gut-rasiert
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Autor Thema: Der Fränkische Schiefer oder die Europäische Nagura Methode  (Gelesen 931 mal)
lesslemming
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« Antworten #15 am: 18. Januar 2012, 15:12:58 »

Hi Frank,

ich habe den Franken durchaus mit Schlamm verwendet. Ich habe dazu eine DMT Karte in extra fein (1.200) genommen.
Das ging relativ problemlos, so hart ist eben kein Stein der Welt, dass man ihn nicht anreiben könnte Zwinkernd

Der Schlamm war sehr sahnig und sanft, hat ein ähnliches Finish hinterlassen wie ein angeriebener Chinesischer 12.000er oder Thüringer.
Das ist allerdings schon ein bisschen her, vielleicht kann ja jemand anderes noch mehr dazu beitragen
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BastlWastl
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« Antworten #16 am: 18. Januar 2012, 15:29:11 »

@Frank83: Hab ich schon probiert, aber das verfälscht das Ergebniss, sprich er wird irgendwie gröber der Stein, hab allerdings nur einen DMT 325 (allerdings schon ziemlich abgewerkelt.)

Mit einem passenden Anreiber lässt sich mit viel Mühe Schlamm erzeugen, der aber macht das Schliffbild ebenfalls "gröber" wie Lesslemming schon geschrieben hat. Der Stein wird etwas schneller, poliert aber nicht so schön. Da ist man bei vergleichbaren Ergebnissen auf einem alten Thüringer schneller. Eventuell kann mann durch das Anreiben direkt vom GBB bzw. irgendeinem 8000`er auf den Franken wechseln und dann durch stetiges Verdünnen den Schliff verfeinern.
Also ich denke dieser Stein will nicht angerieben werden, sondern nur polieren.

 

mfg.Wastl.
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lesslemming
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« Antworten #17 am: 18. Januar 2012, 15:54:07 »

Ich hatte auch das Gefühl der Franke kann die Kratzspuren/Zähnchen die sein Schlamm produziert nicht durch Benutzen nur mit Wasser wieder auspolieren
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strawinski
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« Antworten #18 am: 18. Januar 2012, 16:22:18 »

also ich würde einen stein nehmen, wie ich meinen Arkansas anreibe. Der ist ja auch hart wie sonstwas. Also ich nehme dazu einen Silicium Carbit Abziehstein , so 180-300er Körnung. Das geht beim Arkansas ganz gut und mach keene riefen auf dem Stein. einfach mal probieren
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kimeter
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« Antworten #19 am: 18. Januar 2012, 18:02:49 »

Ich hatte das Glück ein relativ großes Stück zu ergattern(21,2*6cm) und habe mir schon überlegt ob ich nicht eine Ecke abschneide. Wobei ich nicht glaube dass da recht viel zum anreiben ist, aber einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.

Das anreiben mit einem Stück vom selben Stein ist eigentlich kein Problem. Hier ein Bild: (Ein Steinmetz hat mir ein Anreiber ca. 28 x 80mm aus dem selben Stein geschnitten...)


-Andreas  
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strawinski
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« Antworten #20 am: 18. Januar 2012, 18:12:06 »

meinest den Anreiber Franke auf Franke#? wie ist denn dann das Schleifbild....
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kimeter
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« Antworten #21 am: 19. Januar 2012, 00:15:44 »

meinest den Anreiber Franke auf Franke#? wie ist denn dann das Schleifbild....

Ja genau, das obige Bild zeigt den Franken angerieben mit einem Stück vom dem selben Stein. Aufgrund der stattlichen Größe von 245x80x27mm hatte ich ein Stück von dem Stein abtrennen lassen. Zum Schleifbild: Heute habe ich ein Wacker Rasiermessser auf verschiedenen Steinen geschärft. Das Messer hatte einige kleine Ausbrüche an der Schneide und musste geschärft werden. Mit der DMT Coarse Platte wurde auf dem Naturstein Amakusa Schleifschlamm angerieben und die Ausbrüche weitestgehend entfernt. Danach folgte der Aoto, und nach dem Aoto direkt auf den Franken! Das wollte ich schon länger mal testen...

Aoto, angerieben mit DMT Coarse. Rasiermesser abgeklebt mit einer Lage Klebeband.


Franke, angerieben mit DMT Coarse. Eine Lage Klebeband.


Franke, angerieben mit DMT Extra Fine. Eine Lage Klebeband.


Franke, angerieben mit dem Anreiber aus dem selben Material. Eine Lage Klebeband.



Franke, ohne Schleifschlamm. Eine Lage Klebeband.  



Franke, ohne Schleifschlamm. Zwei Lagen Klebeband.



Nach dem Ledern.


Den Haarstest hat das Rasiermesser "bestanden". Auf die Rasur bin ich mal gespannt.  Smiley

-Andreas
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strawinski
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« Antworten #22 am: 19. Januar 2012, 08:41:45 »

bitte mal die Bilder überprüfen...man kann sie nicht laden...Danke!!!
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vheezy
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« Antworten #23 am: 19. Januar 2012, 08:47:59 »

Hmm, vor 'ner halben Stunde ging's noch bei mir. Jetzt auch nicht mehr!

