gut-rasiert
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Autor Thema: Zwetschgenholzheft versiegeln - aber wie?  (Gelesen 790 mal)
xtralite
Neuling

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« am: 23. Juli 2009, 15:09:40 »

ich habe mir ein Zwetschgenholzheft gebaut. Nun möchte ich es nicht nur ölen, sondern auf Glanz lackieren. Ich glaube gelesen zu haben, dass Schellack nicht wasserfest ist. Wer kennt einen Lack den ich benutzen kann?
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kriklkrakl
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« Antworten #1 am: 23. Juli 2009, 15:22:35 »

transparentes Hartwachs /ich hab das aber noch nicht verwendet.
lässt sich jedenfalls prima auf Hochglanz polieren (wie beim Auto) und versiegeln.

Aufwändiger (& teurer, komplizierter) wären Beschichtungen mit transparentem Kunstharz (Resin) u.ä.
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AlterFreund
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DAS ist ein Messer...


« Antworten #2 am: 23. Juli 2009, 17:13:22 »

Hallo!
Mit Wachsen habe ich nur schlechte Erfahrungen gemacht, obwohl ich eigentlich Fan von althergebrachtem bin.
Beste Ergebnisse habe ich mit Sekundenkleber bekommen. Auftragen, polieren, auftragen, polieren...

Naja, oder das selbe mit Leinölfirnis.
Grüße

Zur weiteren Erläuterung Buddel:
@Jambo: Sorry, bin zur Zeit ein bisschen schreibfaul, daher hier nur kurz und knackig die Antworten.

1. Ich nehme am liebsten Leinöl. Dir Prozedur hat Senser ja schon gut beschrieben. Allerdings gehe ich etwas anders vor. Ich schleife das Holz nass und trocken beginnend mit Körnung  100 bis 600 von Hand. Danach nehme ich die:

Micro-Mesh Soft Pads     Nr. 705401 ( bei www.dick.biz )

und zwar wirklich hoch bis 12.000. Danach wird das Holz in Leinöl eingelegt. Trocknen lassen, noch mal mit 6000 - 12000 überpolieren.

2. Schellack nehm ich nicht mehr, da sehr aufwendig und zeitintensiv und zu wenig wasserresistent. Bei CCL-Öl war ich bisher begeistert, hatte aber gerade ein paar Vorfälle, die ich jedoch noch eruieren muss. Vielleicht später dazu mehr, wenn ich mehr weiß.

3.  Sekundenkleber mag ich nicht, da zwar optisch schön, aber das Holz ist danach tot. Sieht aus wie ein Plastikheft in Holzoptik. Wenn du es doch machen willst, kaufe sehr dünnflüssigen Sekundenkleber und bestreiche mit diesem, am besten mit einem alten Haushaltshandschuh über dem Finger das Holz. Grundierung braucht es keine. Das einfach 5-10 mal machen. Schnell verreiben, sonst gibt es Abdrücke oder du bleibst hängen  Zwinkernd. Genügend Trockenzeit zwischen den Schichten einplanen. Es heißt zwar Sekundenkleber, geht dann aber doch nicht so schnell. Am Ende alles wieder auf ein Niveau runterschleifen, ohne durchzuschleifen und dann mit den Pads polieren.

Buddel  Afro
 
« Letzte Änderung: 23. Juli 2009, 17:18:58 von AlterFreund » Gespeichert

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« Antworten #3 am: 23. Juli 2009, 17:29:18 »

ich arbeite grad einen alten Streichriemen (mit Handgriff) auf neu:
schwarze Farbe runterschmirgeln und lackieren/ polieren, da helfen mir die Tipps auch weiter  Daumen hoch
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Tim Buktu
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« Antworten #4 am: 23. Juli 2009, 22:47:13 »

Hat schon jemand Versuche mit Bootslack gemacht?
http://www.biopin.de/bootslack.html
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« Antworten #5 am: 23. Juli 2009, 23:03:28 »

Ich  Zwinkernd Ich bin wieder weg davon. Außerdem hab ich mit 2k Autolacken experimentiert. Auch nicht das gelbe vom Ei. Das Problem bei beiden Lacken ist, dass sie nicht annähernd so kratzbeständig sind, wie Sekundenkleber. Man hat schon wenn man nur mit einem Daumennagel über den Lack geht, leichte Dellen oder Furchen drin. Das Zeug ist eher zäh-elastisch, als hart.

