Hallo Bartagame,
es ist wirklich kurios, aber Du nimmst meine Frage, die mich seit letzter Woche (seitdem ich mich wieder mit dem Futur rasiere) aus dem Mund, nur mit umgekehrtem Vorzeichen! Meine Frage lautet:
Kommt Mann mit dem 37-er Hobel zurecht, wenn man tadellose Rasuren mit dem Futur auf den Stufen 2-4 erzielt? (Das Stufenintervall 2-4 ist recht groß und hängt ab von der verwendeten Klinge und dem Bartstoppelstand.)"Wieso eigentlich vergleicht man den Futur mit dem 37-er?", könnte man einwenden. Ist das kein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen? Ich meine: Nein. Ich ziehe den Vergleich, weil ich den Eindruck habe, daß in beiden Hobeln, die verwendete Klinge mit deutlich höheren Kräften gespannt wird. Im Futur jedenfalls ist das so; vielleicht ist deswegen auch die Geräuschkulisse bei der Rasur so exquisit und phänomenal... Der 37-er hingegen ist ein Torsionshobel, und alles was ich von diesen Hobeln bislang theoretisch weiß ist, daß sie ebenfalls die eingelegte Klinge mit enormen Kräften spannen.
@Bartagame Nach einer Woche fast ausschließlichen Futur-Einsatzes -- nach längerer Futur-Abstinenz -- kann ich sagen, daß wirklich geniale Rasuren dabei herumkommen. Dabei bewerte ich nicht nur das Resultat im Hinblick auf die Glätte, sondern berücksichtige multiplikativ auch die Sanftheit:
"Glätte X Sanftheit" sollten im Idealfall eine
glatte 1 ergeben, wenn die Werte beider Faktoren zwischen 0 und 1 liegen. Beim Futur liegt nach meinem Dafürhalten das Produkt zwischen 0.9 und 1.0. Soll heißen: zu 90-100% perfekte Rasuren.
Nun zum Nachteil des Futurs, der dazu führt, daß ich ihn nicht als alleinigen Hobel auf die vielzitierte "einsame Insel" mitnähme. Den Futur habe ich 2007 bei Manufaktum gekauft; vorher kannte ich unter den Hobeln nur den WC. Was mir immer wieder sauer beim Futur aufstößt ist, daß ein zweiter Hobel notwendig ist, um unter der Nase quer und hoch (=gegen die Wuchsrichtung) der Stoppeln zu rasieren. Sein Rasurkopf ist wuchtig. Das ist eigentlich ein riesiges Manko meiner Meinung nach. Alles "Üben" und Probieren hat trotz intensiver Bemühungen keine Abhilfe erbracht. Dennoch kompensiert der Futur diesen dicken Minuspunkt durch seine ansonsten perfekten Eigenschaften.
Fazit: Kennen sollte man den Futur auf jeden Fall. Jedenfalls dann, wenn man kein Vertreter von "One Man, one Rifle" ist. Vielleicht ist es ja auch meine eigene Dusseligkeit, mit ihm unter der Nase nicht klarzukommen, man weiß ja nie

Wenn man ihn einmal hat, gibt man ihn sicherlich nicht mehr her. Allerdings lernt man immer wieder neue Hobel kennen, die -- jedenfalls in meinem Falle -- echte Allrounder sind wie z.B. der 34-er oder 25-er. Diese beiden Hobel funktionieren ohne Einschränkungen, dennoch ist mit beiden meistens ein Durchgang oder eine kleine Nachbesserung mehr vonnöten. Und der Sound des Futurs ist nicht vorhanden.
mich interessiert das jetzt schon mal länger.
De 37 ist mein Alltagshobel, macht alles gründlich klein. Mit Geradschnit komm ich nicht so zurecht.
Am ehesten kam ich bisher mit dem Progress zurecht, jedoch ergab das auf Dauer viele eingewachsene Haare, warum auch immer. und die Haut war insg. auch gereizter.
Der Futur scheint ja einen ähnlichen Ruf wie der 37 zu haben. Welcher 37-Nutzer nutzt auch einen futur und findet ihn toll?
Zu Deiner letzten Frage: Ich bin leider noch kein 37-er Nutzer; deswegen kann ich diese Frage nicht kompentent beantworten. Allerdings werde ich mir den 37-er in kürze zulegen, weil ich mir von ihm die Vorteile eines Futurs erhoffe, ohne unter dem Manko leiden zu müssen, daß für die Nasenpartei ein Zweithobel erforderlich ist.
Ich kann natürlich nur unter subjektivem Vorbehalt folgendes feststellen: Ich halte den Futur in den Händen eines geübten Nassrasierers für ein phantastisches Gerät, jedenfalls dann, wenn im ungünstigen Fall ein Zweithobel zu Verfügung steht. Mein Tip an Dich wäre folgender: Frage einfach noch andere Futur-Benutzer danach, wie sie mit dem Futur an den Stellen zurecht kommen, an denen der große Rasierkopf evtl. Probleme bereiten könnte.
Wolfgang