gut-rasiert
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Autor Thema: Ruhepause des Pinsels: Mythos oder Wahrheit?  (Gelesen 1213 mal)
Drei
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« am: 21. August 2009, 23:02:36 »

Die Klinge braucht eine Ruhepause, so heißt es, um wieder voll leistungsfähig zu werden. Gilt das gleiche für den Pinsel? Soll er besser komplett durchtrocken oder nur bis zu einer gewissen Restfeuchte?
Wieviel Pinsel sind optimal, was denkt ihr?
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kw
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« Antworten #1 am: 21. August 2009, 23:30:15 »

Die Aussage habe ich jetzt sowohl von Mühle, Shavemac und auch Thäter bekommen: der Pinsel sollte schon durchtrocknen können. Bei einem Pinsel bedeutet das nach Rasur Ruhe bis zum nächsten Morgen. Wie gesagt, unter optimalen Bedingungen. Da ich, wie eh jeder(?) hier, mehr als einen Pinsel hat, rotiere ich einfach und dann ist trocken.
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Frank Kratzsch
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« Antworten #2 am: 22. August 2009, 00:06:55 »

Eine Studie hierzu gibt es nicht, aber es gilt was kw schon erwähnt hat, ein Pinsel sollte immer die Möglichkeit haben komplett zu trocknen. Hierbei sind natürlich 2 Rasierpinsel optimal, aber es haut auch mit einem genauso gut hin. Einfach diesen einen Pinsel nach der Rasur an einem gut durchlüfteten Ort abstellen und am nächsten Morgen / Abend ist er wieder fit für die Rasur.
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Guilty
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« Antworten #3 am: 22. August 2009, 00:19:13 »

ein Pinsel sollte immer die Möglichkeit haben komplett zu trocknen.


Um dann im anschluss direkt wieder nass zu werden?
Der Pinsel wird ja weitgehenst so gut es geht ausgeschlagen.Sollte er wiedererwartend bis zur nähsten Rasur nicht vollständig getrocknet sein was soll das ausmachen?Sollte man dann wenn er nicht richtig getrocknet ist einen anderen nehmen?
Sollte tatsächlich eine Schädigung des Pinsels während der trocknungszeit auftreten was ich bei einer geringen Feuchte nicht glaube sollte man wenn man Angst hat den Pinsel nach dem Gebrauch trockenföhnen und nicht erst warten bis er von alleine getrocknet ist.
« Letzte Änderung: 22. August 2009, 00:34:17 von Guilty » Gespeichert
kw
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« Antworten #4 am: 22. August 2009, 07:59:21 »

Guilty, vielleicht geht es auch weniger um die Feuchte als solche, sondern um Regeneration der Haarstruktur, o.ä. Das stand wiederum in den Antworten der Firmen nie mit drin.

[Sendung mit der Maus Modus]Hmmm, was macht ein Dachs, wenn er einmal im Wasser war? Legt er sich bis zum nächsten Morgen ins Trockne bevor er wieder reinspringt?[/Sendung mit der Maus Modus] Grinsend

Wie gesagt, ich habe keine Ahnung. Als Anfänger habe ich einfach aus Neugierde bei den Firmen angefragt und das einstimmig als Antwort erhalten.
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günni
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Viva Colonia


« Antworten #5 am: 22. August 2009, 08:09:49 »

Ich habe heute morgen einfach mal geföhnt, guter Tipp, Guilty
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"Et hät noch immer jotjejange"  Das ist Kölsch, die einzige Sprache die man auch trinken kann.

Member of the 'Brotherhood of Thäter owners' 4292/4 Cocobolo
Drei
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« Antworten #6 am: 22. August 2009, 08:41:21 »

Wie tief wandert eigentlich die Feuchtigkeit im Pinsel? Bis runter in die Einbettung? Wenn das einzelne Haar dort im Wechsel quillt und schrumpft , wäre das doch analog zur alternierenden Belastung bei Stahl (so oft hin und her bis er bricht, Pinsel: so oft dick und dünn bis gelockert).
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Frank Kratzsch
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« Antworten #7 am: 22. August 2009, 08:56:29 »

Also meine Pinsel werden meißt trocken bis zur nächsten Rasur, so das sich für mich da kein "Problem" ergibt. Ich denke auch nicht das es dem Rasierpinsel etwas ausmacht, denn es gibt ja auch Menschen mit starkem Bartwuchs die sich 2 mal am Tag Rasieren. Andererseits ist es doch so, das wenn man etwas immer feucht hält fängt es irgendwann doch an zu schimmeln.

