gut-rasiert
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Autor Thema: Anleitung-Steine abrichten  (Gelesen 11335 mal)
Piraten-Papa
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« am: 08. April 2010, 09:35:18 »

Hier geht es um ein Thema, mit dem sich – früher oder später – jeder beschäftigen muß, der Schneidwerkzeuge jeglicher Art selbst nachschärft. Das Abrichten der Steine. Dieses Abrichten sollte übrigens nicht erst erfolgen, wenn der Stein schon länger im Gebrauch ist, sondern bereits bevor die Steine das erste mal benutzt werden, da sie nicht immer plan ausgeliefert werden.

Auch bei dieser Tätigkeit gilt: Viele Wege führen ans Ziel. Es gibt mehrere Möglichkeiten die Steine zu planen.

  • Zwei Steine gegeneinander reiben. Dies ist wohl die einfachste Möglichkeit, seine Steine abzurichten. Allerdings ist  das Ergebnis für Rasiermesser nicht genau genug, da mit dieser Methode nie eine absolute Planheit erreicht wird. Ausserdem haben diejenigen schlechte Karten, die nur einen Kombinationsstein besitzen.
  • Abrichtblöcke gibt es im Fachhandel für relativ viel Geld zu kaufen. Erfahrungen habe ich damit nicht gemacht, da sie mir zu teuer sind. Ausserdem habe ich so meinen Bedenken, daß die Blöcke (über einen längeren Zeitraum gesehen) plan bleiben.
  • Diamantplatten sind eine weitere Möglichkeit. Hört sich toll an, das war's dann aber auch. In entsprechender Grösse und Qualität sind sie einfach zu teuer, um darauf nur Steine abzurichten.
  • Die 3-Klinker-Methode ist wohl nur etwas für Leute, die ihre Steine wirklich sehr oft planen müssen. Mir persönlich wäre die Vorarbeit zu aufwändig. Wer Interesse an dieser Methode hat, der kann sich unter http://www.woodworking.de/schaerfprojekt/schaerf2.html (Punkt 9) darüber informieren.
  • Das Abrichten auf  Nassschleifpapier. Diese Methode ist wohl die interessanteste, da mit wenig finanziellem und zeitlichem Aufwand ein sehr gutes Ergebnis erzielt wird.

Zuerst tragen wir das nötige Zubehör zusammen:
1.Nassschleifpapier für die Metallbearbeitung in Körnungen von 80 bis x000. Im Baumarkt ist meist bei Körnung 1000 Schluss. Wer höhere Körnungen verwenden möchte bekommt diese im Autozubehör-Handel oder bei Ebay.
2.Eine Glasplatte. Diese Platte sollte eine Stärke von min. 8mm haben, etwas grösser sein als der grösste Stein, der darauf abgerichtet wird, und die Kanten sollten poliert oder zumindest gesäumt sein (Verletzungsgefahr!). Das Glas kann eigentlich jeder Schreiner/Tischler, Fensterbauer oder auch Metallbauer besorgen.
3.Ein Bleistift
4.Wasser



Schritt 1:
Zuerst wird mit dem Bleistift ein Kreuz oder auch ein schönes Karomuster auf den Stein gemalt. An diesem Muster erkennt man dann gut den Abtrag.



Schritt 2:
Als nächstes wird ein Stück grobes Schleifpapier so abgerissen, daß es die Grösse der Glasplatte hat. Nun wird das Papier auf der Rückseite angefeuchtet, auf die Platte gelegt und glattgestrichen. Durch Adhäsion baut sich eine relativ feste Verbindung zwischen Nassschleifpapier und Glasplatte auf.



Schritt 3:
Nun wird der gewässerte Stein mit kleinen kreisenden Bewegungen über das Papier gerieben. Die Dauer dieser Prozedur richtet sich nach der Härte des Steines. Der erste Fortschritt ist normalerweise aber schon nach wenigen Kreisen zu sehen. Zwischendurch immer mal wieder den entstehenden Abrieb abwaschen.



An dieser Stelle bitte noch nicht aufhören! Erst wenn von den Strichen nichts mehr zu sehen ist, ist der Stein plan. Sobald die das Muster verschwunden ist, werden die Schritte 1-3 mit feineren Körnungen wiederholt um die Oberfläche zu verfeinern.
Zum Schluss noch ein bisschen die Kanten anfasen, und schon ist das Steinchen besser als Neu.
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Barth
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« Antworten #1 am: 08. April 2010, 09:55:11 »

Sehr schöne Anleitung , so mach ichs auch , wenn ich allerdings nen Stein habe der schon richtig ausgehölt ist in der Mitte nehm ich ganz gerne nen Satz billige Diamantplatten und schleife damit erstmal das grobe runter und gehe danach auf die Glasplatte - so gehts schneller .

