gut-rasiert
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Autor Thema: Carborundum Schleif- und Abziehsteine  (Gelesen 1858 mal)
Bengall Reynolds
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« am: 19. Oktober 2007, 13:32:57 »

Benutzt hier irgendwer noch alte Carborundum Steine, z. B. die mit dem Indianer-Kopf der Firma "Deutsche Carborundum-Werke G.m.bH. Düsseldorf-Reisholz"?

Der Stein mit der No. 109 hat auf einer Seite eine recht brauchbare Körnung fürs abziehen von Rasiermessern.
Was mich bei den Dingern allerdings wundert:

- bei manchen Klingen greift der Stein richtig gut bzw. man merkt direkt das was passiert.
Bei anderen Klingen kommt´s mir vor als schliddern diese einfach nur über den Stein ohne das überhaupt irgendwas passiert?HuchHuch
Sowohl bei rostfreien als auch bei normalem Stahl fällt mir das auf.

Hat das was mit der Rockwell-Härte der Klingen zu tun?

Warum gibt´s diesen Unterschied auf japanischen Wassersteinen nicht?
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Senser
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« Antworten #1 am: 19. Oktober 2007, 13:41:15 »


Hat das was mit der Rockwell-Härte der Klingen zu tun?

Warum gibt´s diesen Unterschied auf japanischen Wassersteinen nicht?

Hallo Bengall
Vermutlich sind manche Klingen tatsächlich härter als der Karborundum. Dann kannst du schieben bis zum St.Nimmerleins Tag und nichts passiert. Jedenfalls nicht am Messer.
Auch der 6000er King (japanischer Wasserstein) streicht ab und zu die Segel. Vorzugsweise bei Edelstahl.
Gruß Senser
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Paysbas
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« Antworten #2 am: 19. Oktober 2007, 16:04:09 »

Auch der 6000er King (japanischer Wasserstein) streicht ab und zu die Segel. Vorzugsweise bei Edelstahl.
Gruß Senser

dann hilft, zumindest bei mir, der Blaue Belgische Brocken weiter
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Herzliche Grüße aus Oberschwaben, 
Paysbas
Bartisto
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« Antworten #3 am: 19. Oktober 2007, 19:30:02 »


Hat das was mit der Rockwell-Härte der Klingen zu tun?

Warum gibt´s diesen Unterschied auf japanischen Wassersteinen nicht?

Hallo Bengall
Vermutlich sind manche Klingen tatsächlich härter als der Karborundum. Dann kannst du schieben bis zum St.Nimmerleins Tag und nichts passiert. Jedenfalls nicht am Messer.
Auch der 6000er King (japanischer Wasserstein) streicht ab und zu die Segel. Vorzugsweise bei Edelstahl.
Gruß Senser

Hallo Senser,

vermutest Du tatsächlich, dass unser Messerstahl härter ist als Carborundum, eine Verbindung aus Silicium und Kohlensoff, mit der Mohshärte von 9,6 (Diamant 10) ? Das kann doch wohl nicht sein.
Wenn dem so wäre, dann wäre Carborundum bestimmt nicht das zweithärteste Schleifmittel das wir nach dem Diamant kennen.

Gruß
Bartisto
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Lacky
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« Antworten #4 am: 19. Oktober 2007, 22:52:12 »

Messer die über die ganze Klingenlänge plan aufliegen saugen sich förmlich an dem Stein fest und man hat das Gefühl da tut sich was.
Wenn das Messer jedoch punktuel afliegt kann das Gefühl ganz anders sein. Vielleicht liegt es auch daran?
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Bengall Reynolds
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« Antworten #5 am: 19. Oktober 2007, 23:46:23 »

Nee, also krumm oder gebogen sind weder die Steine noch die Messer.

Scheinbar wieder eins dieser erstmal unlösbar erscheinenden Rätsel wie ich es seinerzeit mit dem Pumaster-Inox Stahl hatte?








Ach so, sollte jemand einen seiner Wassersteine mit Öl versaut haben.....
bei einem der Carborundum-Steine lag ein Beipackzettel bei, nach dem man das Öl am besten durch ein Tauchbad in Petroleum oder einfaches auskochen in Wasser entfernen kann.
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Senser
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« Antworten #6 am: 19. Oktober 2007, 23:56:14 »

@ Bartisto
Dann muß eine andere Theorie her. Was meinst du denn? Ich kann da ja auch nur raten.
Gab es da nicht mal irgendwo eine Vergleichstabelle mit Härtegraden von Stein und Stahl?
Gruß Senser
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lagavulin
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« Antworten #7 am: 22. Oktober 2007, 13:57:19 »

@ Senser
Härtevergleiche können aufgrund der verschiedenen Prüfverfahren nicht immer genau angegeben werden. Aber folgendes Bild gibt einen guten ersten EIndruck:



Carborund bzw. Siliciumcarbid ist mit einer ungefähren Vickershärte von 2600 also allemal geeignet ein Rasiermesser klein zu kriegen. Wer sich tiefer mit den Verfahren der Härteprüfung beschäftigen will, dem kann ich nur die Seite Uni Stuttgart empfehlen. http://www.imwf.uni-stuttgart.de/lehre/vd/wkp/02_Haertepruefung/Haertepruefung.htm



@ Bengall Reynolds

Dein Problem kommt wohl eher von dem Phänomen, welches die Angelsachen "glazing" nennen. Beim Abrichten mit zu feiner Körnung und im Laufe der Zeit beim Schleifen bildet sich auf der Oberfläche eine Schicht aus Siliziumdioxid. Diese Oxidschicht lässt den Stein glasartig werden, so dass er nicht mehr gescheit greifen kann.
Auch bei anderen Keramiksteinen kann das auftreten.

Abhilfe schafft man durch regelmäßiges Abrichten. Mit Schleifpapier wirst du auf Dauer wohl auch nicht weit kommen. Besorg dir am Besten einen billigen Diamantstein, mit dem du die Oberfläche leicht wieder griffig machen kannst
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Senser
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« Antworten #8 am: 22. Oktober 2007, 17:29:21 »

Danke Lagavulin
Dann werd ich mal die Augen aufhalten. Wichtig ist ja nicht nur die Härte, sondern auch die Feinheit. So einen "Karborundum" mit Indianerkopf habe ich als Grobschliff Stein für die Sense. Ist natürlich für für Rasiermesser viel zu grob. Aber mal sehen, was man so auftreiben kann.
Gruß Senser
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Bengall Reynolds
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« Antworten #9 am: 22. Oktober 2007, 18:14:10 »

Danke für den Wink Lagavulin!
Werde ich mal genauer betrachten den Sachverhalt.
Von alleine wäre ich nie auf diese Idee gekommen. Vor allem da der Stein absolut plan ist, hätte ich den wohl nie neu geplant bzw angeraut.
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