gut-rasiert
25. Mai 2012, 18:14:02 *
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Autor Thema: Zeigt her Eure Hobel  (Gelesen 137657 mal)
MartinH
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« Antworten #2685 am: 24. November 2011, 20:04:16 »

N´abend allerseits.

Dieser schöne versilberte Hobel ist kürzlich bei mir eingetrudelt.
Es ist ein Gillette Old Type "Bulldog" von 1919 (SN: K509664), wie ich nach dem Putzen feststellen konnte  Grinsend
Das ist wohl die Mutter aller "Bull-Mastiffs" nehme ich an  Zwinkernd

Gruß,
Martin

















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Martin

Gut rasiert - gut gelaunt Zwinkernd
Cordy
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« Antworten #2686 am: 24. November 2011, 20:14:41 »

Martin, ich weiss nicht warum, aber ich hab immer Angst zu gucken
wenn Du was schreibst.....  Schockiert Weinen

Wunderschönes Stück mal wieder! Daumen hoch Wo holst Du die Dinger immer her!?
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Heresy
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Hobel-Azubi im 2.Lehrjahr


« Antworten #2687 am: 24. November 2011, 20:24:16 »

Respekt! Und da sag mal einer, putzen lohnt nicht. Grinsend
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Gruss, Rainer
Saubaer
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« Antworten #2688 am: 24. November 2011, 21:27:30 »

Wow! Top Arbeit!  Cool
...wieder auferstanden wie Phönix aus der Asche
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Everything will be good in the end! If it's not good, it's not the end!! (unbekannt)
Il Barbiere AiA
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« Antworten #2689 am: 24. November 2011, 21:29:45 »

Was für ein Griff  Schockiert Daumen hoch Daumen hoch Daumen hoch
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MartinH
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« Antworten #2690 am: 24. November 2011, 21:51:54 »

Martin, ich weiss nicht warum, aber ich hab immer Angst zu gucken
wenn Du was schreibst.....  Schockiert Weinen

Wunderschönes Stück mal wieder! Daumen hoch Wo holst Du die Dinger immer her!?

Ach was, das brauchste aber nicht  Grinsend
Den gabs für 12,50 EUR in der Deutschen Bucht... Hab Glück gehabt.
Aber wie gesagt, er sah recht übel aus. Bei versilberten Hobeln heisst das aber nichts  Zwinkernd
Die glänzen nach ein wenig putzen wieder wie neu  Cool

Danke für Eure netten Kommentare  Verlegen
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Martin

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Standlinie
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« Antworten #2691 am: 26. November 2011, 21:24:02 »

Der DOPA-Reiserasierer

Mit ein bisschen Glück kann man auf Flohmärkten manchmal sehr ausgefallene Hobel kaufen.  Wenn diese Hobel dann noch in einer gewissen Verpackungsschachtel sitzen, kann man seinen Phantasien freien Lauf lassen und in gewisser Weise erahnen, welcher  zeitlichen Epoche diese Hobel zugeordnet werden können und welche wechselhafte Geschichte sich möglicherweise hinter so einem einfachen Rasiererhobel verbergen könnte. Wenn diese Rasierer doch reden könnten ….

Genug der langen Vorrede. Ich möchte euch einen bisher noch unbekannten Rasierer der Marke DOPA aus Bakelit vorstellen. Ich habe inzwischen zwei davon, einen im letzten Jahr in Belgien erworbenen Hobel und einen von diesem Wochenende aus Deutschland.

Die Verpackung des Hobels ist in ihrer äußeren Aufmachung minimalistisch schlicht gehalten. Sie ist eigentlich damit schon als recht ausgefallen zu bezeichnen und somit recht aufschlussreich.  



