gut-rasiert
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Autor Thema: Neuer User, alte Fragen (zum Messer)  (Gelesen 2451 mal)
schmuddelkind
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Britva!


« am: 04. Mrz 2010, 16:07:16 »

Guden!

Neuer User, alte Fragen, wenig Durchblick, also seid's doch bitte nachsichtig mit mir, wenn ich die ewig gleichen Newbie-Fragen stelle. Ich schaue mir liebend gerne weiterführende Threads an und benutze die Suche, sobald sich der Jargon etwas eingeprägt hat und ich weiss, wonach ich im speziellen suchen kann …  Augen rollen Wie viele hier auch möchte ich der zeitgenössischen Marktpropaganda und der bunten Markenwelt den Finger zeigen und mich der Gesichtsenthaarung nach Altschülerart widmen; Angst habe ich wenig, Respekt um so eher. Und keine Ahnung, noch nicht. Deswegen freue ich mich auf spannende Schmökereien und viele Aha's im Forum!

Ich mag weg von meinem Drogeriemarktsystemrasierer, habe mich für's Messer aus der Neigung zu manuellem Geschick, handwerklicher Qualitätsarbeit und der Zeit, die ich mir beim Rasieren & Radio hören sehr gerne nehme, entschieden. Mein Bartwuchs ist stark, mit uneinheitlicher Wuchsrichtung, dicken Haaren. Rasiert wird mal täglich, mal alle 3 - 5 Tage. Was ich hier bisher lesen konnte, läge ein geeignetes (Anfänger-?) Messer irgendwo zwischen Halbhohl und Wedge – eine Klinge, die nicht so viel federt und dicke Haare unbeeindruckt ummäht. Aus den bisherigen Threads scheint etwas in der 6/8 bis 8/8 Gegend für den Novizen von Welt passend zu sein, ist dem so und was heisst der x/8 Wert eigentlich? Ich stehe vor allem auf alte Exemplare mit Charakter und Historie, daher würde ich sehr gerne ein rasierfertiges Exemplar im MH erwerben und mich vorher – dank euch – schlauer machen! Ich brauche kein 300€ Vitrinenstück, aber einen 25€ Säbel mag ich nicht so recht trauen, Qualität hat leider immer seinen Preis. Und im Forum herzeigen macht ja auch Spaß, ne? Das Abziehleder würde ich mir gerne bei eurem Dagobert erstehen.

Anstelle von RC würde ich Rasieröl ausprobieren. Schaum habe ich eine Zeit lang mit einem Drogeriepinsel von RC oder Rasierstick aufgeschlagen, meistens in einem kleinen ollen Kerzenständerchen aus Glas. Na ja, Jugendsünden  Grinsend Rasieröl habe ich noch nicht benutzt, klingt interessant. Natürlich ist das, wie manches beim Thema Messer, Glaubens-/Geschmackssache, bloss: Was, und wenn nur weniges, lässt sich sicher im Unterschied benennen?

Zu Hülf, es sind so viele Fragen …  Augen rollen
Patrick
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frankyle
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« Antworten #1 am: 04. Mrz 2010, 16:29:46 »

Willkommen
Versuch ich Dir ma zu helfen. Also mit starkem Bart liegst schon richtig ein etwas derberes Messer geht da besser. Mit (eher) 6/8 und 7/8 kannste nix falschmachen, 8/8 halte ich für zu groß fürn Anfänger. Hab zwar keins hatte neulich aber eins in Hand. Das x/8 sind zoll breite gib ma bei google 6/8 zoll ein ...entspricht 1,9.... cm Klingenbreite usw..
Im MH wird Dir sicher ein Erfahrenes Mitglied was schönes anbieten ...da ist dir gut geholfen.
Rasieröl nimmt man glaub ich eher als Pre-shave ...also unter den Schaum....und grade der Schaum macht doch Spass.

Gibts auch Rasieröl zum direkt rasieren....weichen die Haare doch gar nicht auf!?

Gruß
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schmuddelkind
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Britva!


« Antworten #2 am: 04. Mrz 2010, 16:42:05 »

Danke Frankyle. Kann sein, dass ich's mit dem Rasieröl falsch verstanden habe … kommt davon, wenn man sich noch vor'm Einschlafen komplexen Themen widmet Zwinkernd Gibt's bei den RCs klassische, nicht zu stark parfümierte Produkte, die noch produziert werden? Wie verhält es sich mit den Klingenformen, genauer der Spitze? Da ich hin und wieder nach Laune mir verschiedene Bärtchen stehen lasse und die nach 'nem Monat oder später wieder verschwinden lasse, könnten verschiedene Spitzen für die Feinarbeit wichtig sein?
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Claas M
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« Antworten #3 am: 04. Mrz 2010, 18:14:47 »

Soweit ich weiß ist Rasieröl tatsächlich zum Vorbereiten. Die Haut wird flutschiger so dass die Rasur sanfter ist (die klinge kratzt dann nicht so auf der Haut).

