gut-rasiert
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Autor Thema: Schräger Klingenspalt - Korrektur?  (Gelesen 623 mal)
vheezy
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Beiträge: 122



« am: 28. Oktober 2011, 10:54:19 »

Hi,

ich bin relativ günstig an einen Gillette Adjustable Super Slim (1970) gekommen, bei dem leider auf einer Seite der Klingenspalt etwas schief ist. Auf Stufe 1 ist er links komplett geschlossen und auf der rechten etwas weniger als 0.5mm.

1. Frage:
Ist das sehr schlimm? Wie wirkt sich das auf die Rasur aus?

2. Frage:
Kann man das irgendwie korrigieren?
Wenn ich von unten leicht an die linke Befestigung des Butterfly-Flügels (wie is da der korrekte Begriff?) drücke, bekommen ich den Spalt auch parallel.

Vielen Dank
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Soulweeper
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« Antworten #1 am: 28. Oktober 2011, 11:33:48 »

Ziemlich gute Frage, die ich auch schonmal stellen wollte hier.

Bin ein großer Adjustable Fan und habe mir auf diversen Flohmärkten
schon mehrere Gillette Adjustable (Slim, Fatboy...) zugelegt, bei denen
der Splat nicht immer parrallel ist..

bin mal auf die Antworten gespannt und hoffe jemand kann uns sagen,
wie wir das hinbekommen...

Christian
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Standlinie
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« Antworten #2 am: 28. Oktober 2011, 13:54:24 »

Von einer von uns Männern vollzogenen Nassrasur erwarten wir natürlich, dass diese sauber und gründlich ausfällt und keine Gesichtsverletzungen gleich welcher Art nach sich zieht. Hierzu wählen wir ja auch ein entsprechendes Equipment und den Hobel aus.

Zum Hobel. Damit dieser sanft, sauber, gründlich und uns zufriedenstellend arbeiten kann, müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt sein. Z.B. die richtige Klinge; das entscheidet aber jeder selbst. Dann die Stellung der Klinge im Hobel. Idealerweise steht die Schneide auf beiden Seiten des Hobels gleich weit hervor. Der Abstand der Schneide zur Schaumkante soll auf der gesamten Länge parallel verlaufen. Werden diese Voraussetzungen nicht oder nur unzureichend erfüllt werden, sind Hautverletzungen vorprogrammiert. Bei der Rasur wird sonst ein Teil der Schneide bei nichtparallelem Verlauf oder unzureichendem Vorstand der Klinge immer einen direkten Hautkontakt haben. Das führt (bei mir) in der Regel zu einer Schnittverletzung, wenn ich nicht entsprechend aufpasse. Aber selbst dann, wenn ich übervorsichtig rasiere, reicht eine falsche Bewegung mit der Hand aus, um einen sofortigen Cut zu erzeugen. Genausogut könnte die vorstehende Schneide Ultramikrotomeigenschaften bewirken. Die Schneide liegt auf der Haut auf und entfernt während des Rasurvorganges die oberste Hautschicht. Dieser Vorgang ist beispielsweise bei einem ganz ordinären Käsehobel sogar erwünscht, wenn er dünne Käsestreifen abhobelt. Das anschließend aufgetragene Aftershave wird entsprechend brennen.

Ich prüfe bei jedem neuerworbenen Hobel gleich am Anfang, ob Klingenschneide und Schaumkante parallel verlaufen. Tun sie es nicht, richte ich die Schaumkante mit einem feinen Flachmeißel oder einer Flachzange nach. Bei einem Fatboy, Slim oder Rockett ist dies recht einfach möglich. Bei einem Hobel aus Zinkdruckgus nicht unbedingt.
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Mit freundlichem Gruß, Standlinie.

