UbuRoy
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Tekst? Dat hebb hei nech...
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« am: 01. Dezember 2008, 15:59:30 » |
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Aus gegebenem Anlass wäre es sicher eine gute Idee, mal ein paar Tips zum begradigen verzogener Schalen zu geben. Natürlich immer mit Angebae des Materials etc.
Ich bin bestimmt nicht der Einzige, der häufig verzogene Schalen an alten zu restaurierenden Messern vorfindet.
Ich versuch nach Möglichkeit IMMER die Schalen zu retten, ehe ich sie gegen originale alte Schalen tausche. Neubeschalung kommt beim mir eigentlich nie vor, weil ich finde, das es einer Antiquität gegenüber nicht gerechtfertigt ist. Ist, wie einem Oldtimer einen Neuwagen Motor einzubauen. Liegt natürlich immer im Auge des Betrachters, wie verfahren wird...
Also, Tips und Tricks wie man Perlmutt, Celluloid, Holz, Bakelit, Guttapercha, Horn, Presshorn, Bein, Zahn, usw. wieder gerade bekommt.
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Was Du nicht willst, das man Dir tut, tu' auch keinem andern an oder mach's als ERSTER.
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UbuRoy
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Tekst? Dat hebb hei nech...
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« Antworten #1 am: 01. Dezember 2008, 16:04:52 » |
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Und gleich mein erster Beitrag:
Celluloid ist häufiger mal verdreht oder gewellt. Ich begradige es häufig durch Wärme in Verbindung mit Druck.
Dazu verwende ich in der Regel einen Heissluftföhn. Allerdings mit ganz besonderer Vorsicht, Celluloid ist extrem Brennbar! Verdrehte Schalen versuche ich ebenfalls mit Klammern und Wärme wieder in Form zu bringen.
Celluloid ist dahingehend ein recht dankbarer Werkstoff.
Bei Horn sieht es da erheblich schwieriger aus. Habe noch keine Adäquate Lösung gefunden, das auf Dauer wieder in Form zu bringen. Das gleiche gilt für Bakelit und Guttapercha. Extrem Spröde und Brüchig. Allerdings auch selten verzogen, dafür umso öfter gebrochen... Ob sich Perlmutt oder Schildpatt überhaupt nachtragend formgebend bearbeiten läßt, ist mir eher nicht bekannt. Damit meine ich nur Wäremebehandlung, biegen, einweichen, anlösen etc. Nicht Spanabhebend...
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Lord Vader
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Dunkle Seite der Macht
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« Antworten #2 am: 01. Dezember 2008, 16:47:52 » |
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interssantes thema. ich habe allerdings noch keine großen erfahrungen damit sammeln dürfen, da die verzogenen schalen, die ich bekomme, meistens total hin sind und z.b. durch die anstoßende klinge beschädigt wurden.
einen besonders krassen fall hatte ich mal, da war die klinge für das heft zu lang, was den vorbesitzer wohl nicht so störte. das ergebnis war, dass sich die klinge in den zinnkeil am ende eingearbeitet hatte. daraus habe ich gelernt, dass es bei gebrauchten messern nix gibt, was es nicht gibt!
ich bin jedoch auch der meinung, dass man die alten schalen, wenn es eben geht, retten sollte. aber wenn das nicht möglich ist, so finde ich eine neubeschalung auch ok! das hier einige forumskollegen abliefern, ist auch erste sahne, auch wenn das messer dadurch den charakter einer atiquität verliert!
lg
lord vader
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AlterFreund
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DAS ist ein Messer...
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« Antworten #3 am: 01. Dezember 2008, 16:59:06 » |
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Habe mal versucht verdrehte Horngriffschalen zu begradigen. 20 Minuten in Wasser gekocht, dann zwischen zwei Holzbrettchen und diese mit Holzzwingen auf Druck gebracht bis knapp vor Knack. Abkühlen lassen, herausnehmen. Festgestellt: besser als Vorher! Am nächsten Tag die Ernüchterung: über Nacht hatten sie sich wieder genau so verdreht wie zuvor.
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Meine Ausrüstung: Rasierseifen:25 / Rasiercremes:32 / After-Shaves:19 / Rasierpinsel:13 / Rasierhobel:5 / Rasiermesser:46 / Schleifsteine: 16 Haute Montagne - Lang und hoch lebe mein geliebter Pyrenäen-Dachs ! 
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UbuRoy
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« Antworten #4 am: 01. Dezember 2008, 19:45:58 » |
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Genau. Exakt auch meine Erfahrung. Horn kriegt man offenbar nicht wieder gerade. Aber vielleicht hat ja noch jemand anders einen anderen Weg gefunden.
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olddj
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Salzaha
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« Antworten #5 am: 01. Dezember 2008, 21:37:28 » |
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Genau wie Alter Freund habe ich dass auch gemacht, mit Horn und auch mit Plaste bzw. Celluloid, beim Horn muß man das Ganze aber ein, zwei Tage in der Spannvorrichtung lassen, ich hab so kleine Ratschenzwingen, die passen prima mit in den Topf, anschließend behandel ich das Horn mit Nagelcreme, hört sich blöd an, macht das Horn aber wieder elastisch.
