jollo74
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« am: 21. August 2011, 13:32:38 » |
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Hallo zusammen, nachdem mich an den letzten beiden Wochenenden einiges an alten Werkzeugen (prima Feilen und einen Schleifbock "Made in West Germany  " auf hiesigen Flohmärkten ergattern konnte, hat mich gestern die Lust gepackt, wieder einen Eigenbau zu starten. Zutaten:Weichgeglühte halbe Feile (2,5 cm breit und 6 mm dick) Doppelschleifbock Dick Feilen (Hieb 2 und 3) 2 Rundfeilen 500 W Tischbandschleifer (Bänder Korn 60 & 100) Kleine Flex mit 1,5 mm Metalltrennscheibe und Schruppscheibe Schraubstock Schutzbrille und Atemschutz 2 Stunden unverhoffte Freizeit Als erstes mit der Flex grob die Form ausgeschnitten und geschruppt. Dann mit den Feilen und Schleifbock weiter grob geformt. Dann auf den Bandschleifer (Korn 60) und am Kontaktrad den Hohlschliff gesetzt. Hier ein dickes Dankeschön and Nandger, seine Tipps aus dem Schmiedekurs (ruhige Hand, nicht städig hin und her) waren sehr hilfreich. Ich habe für's Härten noch ca. 4/10 mm an der Schneide stehen lassen. Dann mit den Rundfeilen den "Barber's Notch" gefeilt und mit der feinen Feile ein ganz leichtes Lächeln gesetzt. Und so sieht das vorläufige Zwischenergebnis aus der 8/8 Old Sheffield Style  Klinge vor dem Härten und Anlassen aus:   Morgen muss ich im Baumarkt einen 2 mm Stahlbohrer kaufen und das Erlloch bohren... LG Jörg
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Tim Buktu
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Mensch sei großzügig oder stirb! K.Brenner
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« Antworten #1 am: 21. August 2011, 14:21:27 » |
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Schön geworden! Etwas Schwung in Erl und Rücken würde sich noch gut machen. Die Feilenoptik finde ich besonders gut! So in etwa meine ich:  Aber lass Dich nicht beirren!
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Tranquilo - In der Ruhe liegt die Kraft...
PS: Alles nur meine persönliche Meinung, die sich durchaus beeinflussen lässt und sich deshalb gelegentlich auch ändert!
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Buddel
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« Antworten #2 am: 21. August 2011, 14:32:56 » |
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Schöne ambitionierte Arbeit Beim nächsten mal, würde ich das Erlloch bohren, bevor ich den Hohlschliff stetze und den Erl verjünge. Ist einfach leichter dann kippelfrei im rechten Winkel reinzukommen 
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Mit dem Messer, rasiert sichs besser.
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kraxl
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basteln und gebastelt werden
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« Antworten #3 am: 21. August 2011, 16:09:03 » |
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hammer!!!  ...ähm ne ich mein feile  sieht jetzt schon super aus. bin ma stark auf das endergebnis gespannt, kann nur noch gut werden 
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Pinoccio räum dein Zimmer auf! oder ich mach Griffschalen aus dir! greetz:micha 
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jollo74
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« Antworten #4 am: 22. August 2011, 09:47:36 » |
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Vielen Dank Ihr Lieben für Eure netten Rückmeldungen und Anregungen  Schöne ambitionierte Arbeit Beim nächsten mal, würde ich das Erlloch bohren, bevor ich den Hohlschliff stetze und den Erl verjünge. Ist einfach leichter dann kippelfrei im rechten Winkel reinzukommen  Danke für den Tipp, den ich sicherlich beim nächsten mal berücksichtigen werde  (aber heute abend muss ich so durch  ...) Schön geworden! Etwas Schwung in Erl und Rücken würde sich noch gut machen. Die Feilenoptik finde ich besonders gut! ... Aber lass Dich nicht beirren!
