gut-rasiert
24. Mai 2012, 12:50:48 *
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Autor Thema: Brüniertes Rasiermesser  (Gelesen 657 mal)
napcap
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« am: 24. September 2011, 22:03:40 »

Auch auf die Gefahr hin, dass ich hier bald rausgeworfen werde, weil ich ständig Fragen stelle.........

Mir gefallen die brünierten Messer von Wacker unglaublich gut. Ein brüniertes Keilschliff mit spanischem Kopf wäre ein Traum für mich....

Da solche Geschichten nicht gerade günstig sind, mache ich mir halt meine Gedanken.

Was passiert, wenn ein brüniertes Messer geschärft wird.... oder auch bei ständigem ledern oder mal Pastenriemen....??

Wie "stark" ist diese Brünierung (oder wie auch immer das heisst)? Gibt es schnell Kratzer? Hinterlässt schon normales ledern unschöne Spuren??

Natürlich ist ein Rasiermesser ein Gebrauchsgegenstand, keine Frage. Aber wenn ich mich schon durchringe, einen für mich nicht unerheblichen Betrag für sowas auszugeben...... da wäre es einfach schade, wenn das nach ein paar Einsätzen oder nach dem Nachschärfen einfach nur noch..... unschön..... aussieht......

Benutzt hier jemand brünierte Messer???

Danke mal wieder für eure Erfahrungen.... Daumen hoch Cool
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StCyrien
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« Antworten #1 am: 24. September 2011, 22:08:48 »

Ja, mir gefallen die auch unheimlich gut. Ich habe zwei ältere Messer mit brünierten Klingen, beim Schärfen habe ich den Rücken abgeklebt, da ist also nichts passiert. Da sie nicht so oft benutzt werden, kann ich Dir leider keine Erfahrung über das Verhalten auf dem Riemen mitteilen.

Mit nicht abgeklebten Rücken auf den Steinen, denke ich, dass dort dann die Brünierung schnell abgetragen wird, auf dem Abziehriemen schätze ich mal, wird das nicht der Fall sein, aber das ist alles reine Spekulation von mir!
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baknip
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« Antworten #2 am: 24. September 2011, 22:38:58 »

Zitat
Wie "stark" ist diese Brünierung (oder wie auch immer das heisst)? Gibt es schnell Kratzer? Hinterlässt schon normales ledern unschöne Spuren??

Kleinere Raraturen kannst Du mit der günstig erhältlichen Kaltbrünierung von Klever (Hersteller von Ballistol, Websuche hilft weiter) leicht selbst durchführen.
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Freies Ausspucken verboten
Lu-Ku
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« Antworten #3 am: 25. September 2011, 00:06:16 »

ich würd einfach mal bei Herrn Wacker anrufen und ihn diesbezüglich fragen
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Das schönste aller Geheimnisse: ein Genie zu sein und es als einziger zu wissen. (Mark Twain)
napcap
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« Antworten #4 am: 25. September 2011, 09:05:23 »

ich würd einfach mal bei Herrn Wacker anrufen und ihn diesbezüglich fragen

Im Prinzip richtig, aber ich lege mehr Wert auf Erfahrungen "unbeteiligter" Anwender. Das jemand daran interessiert ist, seine Produkte zu verkaufen und daher möglichst wenig negative Seiten erwähnt ist ja logisch und legitim. Daher sind mir Berichten von Besitzern solcher Messer wesentlich lieber.
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hpstr
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« Antworten #5 am: 25. September 2011, 09:34:14 »

Ich habe zwar kein brüniertes Rasiermesser, hatte aber ein normales Messer.

Das mußte leider ich entsorgen: es war ein Butterfly-Messer, und wurde verboten, weil irgendwelche Spackos mit solchen Messern anderen Leuten wohl vor dem Gesicht herumgefuchtelt haben. Mich hat das sehr geärgert, weil es mir mal mein Onkel geschenkt hatte und es mir rund 20 Jahre lang als Brieföffner in meiner Schreibtischschublade gedient hat.

Aber zurück zum Thema. Es war ein Messer von Herbertz, und war wohl in die unterste Qualitätsstufe einzuordnen. An der geschliffenen Klinge selbst war keine Brünierung, die wird wohl vermutlich erst aufgebracht, und dann wird die Klinge geschliffen. Der Kontrast sah allerdings gar nicht schlecht aus.

Ich habe gerade mal in meinem Metall-Fachbuch nachgesehen. Bei der Brünierung handelt es sich um eine oberflächliche Eisenoxydschicht, die durch Tauchen in heiße Salzbäder entsteht. Sie dient weniger der Optik, sondern als einfacher Korrosionsschutz. Laut Wikipedia ist sie nur circa 1 µm dick. Die wirst Du also spätestens beim schleifen sehr wahrscheinlich abtragen.

Die Kaltbrünierungen, die ich bisher (für andere Zwecke) ausprobiert habe, taugten nichts.