Der DOPA-Bakelithobel liegt nicht in einer normalen Transportbox aus Kunststoff oder in einer normalen großzügigeren Pappschachtel, sondern in einer Behelfspackung. In Verbindung mit der Bezeichnung D.R.G.M. könnte man nun schlussfolgern, dass der Hobel in den 40er Jahren hergestellt wurde. Möglicherweise sogar erst gegen Ende des letzten Krieges; in diesen Kriegszeiten war die Materialknappheit recht weit fortgeschritten; selbst das Verpackungsmaterial für Verbrauchsgüter war nur noch begrenzt verfügbar, so dass dieser Hobel in einer Behelfsverpackung ausgeliefert und vertrieben wurde.  Was in dieser kleinen Schachtel vertrieben wurde steht dann auch drauf, ein Rasierapparat. Dazu noch ein besonderes Teilchen, ein Hobel  mit einer geraden und einer schräg stehenden Schaumkante. Es fehlt auch nicht der Hinweis auf die richtige Montage der Hobelkopfplatte. Der Text ist insgesamt betrachtet militärisch knapp gehalten, so dass die behelfsmäßige Transportbox und der textliche Hinweis die Vorstellung wecken, dass so mancher Landser diesen Hobel in seinem Brotbeutel mitgeführt haben könnte.

Und so zeigt sich der Inhalt der behelfsmäßigen Transportschachtel.



Der Inhalt der behelfsmäßigen Papppackung liegt schlicht und ohne Schnörkel in der Transportschachtel; es wird kein Platz verschenkt. Eine Rasuranleitung fehlt. Oder war sie gegen Ende des Krieges überflüssig? Papierverschwendung?



Der DOPA-Rasierer ist ein Vierteiler.  Das ist auch der Grund dafür, warum ich ihn als Reiserasierer bezeichnet habe. Der zweiteilige Griff wird nur ineinander gesteckt.

Die folgenden Bilder zeigen beide DOPA-Bakelithobel.



In diesem Bild sind die beiden Hobel so gedreht, dass bei dem rechten Hobel die gerade Schaumkante und bei dem linken Hobel die schräg stehende Schaumkante zu sehen sind.



Dieses Bild zeigt die Hobelköpfe von beiden Seiten. Auf der einen Kopfseite ist die richtige Stellung der Klingenauflageplatte und der Kopfplatte mit einem Indexstrich gekennzeichnet. So können Verwechselungen und damit Schäden durch eine falsche Montage ausgeschlossen werden.

Zusätzlich wird die richtige Stellung der Platten auch noch auf der Hobelkopfplatte mit einem Pfeil gekennzeichnet. Ist das überhaupt noch notwendig? Oder liegt hier wieder ein Hinweis auf die typisch deutsche Sorgfalt vor? Oder wurde so nur einer militärischen Forderung nach der Unverwechselbarkeit bei der Montage der Klingenauflageplatte mit der Hobelkopfplatte nachgekommen? Ich kann an diesen Bemerkungen wieder sehen, wie sich meine Gedanken verselbstständigen.



Auf dem folgenden Bild ist die auf der Unterseite der Klingenauflageplatten jeweils  eingegossene Bezeichnung D.R.G.M. zu erkennen.




Die technischen Daten des DOPA-Reiserasierers lauten in militärischer Knappheit:

Rasierertyp:      Reiserasierer, vierteilig, Marke DOPA
Herkunft:          Deutschland, Hersteller unbekannt (Fa. Dopa?)
Herstelljahr:      vermutlich irgendwo zwischen 1940 und 1945
Abmessungen:   83 x 42 x 26 mm
Werkstoff:        Bakelit
Gewicht:          16 gr.
Besonderheit:    Angaben auf dem Transportpappkarton und die Bezeichnung D.R.G.M. auf der Unterseite der Klingenauflageplatte
Rasierklinge:      normale DE-Klinge
Rasurverhalten:  das geringe Gewicht des Hobels ist bei der Rasur gewöhnungsbedürftig;
                       der Hobel rasiert auf beiden Schaumkantenseiten sehr direkt und gründlich
« Letzte Änderung: 26. November 2011, 21:30:19 von Standlinie » Gespeichert

Mit freundlichem Gruß, Standlinie.

