ich mach das seit kurzem auch so. Damit kann ich schon ein wenig Druck auf die Schneide und zwar nur auf die Schneide ausüben und man spürt merklich wie der Stein arbeitet.  Ich drücke dabei wirklich auf und sogar vor die Schneide auf den Stein, ich drücke nicht im mittleren KLingenbereich, was die KLinge druchbiegen lässt, ohne Stein würde ich mir dabei die Finger aufschlitzen. Seit ich das mache, sind meine Schleifergebnisse besser geworden. Gibts noch welche, die das auch machen?

Gut beobachtet und natürlich hast du auch recht. Trotzdem habe ich bewußt die Formulierung " ohne Druck " gewählt. Diese Anleitung soll einem Anfänger ein Leitfaden sein. Und zwar so lange, bis er ein Gefühl für diese Arbeit entwickelt hat. Wie soll ich es anders beschreiben? 10 Gramm Druck? das Gewicht der Finger? Keine Ahnung.
Ich denke, wenn ich schreibe " ohne Druck" bleibt immer noch genug davon übrig.
Ähnlich wie in dem Chefspruch: " Nicht geschimpft ist genug gelobt"  Grinsend Grinsend
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Platzger
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« Antworten #16 am: 05. Mai 2008, 13:57:31 »

Senser, DAS ist jetzt wirklich eine Klasseanleitung. Sowas ist für jeden Anfänger Gold wert Lächelnd
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Good, cheap, beautiful - pick only two
UbuRoy
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« Antworten #17 am: 05. Mai 2008, 14:29:47 »

                                                                                   

Wie auch immer, diesen zweiten Schneidwinkel kann man nur mit der Lupe sehen, und zwar als ganz feine Linie, eine Art Korona an der Schneiden Spitze. Manch Leute können diesen zweiten Winkel auch hören…. Sorry ;-)

Natürlich bringt es nix, mit dem Ohr an der Klinge zu horchen, obs scharf ist ;-)

Es ist eher ein fühlen, denn dazu tippst Du ganz sachte von oben auf die Schneidkante.
Es ergibt sich je nach Schärfegrat ein ganz charakteristisches Gefühl und Geräusch. Unmöglich zu beschreiben, aber nach langen und ausgiebigen Schärforgien kommst Du von allein dahinter. Man muss auch hier ein Gefühl dafür entwickeln.
Ich finde das erheblich einfacher, als mit der Lupe, denn schärfe kann man eher fühlen als sehen.

Aber wie der gute Senser schrieb: Ein jeder nach seiner Facon. Übrigens, was das Horchen angeht: Es ist auch möglich, anhand des Geräusches beim Abziehen auf dem Pastenriemen oder Lederriemen zu "erhören", ob das Messer soweit ist oder nicht...
Auch das lässt sich auf die beschriebene Art erfühlen.

Fühlt und hört es sich nicht richtig an, brauche ich den Haartest gar nicht erst versuchen. Im Gegenschluß klappt der Haartest zu über 90% einwandfrei, wenn ich meine zu hören oder zu fühlen, ob ich fertig mit dem schärfen bin oder nicht.

Funktioniert einwandfrei bei einigen hier, bei mir auch.

Ignoriert das also einfach oder nehmt es als Zusatz zu der ausführlichen Beschreibung vom Onkel Senser.

Hauptsache die Dinger werden scharf.
Wie auch immer...
« Letzte Änderung: 05. Mai 2008, 14:33:45 von UbuRoy » Gespeichert
Iltis
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« Antworten #18 am: 05. Mai 2008, 14:36:36 »

Ähnlich wie in dem Chefspruch: " Nicht geschimpft ist genug gelobt"  Grinsend Grinsend

In diesen Sinne ist diese Anleitung OK, wenn man sowas mag... Grinsend Grinsend Grinsend

Grüß

Iltis
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de gustibus, aut bene aut nihil
Prince Denmark
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« Antworten #19 am: 05. Mai 2008, 15:16:05 »

Tausend Dank, Senser! Solch mühsame und liebevolle Arbeiten sind die Grundpfeiler eines Forums. Chapeau! Smiley
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Bengall Reynolds
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« Antworten #20 am: 05. Mai 2008, 18:55:26 »


Sollte diese Anleitung nicht irgendwie fixiert werden?
So ganz ohne Kommentationsmöglichkeiten....
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On a long enough timeline, the survival rate for everyone drops to zero.
formaldehyd
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« Antworten #21 am: 05. Mai 2008, 21:24:45 »

