Bengall Reynolds
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« am: 10. Dezember 2007, 21:38:31 » |
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Mal angenommen Ihr hättet zu viel Geld und würdet ab und an gerne einen Barbier aufsuchen; was wären Eure Ansprüche an eine gute Rasur (VP natürlich selbstverständlich)?
Sollte es unterschiedliche RS/RC zum aussuchen geben? Gleiches auch bei After Shaves und Balsams? Würdet Ihr Wert legen auf eine vorhergehende Gesichtsmassage oder anschließende Gesichtsbehandlungen?
Wonach würdet Ihr die After Shaves auswählen wollen? Passend zur Jahreszeit nach Duftrichtungen oder nach Marken der Hersteller?
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mecky messer
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« Antworten #1 am: 10. Dezember 2007, 22:18:08 » |
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das wäre mein ding: rein in den stuhl,gesicht mit einer birkenteer seife gewaschen bekommen(von klar-seife). dann ein peeling mit seesand,anschließend ein dampfbad fürs gesicht. nun eine kurze massage mit proraso preshave.nun hätte ich gerne das etwas schgaum mit goldachs geschlagen wird,dieser wird dann erstamal eine minute mit der hand einmassiert.nun kommt ein plisson zum zuge.die seife nicht zu lange einwirken lassen(nach meinen empfinden). als serstes hätte ich gerne ein 8/8tel an der backe.zweiter durchgang:die goldachs nur eine minute einweichen lassen.zum zweiten durchgang würde dann ein 6/8tel zum zuge kommen.die schaumreste sanft aus dem gesicht tupfen lassen,dann kalten kamillentee mit einem spritzer bay-rum als aftershave. nun wäre eine 15 minütige gesichtsmassage (nur mit gummihandschuhen da ich kein bock auf cuts in verbindung mit fremden händen habe )mit florena intensiv-gesichtscreme angesagt. der perfekte barbier sollte dann noch mehrere messer,seifen und cremes zur außwahl haben
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Drei
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« Antworten #2 am: 11. Dezember 2007, 07:16:25 » |
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... Barbier... Sollte es unterschiedliche RS/RC zum aussuchen geben? Gleiches auch bei After Shaves und Balsams?
Nix da! Das ist doch die Aufgabe des Barbiers! Den Stress kann ich auch alleine haben.  Ich würde mir auf Seiten RS/AS was neues, noch unbekanntes erwarten. Und dass er bei der Rasurtechnik über alle Zweifel erhaben ist.
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herzi
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« Antworten #3 am: 11. Dezember 2007, 07:41:21 » |
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Ich sehe das wie Drei. Den einzigen Sonderwunsch den ich hätte wäre ein Allergenfreier Balm für so Fälle wie mich. 
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Gruß, Stefan
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harrykoeln
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Können diese Augen lügen?
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« Antworten #4 am: 11. Dezember 2007, 07:50:13 » |
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In Ägypten hatte ich eine ausgesprochen angenehme Barbiererfahrung die sehr nah an meine Wunschrasur bzw an meinen Wunschbarbieraufenthalt kommt. Erst Haareschneiden mit vorherigem waschen und ausgiebigster Kopfmassage. Dann die Entfernung der Ohr-, und Nasenhaare und anderer pelziger "Wildwucherungen" mittels eines kunstvoll zwischen Händen, Fingern und Zähnen geschlungenen und gehaltenen Fadens. Während der Prozedur ging der Kopf des Barbiers (vielleicht 25 Jahre alt) vor und zurück - ganz so, wie der einer Taube, die über die Domplatte läuft. Eine lustige, aber sehr harmonische Bewegung. Durch die Verschlingungen der Schnur wurden die Haare ausgerissen - doch weh getan hat es nicht. Die Augenbrauen wurden ebenfalls frisiert und deren Ränder mit der Schnur geradezu modelliert. Dann die Rasur. Erst wurde das Gesicht gewaschen und eingecremt - womit auch immer - und die Bartzone sanft massiert. Die Creme wusch ich dann ab, dann das Einschäumen. Five Fives RC wurde mit einem Pinsel im Gesicht aufgeschlagen und zu einem sahnig-cremigen und angenehm kühlenden Schaum verarbeitet. Während des Weichens (insofern scheint das "VP" weltweit Anwendung zu finden) bereitete er das Messer vor. Wäre das jetzt noch ein echtes Messer und keine Shavette gewesen, hätte ich - glaub ich - das Paradies gesehen. Die Shavette wurde desinfiziert (mehrmals) und eine neue Klinge eingesetzt. Und nach ca. 5 min des Weichens gings los. Der Junge hatte es echt drauf. Super zielstrebig, schnell, sanft und gründlich schabte er den Bart aus dem Gesicht. Zweiter Durchgang. Schaum runterwaschen, eincremen und aftershaven...
Extra Super Klasse... Diese ganze Prozedur kostete dann so umgerechnet etwa 13 Euro...
