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Autor Thema: Elektrischer Haarschneider  (Gelesen 17335 mal)
Onkel Hannes
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« am: 04. Mai 2010, 12:16:17 »

Aus gegebenem Anlaß (ein Gesuch im Marktplatz) fühle ich mich genötigt, mal hier von meinen Erfahrungen mit elektrischen Haarschneidemaschinen zu berichten.

Ich habe mehrere leidvolle Erfahrungen mit solchen Teilen gemacht.

Der erste war ein relativ teurer mit Akku einer renommierten, bekannten Marke (ich werde später zusammenfassend herabwürdigende Worte verwenden, daher nenne ich sie nicht). Ich glaube so um die 120 Euro. Der Akku hat stets mitten unterm Haare schneiden aufgegeben, und das Ladekabel rutschte ständig raus. Nach kurzer Zeit war der Billigst-NiCd-Akku defekt, das Gehäuse nicht beschädigungsfrei zwecks Austausch zu öffnen. Ich habe dann mit Panzerband das Ladekabel befestigt und immer mit dem (zu kurzen) Kabel gearbeitet. Irgendwann hat er (nach keinen 20 Benutzungen) aufgehört, vernünftig zu schneiden. Mitten unter dem Haarschnitt übrigens. Tonne.

Der zweite, diesmal mit Kabel, wieder derselben Marke und mit rund 80 Euro der billigste, hat von Anfang an niemals vernünftig geschnitten. Ist beim dritten oder vierten Versuch einem Wutanfall erlegen (am Kabel genommen und mehrmals auf den Pflasterboden der Einfahrt gedroschen, mitten unter dem Haarschnitt übrigens). Der Designer des Teils war -zu seinem Glück- nicht greifbar. Tonne.

Der nächste war wieder einer mit Akku, diesmal einer anderen, aber ebenfalls renommierten Marke, und schnitt an sich ganz gut. Allerdings hielt der Akku auch nie besonders lange, man mußte immer vor dem Schneiden laden, und das Kabel rutschte ständig raus. Die Verstellung war ein Ring am unteren Ende des Griffs, der keine anständige Rastung hatte, so daß man ihn gerne mal versehentlich verstellte. Ich schneide mir im Sommer die Haare selbst kurz (10mm), und plötzlich stand das Teil mehrmals, ohne es vorher bemerkt zu haben, auf 3mm. Mitten unter dem Haarschnitt übrigens. Der Designer des Teils war -zu seinem Glück- nicht greifbar. Ging per ebay, obwohl praktisch im Neuzustand, für weniger als ein Viertel des Neupreises an eine Mutter von drei Kindern.

Das ganze in einem Zeitraum von weniger als zwei Jahren. Gesamtausgaben geschätzt rund 300 Euro.

Kurz: alle waren, freundlich ausgedrückt, ein ganz erbärmlicher Scheißdreck. Da kriege ich heute noch meinen Zorn, wenn ich dran denke.

Daraufhin habe ich einen ultimativen Versuch gestartet und bei einem Elektronikversand für rund 12 Euro einen Billigsthaarschneider Marke Xenic auf gut Glück mitbestellt. Bei dem wird die Länge durch verschiedene Kunststoffaufsätze eingestellt. Netzbetrieb. Nach positivem Eindruck gleich einen zweiten gekauft (habe zwei Wohnungen).
Beide funktionieren nun seit etwa drei bis vier Jahren einwandfrei und ohne irgendwelche Zicken. Für das Geld, was ich für die ersten drei ausgegeben habe, hätte ich mindestens 25 davon kaufen können. Das wird aber nicht nötig sein, denn die sind wesentlich robuster (aber auch schwerer) als der vorher besessene Schrott. Selbst die geschraubten Scheren könnte man tauschen, wenn man denn an Ersatzteile käme. In der Anleitung stand übrigens wider Erwarten sogar eine deutsche Service-Telefonnummer, die nicht mit 018 anfing. Habe ich aber nicht benötigt.