Aber geniale Bilder, was ich so gesehen hatte. Womit hast du die gemacht?
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BastlWastl
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« Antworten #24 am: 19. Januar 2012, 11:09:36 »

 dh:Super Kimeter!

Danke für die Bilder, die meine Theorie untermauern dass der Stein durch anreiben (egal wie, mit Franken oder DMT) etwas gröber wird.
Wie viele Schübe hat es denn bei dir gebraucht bis zu diesem Ergebniss?
Und wie war die Rasur?

mfg.Wastl.
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strawinski
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« Antworten #25 am: 19. Januar 2012, 11:23:24 »

würde mich auch interessieren. vor allem eines. wenn ich vom Escher auf den Franken gehe und den Franken anreibe, schleife und danach noch mals ohne Schlamm drübergehe, wie ist das komplette Endergebnis im Gegensatz zum Escher und blanken Franken.
Zerstöre ich da die komplette Signatur vom Escher beim angeriebenen Franken oder ist es besser sowas zu lassen.....
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BastlWastl
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« Antworten #26 am: 19. Januar 2012, 14:47:48 »

@Strawinski: Ich hab das mal getestet, allerdings nicht mit einer Rasur. Vorarbeit bis GBB leidlicher HHT, Escher HHT sehr gut, Franke mit Schlamm vom selben Stein(die Facette wird wieder gröber) HHT leidlich, Franke nur mit Wasser HHT besser als nach dem Escher.
Wieder zurück und die polierung des Franken mit Escher entfernt, HHT wieder sehr gut, Dann 100 Schübe Franke mit Wasser HHT wieder besser.

Sprich den Schritt kann man sich sparen! Wenn mann das ganze natürlich sehr subjektiv Grinsend in Körnungen einteilen würde und mann annimmt das der Escher bei ca. 10-12 K liegt und der Franke bei sagen wir mal 15K dann ist der Franke mit Slurry in etwa bei 8K also kann man sich den Escher sparen und direkt vom GBB auf den angeriebenen Franken wechseln um anschließend die Facette nur mit Wasser zu "polieren".

Der Franke eignet sich als Stand-Alone-Stone mit den entsprechenden Anreibern und kann wenn man viel Zeit hat und entsprechende Anreiber (wie Kimeter ja schon bewiesen hat reichen da verschiedene DMT Körnungen und ein Stück Franke als Anreiber, als solcher benutzt werden.

Wie schon vermutet wurde werden bei diesem Stein beim Anreiben Partikel freigesetzt die je nach größe der Partikel eine entsprechende Schleifwirkung entfalten.
Ganz im Gegensatz zu den Japanischen Nagura, deren Schleifschlamm ja immer feiner wird. Vergleichbar am ehesten mit dem GBB/BBB deren Partikel sich im Schleifschlamm ja auch nicht zersetzen.
Nur eben langsamer.

Ich hatte das Glück ein relativ großes Stück zu ergattern(21,2*6cm) und habe mir schon überlegt ob ich nicht eine Ecke abschneide. Wobei ich nicht glaube dass da recht viel zum anreiben ist, aber einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.

Das anreiben mit einem Stück vom selben Stein ist eigentlich kein Problem. Hier ein Bild: (Ein Steinmetz hat mir ein Anreiber ca. 28 x 80mm aus dem selben Stein geschnitten...)


-Andreas 

Funktionieren tut das schon aber wie lange hast du gebraucht um den Schlamm zu erzeugen?, ich hab nach 5 min. mit einem Bruchteil des bei dir entstandenen Schlamms aufgegeben.

mfg.Wastl.
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strawinski
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« Antworten #27 am: 19. Januar 2012, 19:10:38 »

danke für den ausführlichen Bericht Bastl...genau das habe ich gesucht.....haste als Anreiber für den franken mal nen Silicium Carbid Stein so, um die 300 probiert? Beim Arkansas, der ja genauso hart ist funktionier es sehr und schnell mit dem Schlamm.
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kimeter
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« Antworten #28 am: 19. Januar 2012, 22:33:34 »

@vheezy
mit einer DigiMicro von dnt. Die gezeigten Bilder sind 200fach vergrößert. Das Mikroskop gibts für relativ wenig Geld, hat aber leider einen wackeligen Standfuß. Ansonsten Top Mikroskop  Daumen hoch

@BastlWastl
Wie viele Schübe das waren kann ich nur grob schätzen. Ich vermute mal so 120 bis 150 pro Durchgang. Die Rasur heute Morgen hat sich in Sanftheit und Gründlichkeit nicht bemerkenswert von anderen Rasiermesser unterschieden, die ebenfalls auf sehr feinen Steinen geschärft wurden, wie zb. Shapton purpur 30000, N-SS 8000 bis 12000, Ohira, Ohzuku, Manufactum Thüringer, Ohtaniyama Awasedo.

Zitat
Funktionieren tut das schon aber wie lange hast du gebraucht um den Schlamm zu erzeugen?, ich hab nach 5 min. mit einem Bruchteil des bei dir entstandenen Schlamms aufgegeben.
Das Bild zeigt einen Ausschnitt von konzentrierten, bzw. zusammengeschobenen Schleifschlamm. Auf der vollen Fläche ist der Schlamm deutlich wässriger. Ich schätze so ca. 3-4 Minuten habe ich den Stein angerieben.

-Andreas

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