Die Nachhaltigkeit einer gründlichen Nassrasur zeigt sich am nächsten Morgen an nur gering und gleichmäßig neugebildeten Bartstoppeln.
Rockabillyhelge
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ERN-ivettist


« Antworten #3 am: 28. Oktober 2011, 19:28:42 »

Das kann mehrere Gründe haben,
oft ist es nur Dreck auf der Unterseite der Tech-Unterplatte des Adjustable, einmal mit einer dünnen Bürste zwischen der Hebeplatte des Adjustable Mechanismus und der eigentlichen Unterplatte durch und schauen was sich ergibt.
Was aber auch sehr häufig passiert ist das durch Gewalteinwirkung oder festdrehen trotz Verklemmung, die T-förmige Stange des TTO-Mechanismus an der auch die Flügel befestigt sind verbiegt, das Problem lässt sich allerdings fast nur durch Auseinanderbauen lösen, und selbst dann ist höchste Vorsicht geboten da die Stange aus Messing ist und das T-Stück aus Stahl und die Stange gerne abbricht (ist mir erst letztens passiert, UHU Endfest 300 löst aber auch dieses Problem).
Was auch sein kann, aber seltener ist, ist das die eigentliche Unterplatte verbogen ist, wer aber schonmal versucht  hat eine Tech Platte zu verbiegen wird merke das dafür schon einges an Kraft notwendig ist, mit etwas Vorsicht und einem guten Augenmaß lässt sich mittels einer Rohrzange & Leinen aber auch das wieder hinbiegen.
Wer seinen Klingenspalt gerichtet haben möchte (Voraussetzung ist ein geringer Wert des Hobels, kein MINT oder NOS), kann ihn mir gerne zuschicken.
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Rock´n´Roll, Pomade & SE-Hobel, 1950s noch und nöcher!
vheezy
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« Antworten #4 am: 31. Oktober 2011, 11:21:39 »

Um mal selbst eine Teilantwort zu geben, für alle, die das Thema aufsuchen, in der Hoffnung auf Antwort:

Ich habe es letztens getestet, und beide Seiten verglichen. Eine war ja parallel, die andere nicht ganz. Ich muss dazu sagen, ich bin Neu-Umsteiger (5 Hobelrasuren). Daher ist mein Empfindungsvermögen vielleicht noch nicht so ausgeprägt, wie bei euch Profis, aber dennoch habe ich einen Unterschied verspürt.
Während die parallele Seite gut "zugriff" und sauber rasiert hat, hatte ich das Gefühl, dass die schiefe Seite zum Teil eher drüberglitt, anstatt was wegzurasieren. Geschnitten hab ich mich allerdings nicht. Dennoch war ich als Perfektionist natürlich unzufrieden. Sowohl mit der Rasur, als auch mit dem Rasierer.

An einer Korrektur des Problems hab ich mich aber ncoh nicht versucht.
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Rockabillyhelge
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ERN-ivettist


« Antworten #5 am: 31. Oktober 2011, 12:51:39 »

Hehe, die Erfahrung haben ja schon so einige gemacht, stellt sich die Frage, was möchtest du nun machen, wie korrigieren?
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Babbel
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« Antworten #6 am: 18. April 2012, 17:19:24 »

Hallo zusammen,

also ich hatte auch einen Slim der aber auf beiden Seiten nicht parallel war.
Um die Seiten anzugleichen habe ich die Seite wo der Seifenspalt größer war vorsichtig das Ende des Mittelsteges mit einem kleinen Schonhammer bearbeitet bis es wieder parallel aussah.

Ob das verfahren aber auch geht wenn nur eine Seite nicht parallel ist kann ich nicht sagen eventuell einfach vorsichtig ausprobieren und dann halt nur auf die eine Seite schlagen.

Gruß,
Babbel
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Rockabillyhelge
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ERN-ivettist


« Antworten #7 am: 18. April 2012, 21:54:01 »

Also an der Mittelstange, dort wo der Steg zur Klingenaufnahme befestigt ist scheint der Adjustable doch etwas empfindlich zu sein (blöder Materialmix aus Messing und festgenietetem Stahl) und bricht gerne, so ists mir inzwischen 2x passiert.
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henning
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« Antworten #8 am: 19. April 2012, 04:20:22 »

Außen hui, innen pfui. Hat er mit anderen aber gemeinsam.

Ciao
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Meine Empfindungen bezüglich der Eigenschaften von Messern, Hobeln, Klingen, Seifen, Cremes und Pinseln sind nicht unbedingt übertragbar und keinesfalls als allgemeingültig anzusehen und können von anderen Anwendern durchaus gegenteilig erfahren werden!!!
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