Leider führt der Versand das Teil nicht mehr, und bei ebay verlangen Verkäufer mal glatt das doppelte, rund 25 Euro. Trotzdem würde ich es vorbehaltlos empfehlen und jederzeit sofort wieder kaufen.

Hannes

der mit Hersteller, Importeur, Verkäufern oder was auch immer in keinerlei Verbindung steht, und nur vermeiden will, daß wieder Leute mit unbeabsichtigter Halbglatze rumlaufen, wie es ihm mit allen drei seiner erstgenannten Haarschneider passiert ist
« Letzte Änderung: 04. Mai 2010, 12:32:38 von hpstr » Gespeichert

henning
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« Antworten #1 am: 04. Mai 2010, 12:32:16 »

Meinen Tondeo ECO Black (Akku + Kabel möglich) habe ich im Forum verkauft, weil er mir zu zierlich war. Ich habe im Moment eine älteres Privileg Kabelmodell (70'er oder 80'er Jahre), welches seine Arbeit sehr sehr gut macht und professionell verarbeitet wirkt. Das habe ich mal wohl für so 3,- Euro beim Trödler erworben. Ein Kabel - Billigmodell von AFK habe ich auf dem Dachboden liegen, welches eigentlich auch ordentlich schneidet.

Ciao
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So-ein-Bart
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« Antworten #2 am: 04. Mai 2010, 12:35:27 »

Hm... Ich selber habe einen Akku-/Netz-Haarschneider von Remington (genaues Modell müsst ich nachsehen), hat glaube ich so 40-50 Euro gekostet. Hab das Ding jetzt seit zwei, drei Jahren und bin nach wie vor rundum zufrieden damit. Er schneidet noch wie am ersten Tag, auch beim Akku kann ich keinen Leistungsrückgang feststellen.

Ich benutze das Ding allerdings nur zum Trimmen von Kinnbart und Koteletten, von daher hat er wohl nicht so viel Arbeit als wenn man sich die Haare damit schneiden würde.
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Schöne Grüße,
Stefan
Onkel Hannes
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« Antworten #3 am: 04. Mai 2010, 12:42:41 »

Ich denke mal, daß mein aktuelles Modell nicht von einem Markenhersteller, sondern aus Fernost stammt, und mit diversen Marken gelabelt wird. Kann also durchaus sein, daß es gleichartige gibt, die anders heißen.

Das Design erinnert auch eher an die 70er Jahre, einfach und simpel. Die bei ebay angebotenen Xenic sind schon wieder andere Modelle, und mit Akku. Meiner hat -bewußt und gewollt- nur Kabel.

Vielleicht stelle ich mal ein Bild ein.

Hannes
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DeNiehro
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« Antworten #4 am: 04. Mai 2010, 12:55:38 »

Ich habe einen Haarschneider aus dem unteren Preissegment von Philips. Der Neupreis lag bei 25-30 Euro. Ich habe das Gerät bestimmt 4 Jahre und schneide regelmäßig die Haare damit und das Gerät tut seinen Dienst ohne Probleme. Gerade nach der Erfahrung von hpstr scheint man mit einem günstigen, soliden Gerät besser dranzusein als mit teuren Maschinen
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CCoolCB4
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Gruß vom ARKO Chris ;)


« Antworten #5 am: 04. Mai 2010, 13:29:43 »

Ich hatte mir vor ca 6 Monaten ein Haarschneider von Rossmann gekauft, der ist jetzt schon nicht mehr zu gebrauchen.
Der zieht die haare nur noch und das tut sowas von weh.
Zudem bleibt der auch in meiner dicken mähne stecken  Grinsend
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« Antworten #6 am: 04. Mai 2010, 16:22:13 »

Schaut mal beim Friseurbedarf (Laden), wenn ihr "anständige" Haarschneider mit Beratung und vor-Ort-Garantieleistung sucht. Gutsortierte Elras-Läden wären auch eine Option.
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« Antworten #7 am: 04. Mai 2010, 19:28:44 »

KO-Kriterien bei der Haarschneider-Auswahl  (nicht vollständig..)

