gut-rasiert
24. Mai 2012, 09:57:31 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

Einloggen mit E-Mailadresse, Passwort und Sitzungslänge
News:
 
   Übersicht   Hilfe Einloggen Registrieren Impressum  
Seiten: 1 ... 5 [6]   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: Eine Schärfanleitung für japanische Natursteine (Ohzuku)  (Gelesen 3338 mal)
1marc
Neuling

Offline Offline

Beiträge: 13


« Antworten #75 am: 31. Juli 2011, 21:08:59 »

@lesslemming
Zitat
Sogar einen komplett gebrochenen Cerax 1.000/6.000 habe ich mit Ponal wieder geklebt. Hält bombenfest!

Ich hatte nach Rücksprache mit einem Schleifsteinhändler mir 2 Komponentenkleber besorgt und meinen antiken GBB geklebt.
Ging auch, ist aber nicht wirklich empfehlenwert!  Zumal es offensichtlich ja einfacher geht  Daumen hoch
Gespeichert
Dullblade
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 328



« Antworten #76 am: 04. August 2011, 10:55:51 »

Ich habe die Methode gestern ausprobiert, vielen Dank an Rokediet!
Statt Ohkuzu hatte ich einen "weichen" Nakayama, dazu ein winzigstes Bröckchen Natur Nagura, keine Ahnung welche Klassifikation. Vorgegangen bin ich wie geschildert. Nach dem letzten Verdünnen und arbeiten mit Reinwasser habe ich dann den weichen Nakayama mit meinem harten Nakayama angerieben und habe dann aber auf dem harten fortgesetzt. Danach etwas CrO² und ledern. Heute nochmals geledert und rasiert.
So sanft war mein Dorko, welches immer sehr kritisch war, bis dato noch nie frischgeschärft rasiert....
Gespeichert
wumbo
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 28



« Antworten #77 am: 03. September 2011, 19:31:55 »

Der Lack um den Stein ist im idealfall Urushi Lack. Was auch immer es ist, es soll die Seiten des Steines vor Wasser schützen. Der laminare Aufbau des Steines kann ihn anfällig dafür machen,
dass Wasser von den Seiten eindringt und dort hängen bleibt. Besonders wennd er Stein niedringen Temperaturen ausgesetzt ist, dehnt dieses eingeschlossene Wasser sich aus und sprengt ihn.
Das will man verhindern indem man die Seiten lackiert. Ich benutze dafür meist einen Verdünnten wasserfesten Holzleim. Den Lack musst du nicht entfernen, der wird dich nicht stören.
Daumen hoch

Hi,

ich habe den Trick mit dem wasserfesten Holzleim mal ausprobiert, bei mir hat er leider nicht funktioniert. Ob verdünnt oder unverdünnt, das Zeug wurde leider immer wieder klebrig, nachdem nass geworden ist. Ponal wasserfest hat es einfach nicht gebracht – was aber nichts macht, so ein Fläschchen kann man ja immer im Haus gebrauchen.
Nachdem dieses Experiment fehlgeschlagen ist, habe ich bei mir Schellack und Spiritus besorgt, aus beiden Zutaten einen Lack angesetzt und mit ihm dann die Seiten meiner Steine angepinselt. Das Ergebniss läßt sich sehen und ist wasserfest, na ja, zumindest wasserresistenter als der Ponalfilm, und für meine Zwecke völlig ausreichend; auf jeden Fall wird der Lack nicht klebrig nach dem Kontakt mit Wasser.
Ein schöner Nebeneffeckt des Lackierens mit Schellack ist, daß die Farbe und Struktur des Steins sehr schön angefeuert wird. Und mit einem schönen Stein macht das Schärfen noch mehr Spaß.
Und wenn ihr euch jetzt fragt wie ich darauf gekommen bin meine Steine mit Schellack anzupinseln: das habe ich mir von Maksim abgeguckt.

Gruß,
Wumbo
Gespeichert
Rigeback
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 1.044



« Antworten #78 am: 03. September 2011, 23:38:58 »

Also bei mir hat das geklappt mit wasserfestem Leim,etwas verdünnt mit Wasser und die Seiten meiner Japaner -Natursteine damit versiegelt. Es war sogar Holzleim von Lidle oder Aldi . Klarlack geht aber genauso gut ! Habe die Steine 3 mal damit eingepinselt und über 3 Tage trocknen lassen, ist nichts klebrig geworden nach der Benutzung mit Wasser beim schärfen . Härtet auch schön klar aus der wasserfeste Holzleim .
LG.Dieter
Gespeichert
jollo74
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 133


« Antworten #79 am: 02. November 2011, 14:05:10 »

Hallo zusammen,
Über Umwege bin ich jetzt auch in den Besitz eines Ohzukus gekommen Grinsend. Eines Mini-Ohzukus, um genau zu sein (wobei ich die Maße 145x38x9 mm (Gewicht 161g) gar nicht sooo "Mini", sondern durchaus ausreichend finde).

Und was soll ich sagen, ich bin von dem Stein begeistert Daumen hoch Grinsend: tolles Schleifgefühl und klasse Ergebnisse. Ich habe ihn nach meinem GBB (La Verte) eingesetzt und er konnte die bereits sehr gute Schärfe nochmals verbessern. Hatte ich so nicht erwartet  Verlegen Zwinkernd Grinsend. Ich habe ihn in Ermangelung eines Tomo Naguras mit einer feinen Diamantfeile angerieben und den Schleifschlamm mit der glatten Rückseite der Feile "aufgebrochen". Dann 4-5 Verdünnungen und zu Abschluss nur mit Wasser.