Ich nutze es seit ca einer Woche auch und muss sagen, dass es ok ist aber kein Muss. Meins riecht schön nach Menthol, kühlt ein wenig, alles in allem angenehm. Der Flutschfaktor wird aber auch maßgeblich von der Seife bestimmt. Habe hier eine, die guckst du schief an und weg ist sie. Andere hingegen sind sehr gut und halten Ewigkeiten. Wovon ich mich frei machen musste war der Gedanke einen Schaum wie aus der Dose zu bekommen. Hinbekommen habe ich ihn aber die Einweichwirkung war nicht so gut. Dann lieber im Gesicht aufschäumen und immer etwas Wasser dazu, dann ist es eher wie zäher cremiger Schaum, nicht sehr voluminös aber seeehr gut.

Bei den Messerköpfen kann ich mir vorstellen dass Messer mit geradkopf etc genauer sind, man sieht wo man ist und wo nicht. Beim Rundkopf steht ja sozusagen was über. Weißt du, wie ich das meine?
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Tex
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« Antworten #4 am: 04. Mrz 2010, 18:22:29 »

als "alter messerneuling " kann ich dir nur sagen, fang einfach an! MH ist die beste adresse, für den start. PLV für den einstig perfekt.

bezüglich der software habe ich mit drogerieprodukten angefangen! die seifenmanufakturen hier im forum sind spitze, es gibt hier auch eine enorme auswahl.

ob rc, rs, stick....probieren geht über studieren!

öl? mal nehme ich es mal nicht....aber nur als pre!

bei mir haben sich viele fragen nach der ersten messerrasur beantwortet und neue sind hinzugekommen. besorg dir ein  -start up-  und die weiterentwicklung kommt von selbst!

viel spass!
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George Bernard Shaw, 26.07.1856 - 02.11.1950
schmuddelkind
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Britva!


« Antworten #5 am: 04. Mrz 2010, 18:25:55 »

Ah, danke für den Öl-Bericht, Claas! Werde ich mal ausprobieren, wenn die zwei wichtigsten Dinge angeschafft und schon Erfahrungen vorhanden sind. Gerade Klingenköpfe machen demnach für mich mehr Sinn (wg. Bärtchenspielereien).

Bin echt gespannt auf die kommenden MH Messer-Angebote  Smiley mich kribbelt's schon in den Fingern.

@Tex
Wofür steht PLV noch mal? Muss mir heute abend mal die Seifen/Creme Threads reinziehen …
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Tex
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« Antworten #6 am: 04. Mrz 2010, 18:32:13 »

PreisLeistungsVerhältnis  Zwinkernd

du kann auch eine anfrage im MH stellen...ob grad oder rundkopf (es gibt auch spezialausdrücke  Augen rollen) ist denke ich nicht wirklich relevant für den anfang. ich hatte und habe nicht das gefühl, dass das eine oder das andere den bart (der ja weg soll) besser in "form" bringt. vielmehr ist mir aufgefallen das ich mich am anfang häufiger unabsichtlich mit dem geraden kopf geschnitten habe als mit dem runden....aber das ist subjektiv!

bevor es an die bartfeinheiten geht muss seeeehr viel probiert und geübt werden....

ich hoffe dein kribbeln wird immer stärker, du hast schon verloren und bist infiziert  Daumen hoch

gruß
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George Bernard Shaw, 26.07.1856 - 02.11.1950
schmuddelkind
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Britva!


« Antworten #7 am: 04. Mrz 2010, 18:47:57 »

Hehe, danke. Ja, verdammt, wann geht's denn endlich los  Grinsend
Dann formuliere ich mal die Suchanfrage …
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Stoppelfeld
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« Antworten #8 am: 04. Mrz 2010, 22:41:01 »

Gerade Anfängern mit dem Messern würde ich generell zu (k)einem geraden Kopf, am besten ein 8/8, da kann man sich mit zittriger Hand gleich einen schönen Cut einfangen wenn man gerade die Augen nicht da hat wo sie hingehören.
Nimm ein Rundkopf, da steht nichts über, wie auch, was auch? Ich lasse mir relativ lange und ordentlich ausrasierte Kotletten stehen, mit einem Rundkopf ist das kein Problem und man haut sich nicht gleich am Anfang einen Cut. 5/8 oder 6/8, Rundkopf, Rasurfertig geschliffen und den Haartest bestehend, dazu einen preiswerten Lederriemen (der erste ist zum probieren, beim zweiten weisst Du wie es geht) und los geht es.
Rasieröl, ja kann man machen, muss man nicht. Einen gut weichenden und gleitenden Schaum brauchst du und nichts weiter. Das ist nmM der grosse Unterschied zu Hobel oder Systemie, wenn es nicht ordentlich gleitet und nicht gut weicht, bringt dir das best geschliffenste und schärfte Messer nichts.
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schmuddelkind
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Britva!