Akku- und Laufleistung
mindestens halbe Stunde / besser eine Stunde!
Leider sparen (alle?) Hersteller an der Akku-Leistung, es werden nur Billigteile verbaut.
Noch schlimmer, wenn man das Gehäuse nicht ohne Schaden öffnen kann,
um bessere Akkus mit mehr Leistung einzusetzen.

Bisher hab ich nur bei EINEM Hersteller so ein saupraktisches Batteriefach vorgefunden,
wo man Akku/Batterie in Sekundenschnelle einsetzen bzw. wechseln kann (von Alaska)
Kabelbetrieb ist für mich keine Option, weil über Kopf arbeiten mit der Strippe einfach nervt.

Kamm-Aufsatz
Billig-Plastik oder ABS-Kunststoff, einfach schauen wie stabil das Teil ist.
Und ob es fest sitzt, oder labbeduddelich rumwackelt.

Bei Trimmern mit 1 Aufsatz achte ich auf die Feineinstellung,
von 0.5mm bis 3mm ist alles erhältlich.
Auch die Raster-Feststellung sollte "bombenfest" sein, also nicht beim Schneiden verrutschen.

Schneidsatz
schlimmstenfalls sind es dünne blechartige Klingen, besonders bei den billigsten Haarschneidern.
Die werden schnell abgenutzt /stumpf, also liegenlassen.

Zum Schluss entscheidet noch die Optik, und wie gut der Trimmer in der Hand liegt.
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« Antworten #8 am: 04. Mai 2010, 19:52:27 »

Nachdem ich mich ständig über ein Gerät von Philips geärgert habe, habe ich mir vor einiger Zeit nach Ersatz umgeschaut. Meine Anforderungen:

  • Netzbetrieb, keine anfälligen Akkus
  • Länge einstellbar über verschiedene Kunststoffdistanzstücke (nicht ein verstellbarer Aufsatz, der hat sich bei dem Philips ganz gerne im Betrieb verstellt)
  • Kräftiger Motor (bei meinen Haaren erforderlich)

Ich habe mich für ein Gerät der Firma Wahl entschieden, ca. 65EUR mit diversen Zubehörteilen. Seitdem bin ich wunschlos glücklich, das Gerät ist sehr zuverlässig, kein Verstellen der Länge mehr während dem Schneiden und der Motor geht ohne Probleme durch meine Haare.
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Gruß vom ARKO Chris ;)


« Antworten #9 am: 05. Mai 2010, 18:49:48 »

Hab mir Heute den hier gekauft für 14,99 anstatt 49,95 UVP

Leider war er schon vergriffen, muss nun auf die zweite leiferung warten.
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« Antworten #10 am: 05. Mai 2010, 19:05:45 »

Den hab ich auch, damals noch für ca. 25 EUR.
Funktioniert gut und ist kabelgebunden, kein Akku.
Das ist in diesem Fall ein Vorteil, denn taugliche LI-Io Akkus
werden selten genug verbaut.
Meistens sind es noch NiCd(!) oder ganz arme Ni-Mh ...

Dann lieber Kabel und gut. Wie bei  Tastatur/Maus auch  Grinsend
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Gruß Alex
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« Antworten #11 am: 05. Mai 2010, 19:13:46 »

Hab mir Heute den hier gekauft für 14,99 anstatt 49,95 UVP
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das Ding jemals 50€ kostet.
Für die besagten 50 Teuronen bekäme man schon Markenware,
und nicht so nen ultraleichten "Pudeltrimmer" aus dem Hause Philipps.  Zwinkernd
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« Antworten #12 am: 05. Mai 2010, 20:16:11 »

Ich möchte die Aufmerksamkeit auf diesen Thread http://www.gut-rasiert.de/forum/index.php/topic,4149.0.html lenken.

Die Produkte von Moser gibt es auch im Netz, ruhig auch mal bei diversen Tierbedarfhändlern nachschauen. Da gibt es die Modelle häufig etwas günstiger.