Insofern, wenn Du wirklich ernsthaft an einem solchen Messer interessiert bist, ist ein Anruf beim Herrn Wacker zur Klärung von Details vielleicht wirklich nicht der verkehrte Weg.

HTH, Hannes
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mir haben lehrer den unterschied zwischen groß und kleinschreibung und die bedeutung der interpunktion zb punkt und komma beigebracht die das lesen eines textes gerade wenn er komplizierter ist und mehrere verschachtelungen enthält wesentlich erleichtert (DL2JAS in forum.db3om.de)
In_Je_Ner
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Leder und Riemen


« Antworten #6 am: 26. Oktober 2011, 20:24:39 »

Ich habe mehrere Messer die brünniert sind und ich leibe diese Dinger. Leider nich von Wacker (dafür fehlt das nötige Kleingeld Smiley )
Es sind ältere Messer vom Hersteller Eicker und Söhne, die Firma gibt es immer noch, doch leider machen die keine Messer mehr. Früher haben sie unter den Namen, "PAX", "Biedermeyer" und "Heartring" produziert.
Die Messer sind meistens Professionelle Friseurwerkzeuge gewesen, dies ist auch der Grund warum der Erl und Rücken der Klinge brünniert wurde.
Die Brünnierung an sich ist so eine Art Edelrost, es schutzt das Messer vor der Korrosion sehr gut.
Beim Schärfen mache ich eher das Klebeband um den Rücken, da wird es dann nicht zerstört. Beim Ledern eigentlich auch nicht ganz und du kannst mir glauben-ich habe Riemen aus ganz unterschiedlichen Ledersorten, die Pallette reicht von ganz weiches bis ganz hartes Cromleder. (sind meine verrückten Riemenexperimente Grinsend)

Ich habe sogar schon überlegt bei den Messer wo ich sicher bin dass ich sie behalte es selbst zu machen. Brünnierter Erl und Rücken haben sich als sehr praktisch erwiesen. Daumen hoch
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Lu-Ku
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« Antworten #7 am: 26. Oktober 2011, 23:09:50 »

Mir gefallen Gebrauchsgegenstände, denen man ihren (sachgerechten) Gebrauch ansieht, sehr gut,
das ergibt dann so eine Art "Gebrauchspatina" - sehr schön, ich mag das.
Wenn bei einem brünierten RM durch das irgendwann notwendige Schärfen ein wenig der Brünierung abgetragen wird,
ich meine jetzt keine Kratzer o.ä., dann ist das eben bei einem brünierten Messer so, da hätte ich kein Problem mit.
Messer, die benutzt werden, und denen man ihre Nutzung, aber auch Pflege ansieht, mag ich mehr als neue.
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« Antworten #8 am: 16. Dezember 2011, 16:22:25 »

Aus aktuellem Anlass (Eigeninteresse) habe ich bei Wacker angerufen und mein Interesse
an einem brünierten Messerchen bekundet.

Hr. Wacker jun. sagte mir direkt, das ich diese Art Messer für das schärfen speziell vorbereiten muss,
also das berühmte Abkleben des Rückens. Die Brünierung hätte eine Schichtdicke von circa 1 µm,
und würde sich am Stein direkt abschleifen. Beim ledern würde der Effekt je nach Leder und Paste
über kurz oder lang auch einstellen.

Ich für meinen Teil fand diese Informationen sehr aufschlussreich, und den Hinweis darauf (obwohl ich
nicht mal nachgefragt habe) sehr fair. Deshalb hab ich direkt bestellt und freue mich darauf den
7/8" Rasierer in meinen Händen zu halten... Lächelnd
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Sicknote
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« Antworten #9 am: 16. Dezember 2011, 17:38:28 »

hab mich neulich mal selbst am brünieren versucht.
das messer war mal ein westliches. Es hatte einen riss im hinteren bereich der schneide.

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Timo

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« Antworten #10 am: 16. Dezember 2011, 17:53:59 »


Also Timo, mit Deinem fortgeschrittenen Kamisorismus machst Du mir langsam Sorgen ....  Grinsend Zwinkernd

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Sicknote
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« Antworten #11 am: 16. Dezember 2011, 17:58:59 »

wart mal mein morgiges rasur des tages bild ab. Lächelnd
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Timo

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Lu-Ku
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« Antworten #12 am: 16. Dezember 2011, 19:25:10 »

Aus aktuellem Anlass (Eigeninteresse) habe ich bei Wacker angerufen und mein Interesse
an einem brünierten Messerchen bekundet.

....

Ich für meinen Teil fand diese Informationen sehr aufschlussreich, und den Hinweis darauf (obwohl ich
nicht mal nachgefragt habe) sehr fair. Deshalb hab ich direkt bestellt und freue mich darauf den
7/8" Rasierer in meinen Händen zu halten... Lächelnd

ich würd einfach mal bei Herrn Wacker anrufen und ihn diesbezüglich fragen
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