Konstruktive Kritik ist bei mir immer willkommen! Mit dem Erl bin ich auch noch nicht so zufrieden, da muss noch mal die Feile 'ran! Über einen schönen "Rückenschwung" habe ich auch schon nachgedacht, aber dann ginge die schöne, über den ganzen Rücken laufende, Feilenstruktur (wie eine Schlangenhaut  ) z.T. verloren... Sobald es was Neues gibt, zeig' ich es Euch. LG Jörg
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jollo74
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« Antworten #5 am: 26. August 2011, 18:20:53 » |
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Soooo, unter der Woche wurde noch am Erl gefeilt und das Erlloch gebohrt. Und weil's heute so frisch draußen war  habe ich Grill und Ofen angeschmissen für's Härten und Anlassen. Ab in Feuer damit  :  Nachdem die Klinge eine Zeit gleichmäßig kirschrot geglüht hatte (im Halbdunkel "grillen" und die Luftzuhr am Säulengrill kontrollieren!). Dann in warmen Öl (das gute Brölio in einer Kuchen-Kastenform) gehärtet. Glück gehabt, nix gerissen oder verzogen  . Die Zunderschicht ist teilweise abgeplatzt, ein Indiz dass das Härten geklappt haben könnte (HOFFENTLICH). Dann die Klinge mit 400er Schleifpapier abgschliffen und bei knapp 200°C in den Ofen für ca. 75-80 min bis eine schöne stroh-/gold-gelbe Anlassfarbe ausgebildet war:  Ich bin versucht, es so zu lassen (sieht in natura nämlich wirklich schick aus!). Jetzt noch Heft bauen, schärfen und dann rasieren  ... LG Jörg
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Tim Buktu
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Mensch sei großzügig oder stirb! K.Brenner
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« Antworten #6 am: 26. August 2011, 20:41:07 » |
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Ich drück Dir die Daumen, dass alles geklappt hat!
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Tranquilo - In der Ruhe liegt die Kraft...
PS: Alles nur meine persönliche Meinung, die sich durchaus beeinflussen lässt und sich deshalb gelegentlich auch ändert!
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jollo74
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« Antworten #7 am: 29. August 2011, 09:26:30 » |
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Ich drück Dir die Daumen, dass alles geklappt hat!
Danke schön  ! Ich habe die Klinge nun doch poliert, aber nur bis Korn 200 und dann auf'm Polierbock poliert. Dann wollte ich mich an den Schalen versuchen - und bin gescheitert  . Ich wollte geflämmte und gebürstete Eichenschalen verwenden (aus alten Bohlen aus dem ehemaligen Bullenstall) doch weder mit Dekupier- noch Stichsäge kam ich der Bohle zufriedenstellend bei  . Trotz Führung habe ich schräg gesägt und die Blätter überhitzten total... Hier ist Nachdenken angesagt. OK, habe ich mir gesagt, dann eben Schärfen  . Die gute Nachricht: Hart geworden ist der Stahl allemal  . Sogar so hart, dass ich mit meinem Diamantstein 75 min gebraucht habe, um die erste Facette zu setzen. Und auch auf dem gut angeriebenen Belgier geht es seeeeehhhr langsam voran... Es scheint sich auch ein recht zäher Grat zu bilden, dem ich auf dem Belgier noch nicht so richtig beigekommen bin. Eventuell habe ich es beim Anlassen "untertrieben" und bin dem harten und zähen Feilenstahl überfordert...? Vielleicht habt Ihr ja ein paar Tipps für mich  . LG Jörg
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Adler1
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« Antworten #8 am: 29. August 2011, 10:07:52 » |
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Sieht sehr gut aus! Erinnert mich an Reptilien. Z.B. Krokodile könnte man das Messer nennen 
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_____ , , _____ Gruß, ^^(°v°)^^ Adler1
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Io
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« Antworten #9 am: 30. August 2011, 16:10:25 » |
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Hast du die Härte mal irgendwie getestet? Nach dem Härten (und vor dem Anlassen) versucht, Glas zu ritzen, oder so?
Ich würde nicht noch höher anlassen. Da Rasiermesser normalerweise keiner Schockbelastung ausgesetzt sind, können die eigentlich nicht hart genug sein.
Wenn du den Grat partout nicht wegkriegst, zieh das Messer durch ein Stück Hartholz. Dann isser wahrscheinlich weg. Wenn nicht, musst du wohl auf dem Belgier Schliffschuhlaufen und von da aus weitermachen.