Die Nachhaltigkeit einer gründlichen Nassrasur zeigt sich am nächsten Morgen an nur gering und gleichmäßig neugebildeten Bartstoppeln.
egmac
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The iKonist


« Antworten #2692 am: 26. November 2011, 22:03:41 »

Tolles Fundstück! Daumen hoch

Die Verpackung vermittel wirklich den Eindruck, als könnten auch giftige Tierköder darin enthalten sein..... Zwinkernd
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"....das Schicksal setzt den Hobel an und hobelt alles gleich." (Ferdinand Raimund: "Der Verschwender")
Moccahead
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« Antworten #2693 am: 30. November 2011, 01:25:13 »

Steht doch geschrieben: "Behelfspackung"..
Mit meine eingeschränkten Deutschkenntnissen verstehe ich dass es sich nicht um die (oder: eine) normale (reguläre) Packung handelt!.. Zunge Grinsend
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Saubaer
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« Antworten #2694 am: 30. November 2011, 09:12:41 »

Sehr schöner Fund! Ich mag sowas. Und dann noch neu und unbenutzt! Gratulation Rolf  Daumen hoch

Der muss aber nicht zwangsläufig während des Krieges hergestellt worden sein, solche Behelfspackungen gab es immer, vor und nach dem WK auch. Sowas ähnliches hab ich schon paar mal gesehen, aus DDR Produktion bspw. Ich abe hier einen Gilette Tech NOS liegen von ca. 1950, ebenfalls in einer Behelfsverpackung aus Karton mit spärlicher Beschriftung. Noch nicht mal der Markenname Gillette wurde aufgedruckt. Bei Interesse mache ich mal ein Foto.
Man muss auch beachten das in der Regel während des Krieges, bezüglich vieler Alltagsgegenstände, keinerlei zivile Produktion stattfand. Gillette z.B. hatte durchweg keine Rasierer für den Zivilmarkt hergestellt, 1944 gab es wohl mal eine kleine Serie (ebenfalls Bakelit)
Aber zweifellos wurde Dein Bakelithobel vor 1945 hergestellt.
« Letzte Änderung: 30. November 2011, 09:22:00 von Saubaer » Gespeichert

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Oldshaver
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« Antworten #2695 am: 16. Januar 2012, 16:44:03 »

Ein Sieben-Tagessatz von Rolls Razor. Die Klingen sind superscharf. Supergründlich und -sanft. Hier einige Bilder:









Ich suche übrigens immer noch einen Ben Hur Hobel. Bitte PM, falls sich jemand von Euch mit mir kurzslchließen möchte.

Danke. Oldshaver
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Saubaer
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« Antworten #2696 am: 16. Januar 2012, 19:21:27 »

wow, so ein Wochenset sehe ich zum ersten mal. Sehr schön!  Daumen hoch  Als Einzelgerät habe ich auch so einen (Danke an Helge!) und man sieht sie hin und wieder im Ebay, aber das ist ja sehr edel!

Was mir besonders aufgefallen ist, ist die sehr hochwertige Verarbeitung , zumindest bei den frühen Modellen
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« Antworten #2697 am: 16. Januar 2012, 22:04:53 »

wow, so ein Wochenset sehe ich zum ersten mal. Sehr schön!  Daumen hoch  Als Einzelgerät habe ich auch so einen (Danke an Helge!) und man sieht sie hin und wieder im Ebay, aber das ist ja sehr edel!

Was mir besonders aufgefallen ist, ist die sehr hochwertige Verarbeitung , zumindest bei den frühen Modellen

Ja, Saubaer, ich habe meine Freude daran. Wie sind denn die Erfahrungen in punkto rasiertauglichkeit mit Deinem Rolls Razor? Viele versuchen, eine sanfte und gründliche Rasur mit diesem vorzüglichen Sicherheitsrasierer hinzubekommen - scheiteren aber dann an der Handhabung und Pflege... Gruß Oldshaver
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Saubaer
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« Antworten #2698 am: 16. Januar 2012, 22:11:33 »

Ich gestehe zu meiner Schande das ich ihn noch nicht ausprobiert habe, bisher habe ich das Set auseinandergenommen, gereinigt und restauriert, bspw. den Lederriemen wieder reaktiviert. Aber benutzen werde ich ihn definitiv, wenn ich den Dreh mit dem schärfen raus habe.  Zwinkernd
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krähe
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« Antworten #2699 am: 14. Mrz 2012, 15:51:09 »



Welches Gerät ist nicht orchinal?  Grinsend

« Letzte Änderung: 14. Mrz 2012, 15:56:25 von krähe » Gespeichert
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