gut-rasiert
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Autor Thema: eine Schärfanleitung  (Gelesen 44766 mal)
titanus
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« Antworten #120 am: 27. M?rz 2015, 17:40:28 »

Ich frage mich immer, ob Mann sich das wirklich antun muß.

 Huch

 Daumen runter

titanus
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Es ist sinnlos, von den Göttern zu fordern, was man selber zu leisten vermag.

Epikur
Norsad
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« Antworten #121 am: 30. April 2016, 03:59:45 »

Moin,

doofe Frage vielleicht, aber braucht man die 2 Kombisteine 800/5000 und 3000/8000 oder würde der 800er Kombistein schon genügen, wenn man noch nie "professionell" geschliffen hat?
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Sparschäler reloaded
Globaler Moderator

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Dieses Bild gibt meinen Typ wieder.


Re:
« Antworten #122 am: 30. April 2016, 09:07:25 »

Nee, der 800 ist nicht fein genug. Der ist für's Grobe. Dennoch ist das der Stein für den wichtigsten Schritt: Damit setzt Du die Facette, die du dann mit immer feiner werdenden Körnungen polierst, bis die Schneide rasurbereit ist. Die Antwort auf Deine Frage nach den Kombisteinen lautet: Ja, Du brauchst alle.
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Grosser
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Re:
« Antworten #123 am: 30. April 2016, 12:57:06 »

...und darüber hinaus noch einen Abschluss-Stein. Alter Thüringer, Japaner, Naniwa 10k oder oder oder
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Viele Grüße, Christoph
hansgruber2
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« Antworten #124 am: 06. Juli 2016, 19:44:38 »

Ist, ausgehend von Sensers Empfehlung der 800/5000 + 3000/8000 Kombination, ein so feiner Stein wirklich notwendig oder eher Teil des "obeswohlnochbessergeht Virus"?

Nebenbei: Vielen Dank für die ausführliche Anleitung Senser! Die wird mir sicherlich noch gute Dienste leisten!
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Senser
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« Antworten #125 am: 09. Juli 2016, 11:17:22 »

Hallo,
schau mal hier rein:   http://www.gut-rasiert.de/forum/index.php/topic,31754.0.html

Gruß Senser
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lubob
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« Antworten #126 am: 30. Oktober 2016, 18:13:23 »

Vielen Dank an Senser und all die anderen hier mit ihren bodenständigen Beschreibungen. Ich habe vorgestern zum ersten Mal ein Rasiermesser geschärft und dank Euch ging das auf Anhieb völlig problemlos von statten.

Um anderen Mut zu machen, hier ein kleiner Erfahrungsbericht:

Meine bisherige Schärferfahrungen umfassten ausschließlich Küchenmesser mit einem 5€-Ikea-Schärfgerät und einem Wetzstahl. Als Einsteiger in die Rasiermesserschärferei kam bei mir nach dem Lesen vor allem der entsprechenden Beiträge im Nachbarforum ungefähr folgendes an: Es handelt sich beim Schärfen von Rasiermessern um eine Geheimwissenschaft, die jahrelange Übung braucht und ohne Mikroskop und ohne magische Steine und Sprays wird das nie etwas...

Nachdem ich dann hier auf die Beschreibung von Senser und die nachfolgenden Beiträge gestoßen bin, sah das schon ganz anders aus.

Zwei Sachen sind bei mir hängen geblieben:

- Sensers Aussage, dass die Hauptarbeit auf dem 1000er gemacht wird und der Rest nur polieren ist.
- Diverse Kommentare von Leuten, die schrieben, dass "viele Wege nach Rom" führen.

Und so ging es aus:

Ich habe mir mein GD66 genommen, dass ziemlich stumpf war. Es hatte kleine Scharten von vielleicht 0.05 mm im mittleren Teil der Klinge und war so stumpf, dass ich damit nicht mal mit kratzen / schaben Haare am Unterarm weg bekommen habe.

Nach dem lesen der ganzen Diskussionen darüber, ob es sinnvoll ist, den Rücken abzukleben oder nicht und ob das die Steine verklebt oder nicht, dachte ich, ich versuche es einfach mal. Also wurde der Rücken mit normalem Isolierband abgeklebt und ab ging es auf den 1000er Naniwa SS.

Bei meinen ersten Versuchen mit Klinge über den Stein ziehen hatte ich das Gefühl, dass das gar nichts bringt. Dann habe ich es mit schieben versucht, aber das war auch nicht so das wahre. Dann habe ich angefangen, ein paar Minuten lang zu experimentieren. Einhändig, zweihändig, ganz gerade, in leichten Bögen ...

So  ganz genau kann ich auch nicht sagen, was mein Kriterium war. Ich würde es am ehesten als "suchen, was sich gut anfühlt" beschreiben.

