henning
Mitglied
Offline
Beiträge: 7.843
|
 |
« Antworten #23 am: 22. August 2009, 09:48:27 » |
|
Ich habe viele hundert qualitativ sehr hochwertiger Klingen, der verschiedensten Hersteller. Sie sind fast alle sehr sehr günstig in der Bucht erworben worden. Der Klingenpreis beträgt ein paar Cent, im Jahr vielleicht winzige Eurobeträge. Ich gebe dagegen ein vielfaches für alte, oder manchmal auch neue Hobel und auch Messer, Pinsel, Seifen, Cremes und Wässerchen etc. aus, so daß für mich gerade das Sparen an der kostengünstigsten Stelle absolut keinen Sinn macht, weil es bestenfalls Promillebeträge der Gesamtkosten wären. Die Anschaffung eines plastikverkleideten Magneten würde sogar erstmal jedes Sparpotential überhaupt negieren. Daher zähle ich weder wie lange Klingen halten (ich weiß das nur manchmal eher zufällig), noch mache ich irgendeinen modernen oder altmodischen Voodozauber um die billigen Dinger. Sie verbleiben nach der Rasur im Hobel, wo sie der nächsten Rasur harren. Manchmal habe ich verschiedene Klingen in verschiedenen Hobeln, manchmal wechsle ich eine Klingen zwischen verschiedenen Modellen, je nach Gusto.
Sind sie stumpf - fliegen sie raus, fertig.
Klingen müssen einmal relativ viel Geld gekostet haben, denn es gab einige einfachste bis hochkomplizierte Schärfgeräte. Es gab sogar Vorrichtungen zum Abtrocknen, die bei den damals zuerst völlig unbeschichteten Klingen sogar Sinn machten. Wir sind aber nun in Zeiten angelangt, wo supergute Klingen aus aller Herren Länder zu Spottpreisen in der Bucht vertickt werden. Das gibt es noch nicht lange. Vor knapp 3 Jahren war man noch froh, beim Importeur relativ günstige Derbys kaufen zu können. Alternative waren Supermarktklingen wie die Cadea, oder altehrwürdige Hersteller wie Wilkinson, Gillette, Rotbart, Merkur usw. zu teils horrenden Preisen und teils leider fragwürdigen Eigenschaften, die aber durchaus auch von manchem Anwender anders empfunden werden. Über allem schwebt irgendwo die sagenumwobene Feather. Teuer, sauscharf und digital, denn entweder klappt es mit ihr - oder eben nicht. Ich verwende weder die teure Feather (weil ich mich bei meiner Vielzahl von verwendeten Hobeln nicht auf so ein Extrateil einstellen kann und möchte und auch keinen Grund sehe, gründlichste Rasuren noch toppen zu wollen), noch die kaum billigeren Althersteller (weil mir die supergünstigen Ausländer in aller Regel deutlich bessere Eigenschaften bieten).
Aus den genannten Gründen, behandle ich das Kapitel Klingen für mich selbst eher stiefmütterlich. Da ich viele Marken und Modelle verwendet habe, gebe ich aber gerne Tips wenn ich gefragt werde und beschränke mich beim Anfänger dann auf 3 - 4 Marken. Ich rate weder zu dem ganzen Vodoobrimborium, noch rate ich ab, gebe nur meine Meinung darüber kund. Deswegen auch kein Gehabe nach der Rasur. Ich halte den Hobel, samt Klinge, unter den Wasserstrahl und spüle so ab. Nur bei klemmenden längeren Haaren drehe ich etwas auf und entferne diese. Meine ganz persönliche Quintessenz ist wohl, daß es sich um einen der allergünstigsten Teile der Rasur handelt und ich mir eher weniger Gedanken um die Klingen machen muß. Ausgenommen ist, daß ich erinnere welche Marken und Modelle taugen und wie ich sie wiederbeschaffen kann und daß ich erinnere, welche eben nicht taugten.
Wie erwähnt, wenn sie stumpf sind - fliegen sie raus, fertig.
Ciao
|
|
|
|
« Letzte Änderung: 22. August 2009, 09:53:43 von henning »
|
Gespeichert
|
Meine Empfindungen bezüglich der Eigenschaften von Messern, Hobeln, Klingen, Seifen, Cremes und Pinseln sind nicht unbedingt übertragbar und keinesfalls als allgemeingültig anzusehen und können von anderen Anwendern durchaus gegenteilig erfahren werden!!!
|