Gruß, Io
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Buddel
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« Antworten #10 am: 30. August 2011, 16:38:01 » |
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Rein von den Zahlen her (Zeit und Temperatur) sollte das mit dem Härten und Anlassen so gelaufen sein, wie es muss. Würde mal eine Härte im Bereich von 62 - 65 HRC prognostizieren, wenn der Feilenstahl in etwa die Zusammensetzung hat, wie meine Feilen. Das setzen der Facette ist langwierig, gerade von Hand. Früher hab ich da auch mit einem 220 Schruppstein gefühlt ewig gebraucht. Heute mach ich den Vorschliff am wassergekühlten Bandschleifer und gehe danach noch auf den 1000er bei der Shinko Schärfmaschine, bevor das Messer überhaupt von Hand auf die Steine kommt. Aber selbst damit kann es schon mal ne Stunde oder sogar mehrere Anläufe brauchen, bis das Messer wirklich scharf ist. Dran bleiben... 
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Mit dem Messer, rasiert sichs besser.
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Iltis
Globaler Moderator
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« Antworten #11 am: 30. August 2011, 16:46:59 » |
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Hallo Jollo74,
Tolle Sache machst du da, finde ich - ich schliesse mich an Herr Buktus Vorschlag, des Forms wegen - der Rücken/Erl sieht schon sehr "kerzengerade" aus. Was die Härte angeht, sehe ich das anders als Io - ein Messer kann zu hart sein, und dadurch schwer zu schärfen werden. Was gefragt ist eine Kombination von Härte und Zähigkeit; ich meine gelesen zu haben, das beim Anlassen von Rasiermesser der Werkstück wurde während der Abkühlung weiter mit der Hammer bearbeitet (leider habe ich keine Ahnung mehr wo) - Metallurgisch macht sowas auf jeden Fall Sinn - Eisen erhält durch Schmieden einen sogenannten "dendritischen" Struktur, was die Elastizität erhöht. Auch meine Erfahrung mit Facettensetzung von neuen Messer ("Iltischopper") ist das es gefühlte Ewigkeiten dauert, bis man es soweit hat - ich habe es mit 320er Schleifleinen auf eine Glaspatte probiert, und das ist auf jeden Fall etwas schneller als mit der 1000er, jedoch bevorziehe ich die 1000er Seite meiner "Sun Tiger" weil man durch das weiche Gebinde mehr "Gefühl" beim schleifen hat
Gruß
Iltis
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« Letzte Änderung: 30. August 2011, 16:52:07 von Iltis »
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One, two! One, two! And through and through The vorpal blade went snicker-snack!
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Buddel
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« Antworten #12 am: 30. August 2011, 16:55:26 » |
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...; ich meine gelesen zu haben, das beim Anlassen von Rasiermesser der Werkstück wurde während der Abkühlung weiter mit der Hammer bearbeitet (leider habe ich keine Ahnung mehr wo) - Metallurgisch macht sowas auf jeden Fall Sinn - Eisen erhält durch Schmieden einen sogenannten "dendritischen" Struktur, was die Elastizität erhöht.
Gruß
Iltis
Vorsicht, da gibt es wirklich sehr unterschiedliche Ansichten. Die ganz überwiegende Meinung der Fachleute heute dazu ist, dass das Quatsch ist. Da ich mich noch nicht dazu durchringen konnte, es selber zu probieren, verweise ich mal auf diesen Thread: http://www.messerforum.net/showthread.php?t=78569&highlight=kaltschmiedenAber Iltis hat schon recht, einfach nur eine exorbitante Härte bringt auch beim RM irgendwann keinen Vorteil mehr. Wenn die Schärfbarkeit exorbitant schwieriger wird, ist es mir lieber ein Messer mit "nur" 60-62 HRC zu haben, dass ich in 10 Jahren vielleicht 2 mal mehr auf den Stein schicken muss, als eine "Schärfzicke" mit über 65 HRC 
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Mit dem Messer, rasiert sichs besser.