Für Zwetchgenholz reicht meiner Meinung nach ölen vollkommen aus.
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Mit dem Messer, rasiert sichs besser.
Tim Buktu
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« Antworten #6 am: 23. Juli 2009, 23:08:27 »

Ich  Zwinkernd ...
Na, wen wundert's? Lächelnd

Und wieder wurde uns ein Fehlversuch erspart!
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harrykoeln
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Können diese Augen lügen?


« Antworten #7 am: 24. Juli 2009, 09:22:09 »

Sehr schöne Oberflächen lassen sich, wie ja auch hier schon angesprochen, mit Sekundenkleber (CA) erzielen. Allerdings sollte dabei klar sein, das die Holzhaptik verloren geht. Sieht wirklich sensationell aus, fühlt sich aber nach Plaste an.

Shellack ist in der Tat nicht wasserfest. Mir persönlich würde das gar nichts mehr machen, weil meine Hefte bei der Rasur (normalerweise) nicht (mehr) nass werden. Dieser natürliche, wundervolle Glanz den Shellack liefert ist in meinen Augen kaum zu toppen, wirds Heft nass, siehts sehr schnell, sehr unansehnlich aus.

Bienenwachs/Leinöl zu einer streichfähigen Paste verarbeitet, dünn aufgetragen und auspoliert bringen ebenfalls sehr sehr schöne Ergebnisse. Erster Schritt mit ner nicht zu harten Roßhaarbürste, anschließend mit einem weichen Lappen - toll. Voteil: natürlicher, sehr schöner Glanz, ausgezeichnete Wasserabweisung. Nachteil: Aufwendig.

CCL-Öl bringt auch eine sehr schöne Oberfläche, ist aber auch sehr aufwendig und erfordert Übung.

Meine "Standard"bearbeitung ist ein Mittelweg. Nach dem Schliff mit 240er, 12-24 Stunden in ein Ölgemisch, anschließend gut aushärten lassen (2-5 Tage) bis zuende schleifen und auf dem Polierfilz auspolieren. Das Holz ist durch das Ölgemisch verfestigt, seine Maserung (natürlich!) herausgehoben und angefeuert. Wer es ganz gut machen will, kann erst mit oa Ölgemisch und Bimsmehl und anschließend mit dem Öl und Tripelpulver die Oberflächen finishen. Kurz vorn Polierfilz, fäddisch. Das reicht, vor allen Dingen ist das Holz glatte, versiegelte Oberfläche ausgezeichnet vor Feuchtigkeit geschützt.   
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xtralite
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« Antworten #8 am: 25. Juli 2009, 15:12:32 »

habe das Heft nun versuchsweise mit Parkettlack behandelt, hat gut geklappt.
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xtralite
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« Antworten #9 am: 25. Juli 2009, 15:13:53 »

eine weitere Frage hätte ich noch: Die Lochung des Messers ist ja viel grösser als die Niete selber; hat das einen besonderen Grund oder könnte ich das Loch auch ausgiessen damit die Nietung weniger Spiel aufweist?
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formaldehyd
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« Antworten #10 am: 25. Juli 2009, 15:33:30 »

Bin schon gespannt wie das gute Stück aussehen wird.
Ich durfte schon ein Blick darauf werfen...
Die Lösung mit dem Parkettlack sieht wirklich viel versprechend aus!
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Buddel
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« Antworten #11 am: 25. Juli 2009, 17:44:28 »

eine weitere Frage hätte ich noch: Die Lochung des Messers ist ja viel grösser als die Niete selber; hat das einen besonderen Grund oder könnte ich das Loch auch ausgiessen damit die Nietung weniger Spiel aufweist?

Du kannst das zu große Erlloch mit Sekundenkleber oder Epoxy füllen und dann ein neues passendes Loch bohren. Ist kein Problem.
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