Meine Pinsel würde ich aber auch nicht Fönen wollen, denn das halte ich für bedenklicher als diesen wieder mit der vorhandenen Restfeuchte einzusetzen.
Das mit dem lebenden Dachs ist kein gutes Beispiel, da das Fell ja über die Haut des Dachses gefettet wird und so feuchtigkeit kaum eine chance hat länger im Fell zu bleiben. NEIN, das soll nun nicht heißen das wir unsere Pinsel mit Lanolin einreiben sollen....... Grinsend

Ich denke es soll jeder so halten wie es Ihm gefällt. Wenn der Pinsel ein Problem bekommt werde wir es dann schon sehen.
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kw
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« Antworten #8 am: 22. August 2009, 09:00:38 »

@Frank: augenscheinlich hat es mein Simpson Special auch 10 Tage in einer Pinseldose (mit Luftöffnung) überlebt, obwohl ich ihn mit Restfeuchte reingesteckt habe. Müffelt nicht, außer nach Seife, und keine optischen Einbußen.
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Frank Kratzsch
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« Antworten #9 am: 22. August 2009, 09:12:07 »

Ich denke alles kann, nichts muss. Dem einen Pinsel wird es vielleicht schaden, der andere hält es tapfer durch....
Man sollte vielleicht bei älteren Pinsel ein wenig aufpassen, da vor einigen Jahren die Harze mit denen das Haar "gebunden" wurde nocht nicht so toll waren. Gleiches gilt auch für die Harze mit denen das Haar und der Griff zusammen gefügt werden.
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oldtimer70
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« Antworten #10 am: 22. August 2009, 09:29:09 »

Das kann ich nur bestätigen. Vor einiger Zeit löste sich bei einem meiner ältesten Silberspitzen RP mit Büffelhorngriff plötzlich das Haarbündel, d.h. es wurde wackelig im Griff. Ich habe das Haarbündel dann vorsichtig herausgezogen und dabei festgestellt, daß dies im unteren Teil mit einem starken Faden  mehrfach umwickelt war und im Griff mit einer mir unbekannten grauen Masse, die eine kristalline Struktur hatte, "eingekittet" war.
Nachdem ich die Reste dieser Masse entfernt hatte, habe ich das trockene Haarbündel mit einem 2-Komponenten Epoxikleber wieder eingeklebt.
Bis heute hat diese Neuverklebung gehalten und ich hoffe, daß sie das auch noch weiter tun wird.

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eberhard
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« Antworten #11 am: 22. August 2009, 10:38:32 »

ich habe zwar drei dutzend rasiermesser, aber leider nur einen pinsel (shavemac dachshaar) den ich seit etwa 4 jahren fast täglich benutze. mit dem ergebniss bin ich noch immer zufrieden. deshalb glaube ich nicht, dass der pinsel eine ruhezeit braucht. wenn ich zurückblicke, dann erinnere ich mich, dass auch mein großvater und vater jeweils nur einen pinsel für die tägliche rasur hatten, und sich damit jahrelang rasiert haben, bevor sie einen neuen pinsel brauchten. und ich glaube, dass die pinsel heute viel besser als früher sind. deshalb sehe ich es eher als ein verkaufsfördernter mythos der pinselhersteller an.
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NegatroN
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« Antworten #12 am: 22. August 2009, 11:53:32 »

Andererseits ist es doch so, das wenn man etwas immer feucht hält fängt es irgendwann doch an zu schimmeln.

Aber er wird ja nicht "feucht gehalten", sondern quasi ausgewaschen und dann wieder zum Trocknen gestellt. Was den Schimmel angeht, kann das eigentlich kein Problem sein.

Der einzige Grund, den ich mir vorstellen könnte, wäre dass das Material auf Dauer Schaden nimmt, wenn es immer feucht ist. Haare, Harz, Griffmaterial (wobei das letzte ja nicht betroffen sein dürfte, denn da hält sich die Feuchtigkeit sicher nicht so lang).

Ist aber alles irgendwie ziemlich hypothetisch, denke ich. Bei den allermeisten dürften mindestens 24h zwischen den Benutzungen liegen. Im Normalfall weit mehr, weil mehrere Pinsel vorhanden sind und rotiert werden.

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kw
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« Antworten #13 am: 22. August 2009, 12:01:14 »

Zitat von: eberhard
deshalb sehe ich es eher als ein verkaufsfördernter mythos der pinselhersteller an.

Auf der anderen Seite preisen die Firmen aber ihre Pinsel dahingehend an, dass, wenn man ein hochwertiges Modell kauft und pflegt, dieses bis zu 10 Jahren nutzen kann. Also, man braucht nur DEN einen Pinsel.
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schlenk
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« Antworten #14 am: 22. August 2009, 12:28:20 »

Wie schon an anderer Stelle hier im Forum erwähnt, bin ich aufgrund eigener Erfahrung der Meinung, dass ein guter Rasierpinsel bei täglicher Benutzung d.h. ohne Ruhepause max. 10 Jahre hält. Natürlich kann man auch danach noch mit diesen Pinsel Schaum schlagen, keine Frage. Große Freude aber, allein nur optisch, wird man an diesem Rasierpinsel nicht mehr haben.
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gruesse von schlenk
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