Hallo liebe Gemeinde!
Lord Vader hat mich gebetet neue Beitrag über meine Erfahrungen mit "Best Brand" zu schreiben. Ich habe vorher nie in einem Forum gepostet, hatte auch nie vor so viel zu Schreiben, und bin in Deutsch nicht so mächtig, wie Ihr sieht -- biete um Nachsicht!

Als ich meine erste Rasiermesser bei ebay gekauft habe, wusste ich schon, dass der neue Messer für 5 Euro nicht absolut gleichwertig mit 100 Euro Messer ist

, aber ich wollte Messerrasur lernen und mich hat Schärfen gereizt.
Für das Erste sollte es mir BestBrand reichen, ich wollte nicht einen teueren messer kaputtmachen.
Bei gleichem Verkäufer habe ich einen Riemen bestellt, danach "SunTiger" 1000/6000 und Lupe gekauft, später kam noch ein Herbertz-Türinger dazu.
Da ich gerne experimentiere, habe ich auch ein Stück von weichem PVC-Belag auf Holzstück aufgeklebt und darauf noch ein Stück Baumwolltuch. Mit ChromOxid- Acrylfarbe beschichtet und als "Leinen" benutzt

.
Bartistos-Kieselerdemethode habe ich natürlich auch ausprobiert, auch mit verschiedenen Pulvern (unter anderem Scheuerpulver, Gips, Zement und Asche), die nicht zu empfehlen sind

, aber ich konnte mich austoben, weil der Messer für die Experimente da war.
Mein erste BestBrand (ja, ich habe ein Paar verschiedenen "BestBrands" für mein Experiment gekauft

) war mit der rostfreien Kllinge und ich habe ganz schön geschwizt bis ich das auf "Haartest" gebracht habe (kein echten, aber ein Paar Millimeter von Haltepunkt konnte ich ein dicken Haar mit Ping kappen). Später habe ich erkannt, dass Schleifwinkel zu flach ist, aber Rasur hat der Messer komischeweise trotzdem durchgehalten. Ich auch. Hat zwar etwas gezippt, aber ich dachte, dass es normal für den ersten Mal ist. Ich hatte kein Rasurbrand.
Mit diesem Messer habe ich mich, ich glaube 5-7 Mal rasiert, und es klappte immer etwas besser. Dann habe ich einen Messer mit Edelstahlschalen in Visier genommen (war auch BestBrand).
Im Gegensatz zum Messer mit Plastikschalen, war die Klinge aus Rostträgerstahl, und ihn habe ich noch einbishen schärfer bekommen.
Leider konnte er die Rasur nicht halten. Ich musste beim Rasieren zwischendurch auf den Riemen.
Kurz gegoogelt, bin ich auf die Problematik mit dem Schärfewinkel aufmerksam geworden -- der Winkel muss 15-20 Grad haben, war aber bie mir 10-12 Grad -- habe Tesafilm aufgeklebt, bis der richtiger Winkel war und noch mal geschärft. Danach konnte ich relativ schmerzfrei rasieren und fand den Messer nicht so schlecht. Wie gesagt, das sind meine ersten Messerrasuren gewesen und ich hatte (und habe) kein Vergleich mit Profimesser.
Später habe ich verschiedene Solingen-Messer bei ebay gekauft, leider komme ich bis jetzt nicht zum restaurieren, ich will erstmal komplett entrosten und keine Dunkle Flecken auf der Schneide haben.
Einziger der von mir gekauften Messer, außgenommen mein Geburtstaggeschenk (neuwertigen Dovo mit Golderzierung und Perlmutschalen, den ich noch schone), war ein sehr breite, aber total runtergeschliffenen (so dass er 4-5/8 Wedge geworden ist) Messer, dessen Name ich nicht entziffern konnte. Hier war den Schärfewinkel umgekehr um die 20 Grad (wenn nicht mehr) und bis zum Haartest habe ich ihn nicht ganz bekommen, aber er rasiert von Mal zu Mal besser. Und ich bin jetzt auch schnell beim Rasieren geworden. Es zippt nichts. Entweder habe ich den Messer "einrasiert" oder habe mich abgehärtet. Ich musss aber fähreweise sagen , dass ich auf den schwierigsten Stellen im Gesicht einen Schnurbart und einen kleinen Bart am Kinn habe.
Ich kann mir vorstellen, dass ich mit einem "richtigen" Messer bessere Ergebnisse bekomme.
Gruß Adler1
P.S. Bei YouTube gibt es Videos, wie man sich mit einem Messer oder sogar mit Axt rasiert, und in der nicht so weit entfernten Vergangenheit hat man sich mit Bronse-Werkzeug und scharfen Steinen rasiert...
Ich will niemanden einreden sich mit BestBrand zu rasieren, aber selber bin ich immer der Meinung gewesen: man muss im Leben alles ausprobieren.