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UbuRoy
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« Antworten #6 am: 02. Dezember 2008, 10:13:48 » |
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Klasse Tip! Hab hier noch einige wellige Hornschalen. Werde die also mal ein paar Tage einweichen, einspannen, eincremen und massieren. Wäre fein wenns hilft.
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olddj
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Salzaha
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« Antworten #7 am: 02. Dezember 2008, 22:47:13 » |
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Naja masieren mußt Du nicht, die Kuh macht nie wieder muh! 
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redmatze
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« Antworten #8 am: 16. Dezember 2008, 00:19:00 » |
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Der Mund des Menschen, ist oft gefährlicher als der Rachen eines Tigers.
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UbuRoy
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« Antworten #9 am: 16. Dezember 2008, 14:04:41 » |
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Hm. Der vorige Link mit der Beschreibung ist aber mit Vorsicht und nur bedingt zur Nachahmung geeignet. Jedenfalls wenn es sich um Kunstliche Schalen (anstaatt Horn) handelt. Ich habe einige Schalen auf die Art versucht zu begradigen. Gerade sind sie auch geworden, aber optisch völlig ruiniert. Und zwar wegen (der im Link ebenfalls gezeigten) weissen Verfärbung der Schalen. Die lässt sich nämlich NICHT mehr entfernen! Jedenfalls gelingt mir das nicht bei Guttapercha Schalen und auch nicht bei Perlmutt Imitat und Ivorine. Hängt sicher vom Material ab, aber schön ist es wie gesagt nicht im geringsten. Und ich hab echt poliert bis der Arzt kam. Die Verfärbung ist nicht nur Oberflächlich, sondern auch im Innern des Materials. Es hat sich also nicht nur verfärbt, sondern verändert durch das erwärmen.
Ich schätze, hier sollte kein siedendes Wasser verwendet werden, sondern vielleicht mal mit niedrigeren Temeraturen oder auch zum Beispiel mit warmen/heißen Öl experimentiert werden.
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jazzman
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« Antworten #10 am: 19. Dezember 2008, 12:56:27 » |
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Hallo gents, mit Öl funktioniert es ganz gut, hab die Hornschalen eines alten WB damit begradigt. Zuvor hab ich allerdings zweimal einen Testlauf mit alten nicht mehr benutzten Hornschalen gemacht um die "passende" Temperatur herauszufinden. vgl. http://www.gut-rasiert.de/forum/index.php/topic,3593.msg75256.html#msg75256Gruss jazzman
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Wir beginnen das zu begehren, was wir jeden Tag sehen!
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jap
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« Antworten #11 am: 18. Januar 2010, 18:03:04 » |
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Hi, auf die frage von andymue wollte ich das Thema hochholen. www.dick.biz schreibt zu Horn und Hornprodukten: #
Plastische Verformung (Biegen)
Wenn Horn auf eine Temperatur von ca. 150-200°C erhitzt wird, lässt es sich gut biegen. Fixiert man es während der Abkühlung, so hält es die Form weitgehend. Dünne Teile kann man z.B. mit einem Heißluftföhn erhitzen. Da Horn ein schlechter Wärmeleiter ist muss man dabei behutsam vorgehen, um die Oberfläche nicht zu verbrennen. Stärkeres Material sollte zuerst für min. 20 Minuten im Wasser gekocht werden.
Auch ein Erhitzen im Ölbad bis auf Biegetemperatur ist möglich, es eignet sich dazu z.B. eine Fritteuse mit Speiseöl. Auf diese Weise kann man Horn auch zu dünnen Platten verpressen oder bei entsprechend hoher Temperatur auch Laminate (Verschweißungen) von Hornteilen vornehmen. Die Teile sind dann bis zur vollständigen Auskühlung und Trocknung zu pressen.
Quelle (19.1.2010): http://www.dick.biz/dick/page/31_14_00_00_produktinfo_material_horn/detail.jsf
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UbuRoy
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« Antworten #12 am: 18. Januar 2010, 18:23:46 » |
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Horn ist Null Problem zu begradigen. Einfach über Wasserdampf. Es behält problemlos die Form bei. Nix verzieht sich oder sonstwie.
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shaved
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« Antworten #13 am: 18. Januar 2010, 20:10:18 » |
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Stumpfe Messer schärft man. Schleifen ist etwas anderes.
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jap
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« Antworten #14 am: 19. Januar 2010, 07:05:18 » |
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Uburoy, packst du die dann danach noch zwischen zwei Platten bis sie erkalten oder einfach so hinbiegen wie mans mag und dann wo hingelegt?. Wie schaut es mit alten Schalen aus die schon aufgesprungen sind und spröde?
Shaved, super link dankeschön!
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