Da steckt Arbeit dahinter!! Auch von mir dickes Lob!! Ist wirklich schön illustriert und verständlich dokumentiert.
Wie schon gesagt wurde, jeder hat seine Technik, aber man kann immer was lernen.
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Eugen Neter
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« Antworten #22 am: 05. Mai 2008, 21:28:31 »

Jürgen, ich bin zwar nur gelegentlicher Messer-Anwender, aber Deine Anleitung ist wahrhaftig großartig - danke! Lächelnd
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Senser
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« Antworten #23 am: 05. Mai 2008, 22:24:42 »

Vielen Dank Mädels
Ich fühle mich schwerstens gebauchpinselt. Und zwar mit einem ganz dicken "Best badger silver tip haute montagne haste nicht gesehen"
Gruß Senser
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kimeter
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« Antworten #24 am: 05. Mai 2008, 22:38:35 »

Tausend Dank, Senser! Solch mühsame und liebevolle Arbeiten sind die Grundpfeiler eines Forums. Chapeau! Smiley


Richtig! Solche Beiträge sind einfach klasse. Vielen Dank Senser!!!
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JoeHonil
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don't mind the dog, beware of the holder.


« Antworten #25 am: 06. Mai 2008, 00:54:11 »

Danke Dir für die Mühe, die Du Dir gemacht hast. Für Einsteiger wie mich, sind solche toll dokumentierten Informationen fast unbezahlbar.
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Gustavo
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« Antworten #26 am: 09. Juni 2008, 14:28:25 »

Danke, Senser,
so was habe ich immer gesucht. Klar, deutlich und übersichtlich. Wirklich Klasse!

Aber eine Frage (an alle) würde ich gerne gleich noch anschließen: Ich habe irgendwo gelesen, man bräuchte nicht zwingend mit einem Anreiber Schleifschlamm herstellen. Stimmt das?
Du hast ja beschrieben, dass Du als Anreiber einen Nagura verwendest. Gibt's denn da nur eine Sorte oder hast Du für jeden der Steine einen anderen Anreiber - also mit verschiedenen Körnungen?
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Senser
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« Antworten #27 am: 09. Juni 2008, 18:48:13 »

@Gustavo
Neulich schrieb Matjes, dass er mal gehört hätte, dass man auch mit Kreide anreiben könne. Hab ich natürlich ausprobiert. Das geht auch bei einem 1000er, 2000er und 4000er. Dann hört der Spass auf, weil die Korngröße der Kreide vermutlich genau in die Poren der feineren Stein passt, bzw. vielleicht sogar größer ist als die Poren. In diesem Fall käme die Schneide gar nicht mehr bis auf den Stein. Das Gefühl hatte ich jedenfalls, denn es tat sich schärftechnich überhaupt nichts mehr.
Es macht aber auch preislich keinen Sinn, denn der Nagura, den ich benutze ist nun schon fast 2 Jahre alt und immer noch kaum verschlissen. Das Kreidestück hat 1,40 € gekostet und verbraucht sich natürlich sehr schnell.
Die Thüringer Steine werden mit Anreibern ausgeliefert, die aus dem gleichen Material sind, wie der Hauptstein. Diese Anreiber sind abwärtskompatibel, was aber auch wieder keinen Sinn macht. Ich arbeite bis hoch zu 10.000er Körnung immer mit dem Nagura.
Und ich arbeite auch "immer" mit Schleifschlamm, denn ich möchte ja schließlich so effektiv wie möglich mit dem jeweiligen Stein arbeiten. Ohne Schleifschlamm ist zwar sanfter, macht aber in meinen Augen keinen Sinn, denn an der Körnung wird dadurch nichts verändert, nur an der Effizienz. Das liegt daran, dass sich die Poren immer mehr zusetzen, und das Schleifkorn schließlich nicht mehr hervorsteht und dadurch auch nicht mehr schleift, schneidet.
Der Nagura sorgt immer für offene Poren und damit für optimalen Biss.
Ich hoffe das hilft dir weiter
Gruß Senser
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Gustavo
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« Antworten #28 am: 10. Juni 2008, 11:44:25 »

Danke Senser,
jetzt habe ich es verstanden. Überhaupt habe ich von Deiner Schärfschule viel gelernt.
Viele Grüße,
Gustavo

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Dullblade
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« Antworten #29 am: 10. Juni 2008, 11:50:42 »

Ich reibe an, spüle aber dann den Schlamm weg. Besonders beim Thüringer ergibt Schlamm ein anderes Schleifbild als ohne. Mit Schlamm satinierter, ohne Schlamm polierter. Ich schleife deshalb die letzen Züge auf dem Thüringer mit komplett freigeriebenen und abgespültem Stein.
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