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"The two most common things in the universe are hydrogen and stupidity. There is more stupidity around than hydrogen, and it has a longer shelf life." Frank Zappa (1940-1993)
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michi
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« Antworten #5 am: 11. Dezember 2007, 08:06:57 » |
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Tja, in Ägypten können wir Europäer uns das noch leisten.... Was ich auf keinen Fall bei einem perfekten Barbiersbesuch missen möchte, sind die heißen Kompressen. Dafür haben (oder hatten) die extra ein kleines Gerät, das einem Dampfgarer ähnelt. Ansonsten natürlich der übliche Smalltalk und das Gefühl eine der letzten Bastionen zu genießen die den Männern alleine vorbehalten ist  (Außer der bezaubernden Dame in unserem Forum  )
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Der Kultivierte bedauert nie einen Genuß. Der Unkultivierte weiß überhaupt nicht, was ein Genuß ist. (Oscar Wilde) Bezogen auf Nass- und Trockenrasierer ;-)
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Bengall Reynolds
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« Antworten #6 am: 11. Dezember 2007, 09:57:25 » |
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Das liest sich schon ganz gut hier! Danke! Ich will aber noch mehr Meinungen.......  Also bitte nicht so schüchtern!
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Eugen Neter
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« Antworten #7 am: 11. Dezember 2007, 10:30:52 » |
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Meine letzte Barbier-Erfahrung hatte ich vor ca. 10 Jahren bei meinem hiesigen, inzwischen leider in den Ruhestand getretenen Friseur (in Neuweier). Ich hatte damals, wenn ich mich recht entsinne, einen Dreitagebart. Der gute Mann machte das nach alter Väter Sitte: Erst mit zarten Fingern das Gesicht nach Wuchsrichtungen und Stoppelknäueln abtasten, dann mit einem weichen Lappen warm einfeuchten (ich mußte den Lappen dann solange im Gesicht halten, bis er eine Seife (weiß nicht mehr, welche) eingeschäumt und das Messer abgezogen hatte). Schließlich ging’s los. Mit einem weichen Pinsel verteilte er den Schaum im Gesicht, dann zog er sehr behutsam und routiniert seine Bahnen, und ich hatte hinterher eine glattere Rasur denn je.
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Eugen Neter
Globaler Moderator
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« Antworten #8 am: 11. Dezember 2007, 11:41:44 » |
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Zusatz: Der Spaß hat, das werd ich nie vergessen, damals 7 schlappe DM gekostet. Aussuchen durfte ich mir nichts, weder RC noch RS, das hat der Friseur ganz alleine gemacht. Angenehm war der nach hinten gekappte Friseurstuhl, angenehm war auch das in breitestem Badisch geführte Gespräch mit dem Meister. Und vor allem angenehm war, daß er mir das Gesicht, um die Stoppeln zu ertasten, aufs Feinste durchmassiert hat.
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Renato
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« Antworten #9 am: 11. Dezember 2007, 12:44:20 » |
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Hallo,
ich lasse mich alle 2 Monate ca. in Lucca beim Barbier Domenico rasieren. Und die Methode da ist perfekt für mich.
Guten Morgen und Tasse Espresso mit Zeitung Gesicht waschen und Behandlung mit heissen Handtüchern (das macht Domenico´s Azubine: Typ Wahnsinn auf zwei Stelzen)
Dann die obligatorischen Fragen: Wie gehts in Germania, wie gehts Familie, wie gehts Partei, usw. dito zurück. Dann schweigen Pre-Shave, dann Messer wetzen Einseifen, rasieren, after-shave.
Mir ist das Schweigen während der Rasur wichtig, ich liebe es zuzuschauen, wenn jemand so gut mit dem Messer hantieren kann, ich kann es leider nicht.
Fazit: Die Atmosphäre ist mir wichtiger als welche Mittel der Barbier benutzt.
Grüsse Renato
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Du weisst der Fuchs, der schläft nicht, er schlummert nur...
Grüsse/Saluti Renato
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Drei
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« Antworten #10 am: 11. Dezember 2007, 12:49:43 » |
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Mir ist das Schweigen während der Rasur wichtig,...
Ein wahres Wort, Renato. Der Grund, warum ich z. B. Friseurbesuche nicht sonderlich mag ist, dass die Friseusen so viel quatschen. Kaum hat man sich in sein inneres Ich vertieft, kommt schon wieder die nächste Frage. Anstrengend das.
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herzi
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« Antworten #11 am: 11. Dezember 2007, 13:00:06 » |
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@Renato: Barbierbesuch in Lucca? Das wären gleich zwei Gründe italienisch zu lernen.
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Gruß, Stefan
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mecky messer
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« Antworten #12 am: 11. Dezember 2007, 22:43:29 » |
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also ein friseur besuch in italien ist eine klasse für sich!!!!!!!!
positiv gemeint!
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