« Antworten #9 am: 05. Mrz 2010, 00:05:22 »

Klasse, danke dafür  Daumen hoch auf 6/8 können sich hier eindeutig viele einigen, macht wohl Sinn. Gerade oder Rundkopf, da manches für beides spricht, entscheide ich das am gesamten Messer, d.h. der Charakter und der Gesamtzustand entscheiden. Kann man den Französischen Kopf als Zwischending bezeichnen? Beim Lederriemen finde ich Dagobert's Modell ehrlich und ansprechend beschrieben, kein Grund also, sich das nicht zu gönnen. Man kauft auch irgendwo für's Auge, seufz  Zwinkernd
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Senser
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« Antworten #10 am: 05. Mrz 2010, 17:24:56 »

Hallo Schmuddelkind
Deine Fragen sind ja schon hinlänglich beantwortet.
Aber die Überschrift ( Neuer User, alte Fragen) finde ich klasse. Daumen hoch So sollte ein neues Board heißen, was ich mir so sehr hier in der Messerabteilung wünsche. Da kämen dann ganz viele Threads rein, die auch zu deinen Fragen Auskunft gegeben haben oder die dann wietergeführt werden.
Gruß Senser
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schmuddelkind
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Britva!


« Antworten #11 am: 05. Mrz 2010, 18:06:51 »

Danke dafür, Senser. Deine PM beantworte ich gleich.
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Dullblade
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« Antworten #12 am: 05. Mrz 2010, 19:55:16 »

Kauf Dir ein 6-8/8. Halbhohl bis Wedge ist sicher nicht schlecht, ein vollhohles tuts aber auch. Wenns was Kosten darf schau mal bei Wacker nach Old Sheffield, das war auch das Forumsmesser von vor 2 Jahren. Ein Gradkopf ist nicht unbedingt anfängerfreundlich, als Kompromiss würde ich einen spanischen Kopf empfehlen (Gibts auch beim Old Sheffield...)
Riemen, auch so ein Thema. Vielleicht hast Du zufällig einen alten Gürtel mit einer weichen aber stabilen unbehandelten Lederinnenseite, das kann schon gut funktionieren. Dagoberts Riemen kenn ich nicht, die Riemen stehen und fallen mit dem verwendeten Leder, ein "Prima Rindleder" ist aber für den Anfang auch okay, wenn Geld über ein Juchten, ein Old Traditional oder gar ein Lama, bzw. Kanyama Riemen. Die genannten Riemen gibts teilweise bei Douglas oder bei The Different Scent und vielen anderen.
Als Rasiercreme zu Anfang tuts Palmolive oder Nivea und das nciht mal schlecht. Pinsel kann durchaus Schweineborsten sein, ich steh auf festere Dachse. Nach der Rasur tuts auch ein Nivea After Shave Balm oder die verschiedensten Rasierwässerchen, letztere können aber wegen Alkoholgehalt etwas brennen.

Am wichtigsten ist aber, dass das Messer absolut scharf ist, was leider bei Neukäufen nciht immer der Fall ist.

Mod by kretzsche: Text editiert. --> http://www.gut-rasiert.de/forum/index.php/topic,9598.0.html
« Letzte Änderung: 07. Mrz 2010, 12:21:14 von kretzsche » Gespeichert
Stoppelfeld
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« Antworten #13 am: 05. Mrz 2010, 22:51:54 »

Und nicht vergessen eine Erfolgsmeldung zu geben wenn es mit dem Kauf geklappt hat und die ersten Rasuren erfolgreich verlaufen sind.
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schmuddelkind
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Britva!


« Antworten #14 am: 06. Mrz 2010, 01:29:32 »

@Dullblade
Passt gut in den Thread-Konsens hier. Das Old Sheffield täte mir gut zu Gesicht stehen, nur ist es, na ja, nicht Studiumbudget-freundlich in der Anschaffung. Ich habe Verständnis, dass man Anfängern von Liebhabermessern aus nachvollziehbaren Gründen abrät, eine Schönheit spornt dafür ungemein an. Auf rasurscharfen Zustand und Haartest frage ich auch explizit.
Verstehe ich das richtig, dass ein Riemen die gesamte Breite des Messers auf einem Strich bedienen sollte? Wenn mein Vorrat an Gel (britische Discounter Öko-Marke) verbraucht ist, mag ich mir 'ne Castle Forbes Lime RC anschaffen. Zum Thema Pinsel komme ich in praxis, wenn das Messer vor mir liegt und das suche ich gerade mit großer Spannung  Lächelnd
Was ist denn ******?

@Stoppelfeld
Eh klar. Kann sein, dass ich mir daraus eine kleine fotografische Arbeit mache. Und davon was zeige, so Foto-Love-Story like  Grinsend
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