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jollo74
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« Antworten #13 am: 31. August 2011, 10:13:33 » |
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Hallo zusammen, erstmal vielen Dank für die netten Worte und die rege Beteiligung  ! Hast du die Härte mal irgendwie getestet? Nach dem Härten (und vor dem Anlassen) versucht, Glas zu ritzen, oder so?
Ich würde nicht noch höher anlassen. Da Rasiermesser normalerweise keiner Schockbelastung ausgesetzt sind, können die eigentlich nicht hart genug sein.
Wenn du den Grat partout nicht wegkriegst, zieh das Messer durch ein Stück Hartholz. Dann isser wahrscheinlich weg. Wenn nicht, musst du wohl auf dem Belgier Schliffschuhlaufen und von da aus weitermachen.
Gruß, Io
Nein, ich habe die Härte nicht getestet. Den Trick zur Gratentfernung mittels Ziehens durch die Stirnseite von Hartholz hatte ich schon probiert. Der Grat war aber sehr zäh und ließ sich so nicht vollständig entfernen (jedenfalls für ein Rasiermesser. Für ein Küchen/Taschenmesser hätte es gereicht). @Iltis und Buddel Danke für die Tipps! Ich mache dies jetzt zum dritten mal, aber so zäh war es noch nie... Ich habe den Grat gestern mit 400 Schleifpapier entfernt und bin nochmal auf den Diamantstein (mit einer Lage Tape). Dort war mein Ziel, zwar so lange drauf zu bleiben, bis ich "durch" bin, aber nicht so lange, dass sich ein ausgeprägter Grat bildet. Hat so na ja geklappt  ... Dann habe ich "geschummelt" und bin auf den GBB mit zwei Lagen Tape. Jetzt ist es deutlich besser, aber immer noch nicht so, wie ich es mir vorstelle... Das Ding macht mich fertig  !!! Ich habe nochmal den Winkel berechnet und komme ohne Tape auf einen Gesamtwinkel von 14°... Mit 1-2 Lagen Tape, wird's schon etwas besser (ich habe nicht nachgemessen/nachgerechnet), aber vielleicht liegt ja hier auch der Hase im Pfeffer... Jetzt bleibt das Mistding jedenfalls erstmal liegen und wenn mein neuer GBB von Feuersteen da ist, rücke ich ihm mal mit 3-4 Lagen Tape (Winkel von 18-20°) zu Leibe. Liebe Grüße Jörg
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Io
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« Antworten #14 am: 05. September 2011, 13:14:58 » |
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…ich meine gelesen zu haben, das beim Anlassen von Rasiermesser der Werkstück wurde während der Abkühlung weiter mit der Hammer bearbeitet (leider habe ich keine Ahnung mehr wo) - Metallurgisch macht sowas auf jeden Fall Sinn - Eisen erhält durch Schmieden einen sogenannten "dendritischen" Struktur, was die Elastizität erhöht. …
Das muss ich kurz mal korrigieren. Dendriten sind Strukturen, die in der Stahlschmelze wachsen, wenn diese langsam abkühlt. Sie heißen so, weil sie ein bisschen wie ein Tannenbaum aussehen. Kaltschmieden zur Kornverfeinerung funktioniert zwar theoretisch, ist aber eine reichlich komplexe Angelegenheit, die ich hier in der Kürze nicht erläutern kann, weil ich mich selbst damit auch nicht recht auskenne. Buddels Link ist da sicher die richtige Adresse, obwohl wohl eher das Kaltschmieden mit nachträglichem Härten gemeint ist. Einige japanische Schmiede tun das, Profis "hierzulande" empfehlen es nicht. Viel interessanter wäre die Kornverfeinerung durch geschickte Wärmebehandlung. Mehrere Male hinter einander zu härten (Dreimal ist so die übliche Zahl) wäre z.B. eine Option. Was die Härte angeht muss ich mich selbst korrigieren: Natürlich gibt es zu hat. Irgendwann bröselt dir nämlich die Schneide weg. Eine angelassene Feilenstahlklinge ist aber eigentlich erstmal nur "sehr hart" und damit vielleicht eine Zicke auf dem Stein, aber eben noch nicht "zu hart". So oder so wird es ein schönes Messer, und da es nicht dein erstes ist, weißt du sicher, was du tust. Gruß, Io
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