Wie dem auch sei, nach etwa 10, 15 Minuten hatte ich meine Technik gefunden: Einfach auf gerade Weg vor und zurück. Die Finger hatte ich sanft aber bestimmt auf der Schneide, eher in Richtung Kopf, um über den Druck dem Gewicht des Griffs entgegen zu wirken.

Auf dem Stein bildeten sich dann gleichmässige Schleifspuren (das konnte ich auch sehr gut durch den Druck der Finger beeinflussen), auf der Facette bildeten sich schöne gerade Schleiflinien und mithilfe der Lupe (20x von Eschbach) konnte ich leicht sehen, wie die Mikro-Scharten kleiner wurden.

Um es mir einfacher zu machen, habe ich in kleiner werdenden Intervallen geschärft. Also eine Seite 20 mal, dann die andere 20 mal. Dann 10/10, 5/5, 3/3, 2/2, 1/1.

Wegen der Mikroscharten habe ich am noch ein paar mal die letzten kleinen Sequenzen wiederholt und dann war gut. Als die Mikroscharten schließich ganz verschwunden waren, war auch der Haartest über die gesamte Klingenbreite bereits problemlos möglich.

Danach ging es ans polieren. 5000, 8000, 10000, bis keine Riefen mehr zu sehn waren und die Facette schön glänzte. Da habe ich dann gemerkt, dass man eigentlich nicht mal eine Lupe braucht Wenn man in sehr gutem Licht (Schreibtischlampe) die Facette hin- und her dreht, sieht man die vom 1000er verursachten Riefen bzw. deren weniger-werden beim Polieren auch mit bloßem Auge. Ich würde die Lupe aber trotzdem empfehlen, sie gibt einem doch erheblich mehr Sicherheit.

Das Klebeband am Rücken hat sich übrigens nicht nur nicht aufgelöst, sondern hat überhaupt keine nennenswerten Beschädigung erfahren. Was mich nach ein paar Minuten aber auch nicht mehr gewundert hat. Schließlich übt man auf dem Rücken ja keinen Druck aus, da liegt ja fast nur das Eigengewicht des Messers auf.

Danach habe ich das GD noch mal ca. 50 mal je Seite auf dem Stoffgurt abgezogen und dann noch mal genau so viel dem Leder. Jetzt hat das Messer die Haare auf meinem Unterarm über die gesamte Klingenbreite in der Luft abgeschnitten. Und dann erst die Rasur ... genial!

Mag sein, dass man mit jahrelanger Erfahrung noch ganz andere Schärfen hin bekommt, aber ich kann nur sagen: Für mich war das so schon mal ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis.

Vielen Dank nochmal für eure praxisorientierten Hinweise, die mir die Zuversicht gegeben haben, dass man auch als Normal-Mensch einfach mal anfangen kann.

Der einzige Tip, den ich als Anfänger anderen Anfängern vielleicht geben könnte, ist: Vergesst die Uhr. Ich habe für mich gleich zu Anfang gemerkt, dass es ein Fehler wäre, schnell fertig werden zu wollen. Aufmerksam sein und sich auf Material und Werkzeug einzulassen und dem Bewegungsablauf nachzuspüren, scheint mir der Schlüssel zu sein.

Scharf wird das Messer dann von ganz alleine.
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alvaro
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« Antworten #127 am: 30. Oktober 2016, 19:12:12 »

Schöner Bericht.
Ich habe vergleichbare Erfahrungen gemacht.
Man muss ohne Angst (aber am besten nicht mit dem besten Messer Lächelnd) an die Sache ran gehen.
Die Sache mit der Uhr stimmt zu 100% einfach die Zeit vergessen
Erst einmal üben und den richtigen Weg für sich selbst suchen.
Ich war sehr überrascht wie schnell es einem gelingen kann ein annehmbares Ergebnis zu erzielen.
Ich hatte das Glücke meine Messer von einem erfahrenen Mitglied des Forums testen zu lassen.
Das hat mir zusätzliche Sicherheit gegeben.
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Senser
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« Antworten #128 am: 31. Oktober 2016, 15:35:47 »


.... Aufmerksam sein und sich auf Material und Werkzeug einzulassen und dem Bewegungsablauf nachzuspüren, scheint mir der Schlüssel zu sein.

Scharf wird das Messer dann von ganz alleine.

Find ich super. Da hat jemand sehr aufmeksam gelesen und gleich erfasst worauf es ankommt.

.... im Nachbarforum ungefähr folgendes an: Es handelt sich beim Schärfen von Rasiermessern um eine Geheimwissenschaft, die jahrelange Übung braucht und ohne Mikroskop und ohne magische Steine und Sprays wird das nie etwas...


Schreiben die das wirklich? Was für ein Blödsinn. Sowas können nur Leute behaupten, die Ihre Finger zuvor nur zum Nasebohren benutzt haben.  Grinsend
Gruß Senser
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