Das geht gut bei gebrauchten Steinen vom Flohmarkt , die sind ja mitunter dermassen versaut , das sie nicht zu gebrauchen sind , aber man kann den Preis drücken und mit bissel Arbeit hat man nen guten Stein am Ende.
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Was wohl passieren würde wenn man vorm Candyman stünde und 5 x  hintereinander -''Spiegel''- sagen würde . . .
max
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« Antworten #2 am: 08. April 2010, 09:58:43 »

Meiner Meinung nach sind Steine, die aneinander gerieben werden sehr wohl Plan genug!
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Piraten-Papa
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« Antworten #3 am: 08. April 2010, 10:10:35 »

Meiner Meinung nach sind Steine, die aneinander gerieben werden sehr wohl Plan genug!

Hast Du es schon mal so wie oben beschrieben probiert? Du wirst einen Unterschied feststellen; glaube mir.

Edit: Eine Diskussion zu diesem Thema gibt es hier bereits.
« Letzte Änderung: 08. April 2010, 10:16:37 von Piraten-Papa » Gespeichert
Lord Vader
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Dunkle Seite der Macht


« Antworten #4 am: 08. April 2010, 11:29:48 »

tolle anleitung. besonders für anänger ist das sehr anschaulich und hilfreich! vielen dank!
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Barth
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« Antworten #5 am: 08. April 2010, 15:28:16 »

Also Steine aneinander reiben find ich nicht gut , was soll das bringen ?

Am Ende sind beide krumm - daraus folgt : Man sollte etwas nehmen was immer grade ist , Diamantplatten   oder besagte Glasscheibe mit Schleifpapier , so weiß man immer das die Fläche auf der man abrichtet immer garantiert plan ist - bei 2 Steinen kann man sich da nie sicher sein , schon wenn die Steine verschieden hart sind fangen die Probleme an , und dann die Mengen von Abrieb bei 2 Steinen - reine Schleifsteinverschwendung .

Das muss nicht sein. . . zumal gute Steine nicht billig sind !
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perteges
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« Antworten #6 am: 08. April 2010, 15:35:25 »


Edit: Eine Diskussion zu diesem Thema gibt es hier bereits. [/b]

Bitte diskutiert doch in dem anderen Thread weiter.

Thomas
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Piraten-Papa
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« Antworten #7 am: 28. Juni 2010, 14:26:27 »

Heute waren zwei neue Naniwas an der Reihe. Die Steine waren frisch aus der Verpackung.

Hier die Bilder:





Fazit für mich: Neue Steine sollten vor der ersten Benutzung geplant werden.


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BlueDun
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Coticuleliebhaber


« Antworten #8 am: 28. Juni 2010, 14:44:37 »


Ich mach's ähnlich. Und speziell für RM ist (regelmässiges) Abrichten zu empfehlen.

Allerdings - und darum der Post - nutze ich keine Glasplatte. Ich mache das bei mir auf der Arbeitsfläche in der Küche. Die Platten dort sind hinreichend plan und ich arbeite immer mit einem ganzen Bogen Schleifpapier, welchen ich dann auch komplett ausnütze.
Ein kleines Problem kann dabei jedoch auftauchen und dieses Problem ist weiblichen Geschlechts .....  Zwinkernd

Gruss
BlueDun
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Dagobert
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« Antworten #9 am: 28. Juni 2010, 19:02:06 »

Heute waren zwei neue Naniwas an der Reihe. Die Steine waren frisch aus der Verpackung.

Hier die Bilder:





Fazit für mich: Neue Steine sollten vor der ersten Benutzung geplant werden.




Ist doch mein reden  http://www.gut-rasiert.de/forum/index.php/topic,8322.msg163145.html#msg163145
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Piraten-Papa
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« Antworten #10 am: 28. Juni 2010, 20:27:53 »


Ich weiß. Ich hab' nur mal ein paar Bilder für die gemacht, die es nicht glauben wollen. Zwinkernd
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Dagobert
Gast
« Antworten #11 am: 28. Juni 2010, 22:02:08 »

Sehr schön,hast du gut gemacht.  Daumen hoch
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BeBerlin
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« Antworten #12 am: 28. Juli 2010, 19:00:43 »

Kurzer Hinweis für Nutzer belgischer Natursteine: Der Schleifschlamm läßt sich aus Kleidung fast nicht entfernen. Nicht fragen, woher ich das weiß. Und ja, ich mochte dieses schwarze Polohemd ohnehin nicht besonders.
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mikri
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Ich kann mit allen R41 rasieren


WWW
« Antworten #13 am: 26. Dezember 2013, 00:10:34 »

Da ich von der besten Ehefrau von allen mit einem Satz Naniwas beschenkt wurde, bin ich hierher gesurft. Ganz tolle Anleitung. Ich werde mir gleich am Freitag die notwendigen Dinge besorgen und loswerkeln. Vielen Dank dafür.
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Mit Verarzten dauert's länger

http://nassrasieren.blog
Onkel Hannes
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« Antworten #14 am: 26. Dezember 2013, 00:18:14 »

Unglaublich, was es alles hier gibt. Gehörte das nicht gepinnt?

Edit, nach einiger Zeit: ich finde ja, und pinne das mal.
« Letzte Änderung: 14. Januar 2014, 19:22:45 von Onkel Hannes » Gespeichert

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