Gruß
Günni


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« Antworten #13 am: 05. Mai 2010, 21:01:47 »

Das ist in diesem Fall ein Vorteil, denn taugliche LI-Io Akkus
werden selten genug verbaut.
Meistens sind es noch NiCd(!) oder ganz arme Ni-Mh ...

Das Problem ist der Akku selbst in solchen Geräten, auf kurz oder lang gehen die in die Brüche. Der Grund ist der Motor (Schwingankermotor), ein Motor zieht bei sinkender Spannung immer noch genügend Strom um den Akku in die Tiefenentladung zu bringen. Gerade Li-Io und Ni-Mh Akkumulatoren reagieren auf die Tiefenentladung wesentlich sensibler als ein Ni-Cd Akku.
Für eine solche Anwendung, wie in einem Rasierapperat, ist ein Li-Io oder Ni-Mh derzeit immer die falsche Wahl. Allein nur der Fakt das die meisten Lade- und Entladeschaltungen für derartige Geräte von absolut minderer Qualität sind und technisch immer am unteren Kostenlimit aufgebaut sind (ein Schelm wer böses dabei denkt), führt dazu das diese beiden Akkutypen ein kurzes Leben haben.
Gerade der Li-Io reagiert auf kleinste Überhöhungen im Lade- und Entladestrom extremst sensibel. Der Aufwand um den Ladestrom zu regulieren ist noch mit einem preislich vernünftigen Aufwand zu lösen. Die Lösung für die Regelung des Entladestroms, bei einem Motor als Verbraucher, der sehr schnelle Lastwechsel im induktiven Bereich hat, ist eine richtige Kunst - und wie wir alle Wissen Kunst kostet.

Aber eigentlich egal, das einzige was wirklich gut funktioniert ist einer der mit 230V betrieben wird. Ich habe meinen seit 1995 und er ist seit dem wöchentlich 10min im Einsatz, 15x50x10min = 125h oder rund 5Tage. Ermüdungserscheinungen sind keine Vorhanden, Scheerklingen kann man wechseln. Das Teil habe ich damals über einen Coiffeur gekauft.

Sieht zu 90% so aus: http://www.ermila-shop.de/Ermila-Network/details_010.010_1400-0040.htm

EDIT: Günni, genau so sieht meiner fast aus wie in dem von Dir verlinkten Thread. Ich kann den nur empfehlen, das Gerät kann nur mechanisch verschleissen. Der ist für 15-20 min Scheerzeit einfach nur überdimensioniert, da passiert elektrisch nichts! Einfach, simpel und funktional.
« Letzte Änderung: 05. Mai 2010, 21:05:58 von Stoppelfeld » Gespeichert
quickiekuchen
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« Antworten #14 am: 05. Mai 2010, 21:13:10 »

Ich kann die Philishave-Haarschneider auch bedenkenlos empfehlen.

Ich benutze immernoch den Gleichen Phili seit 2003. Als der Akku fertig war, hab ich zusammen mit meinem Vater einen neuen typischen "Standardakku" eingelötet. Hat 9 EUR gekostet und der Memory-Effekt ist sowieso kein Thema mehr. Und der ist gefühlt 10 mal besser, als der Akku ab Werk.

Allerdings kriegt der verstellbare Aufsatz irgendwann Materialermüdung und wird weicher. Da muss man etwas aufpassen mit dem Aufdrücken, dass es nicht zu kurz wird. Ich schneide alle 7 Wochen immer auf 13mm runter. Aber irgendwann werde ich mir auch einen Neuen zulegen müssen. Aber die Dinger machen sich dermaßen bezahlt! Gibts ja wirklich Überall regelmäßig für 24,95 EUR. Der Hersteller selbst verdient daran wirklich Nichts.

Mich hat seit 2003 wirklich kein Frisör mehr gesehen. Na ja, ich brauche eben auch keine "Frisur". Ich hab nur, ich nenns Jetzt mal: "Bundeswehrstoppeln" Zwinkernd Mein Vater macht mir danach immer noch den Nackenschnitt und sehr korrekt. Geht ja schlecht allein. Smiley
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