Tolles Teil und eine m.M.n. eine mindestens gleichwertige Alternative zu meinem alten Thüringer. Diesbezüglich werde ich aber noch fleißig weitervergleichen.

Danke an alle für Eure Tipps und Tricks
Jörg
Gespeichert
Sicknote
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 1.512


Pinselzusammenkleber!


« Antworten #80 am: 02. November 2011, 14:25:32 »

Besorg dir einen tomonagura und du wirst noch bessere Ergebnisse bekommen.
Gespeichert

Timo

Wer zuletzt lacht, lacht alleine!

http://rasurkultur.blogspot.com
Zocker2104
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 284


« Antworten #81 am: 03. November 2011, 23:36:46 »

Hier ist denke ich eine schöne anleitung verbildlicht

ich hoffe es ist erlaubt youtube links zu posten

http://www.youtube.com/watch?v=deapGwrzghk

http://www.youtube.com/watch?v=nBeifcKyKqo&feature=related
Gespeichert
BastlWastl
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 122


« Antworten #82 am: 19. Januar 2012, 16:07:43 »

Diese tolle Anleitung hat mir den Start mit den Nagura`s sehr erleichtert, danke dafür.

Aber warum wird der entstandene Slurry wenn er sich gefärbt hat erneuert?
Das leuchtet mir nur ein wenn man das gewünschte Ergebniss (Schleifriefen vom Vorhergehenden Stein zu entfernen) noch nicht erzielt hat.

Sinn und Zweck des Erzeugens ist doch den Schliff schrittweise feiner zu gestalten, so sollte es doch möglich sein (Geduld vorrausgesetzt) mit einem Botan Nagura einen Slurry zu erzeugen, der sich dann immer mehr verfeinert um schließlich auf dem blanken Stein zu schleifen, bzw. diese Ergebnisse noch durch den Abrieb von Stein zu verfeinern.

Ich meine dass die Mikawa Nagura (Botan/Tenjio/Mejiro/Koma) doch alle aus dem selben Gestein bestehen?
Aus anderen Lagen sind und sich deshalb etwas in der Feinheit unterscheiden.

Desweiteren, angenommen ich nehme einen Ohzuku Stein, reibe mit einem passenden Tomo Nagura an und Schärfe bis der Doktor kommt, der Schlamm bzw. die Schleifwirkung wird doch theoretisch immer feiner oder?
(Diese Theorie hab ich mir eigentlich selbst schon bestätigt mit Suita Pulver auf Metallplatte, da wird es irgendwann richtig fein.)
Der Entstandene Schleifschlamm müsste sich doch immer mehr verkleinern bis zu 100000`er Körnung Huch? oder hört das irgendwann auf (und vielleicht deswegen die verschiedenen Nagura.)??

Habt ihr Erfahrungen mit ungestempelten Mikawa Nagura?

mfg.Wastl.

Gespeichert
Sicknote
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 1.512


Pinselzusammenkleber!


« Antworten #83 am: 19. Januar 2012, 16:24:13 »

Ich hab keine Erfahrungen mit ungestempelten. Hier gilt es auszuprobieren.
Die Partikel brechen halt nur bis zu nem bestimmten punkt soweit ich weiss. Es kommt hier natürlich auch auf die härte des steins an. Die Partikel eines oozukus brechen zb sehr langsam da er sehr hart ist. Sie brechen soweit bis das Messer es nicht mehr schafft sie zu brechen ohne besonderen druck. Wird ein oozuku mit einer 325er diamantkarte angerieben, nehmen die Partikel die Größe der diamantkartenpartikel an. Der oozuku geht dann erfahrungsgemäß ab wie schmitts Katze wird aber bei weitem nicht so fein wie mit dem tomo angeriebenen oozuku. Dies erklär ich mir so dass die Partikel halt recht gross sind und das Messer es nicht schafft die Partikel kleingenug zu bekommen. (Oder es dauert ewig). Ob das jetzt alles genau so stimmt, kann ich nicht Wissenschaftlich belegen. Es sind halt nur meine erfahrungswerte.
Gespeichert

Timo

Wer zuletzt lacht, lacht alleine!

http://rasurkultur.blogspot.com
BastlWastl
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 122


« Antworten #84 am: 19. Januar 2012, 16:52:05 »

@Sicknote: Sehr intressant, der Druck. Das erklärt dass geschärfte Werkzeuge mit (Stahlplatte, Suita Pulver) mit etwas Geduld eine Facette bekommen die wirklich Spiegelpoliert ist. Ganz im Gegensatz zu den doch immer sehr verkratzt aussehenden Rasiermessern. (bei 200 facher Vergrößerung).

Ich werde mal den Ohzuku auf der zweiten Seite abrichten und Versuche mit Schnitzeisen machen. Dabei ist viel mehr Druck im Spiel, und da könnte mann dann nachprüfen ob es wirklich vom Druck abhängt.

Ein weiterer Schritt in Richtung Überschärfe............ Grinsend bzw. Grenzen der Schärfe..... Grinsend

mfg.Wastl.
Gespeichert
Zocker2104
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 284


« Antworten #85 am: 23. Januar 2012, 21:09:17 »

ja das ist auch mein einzigstes manko an dem Stein /Nagura

wenn man mehr als ein Messer schärfen will ist man nur noch am Stein abwaschen...
was ich ausprobiert habe ist, den Schlamm mit mehr Wasser zu verdünnen dann wird er nicht so schnell schwarz und die Wirkung ist identisch dauert halt nur etwas länger!

was wirklich auch super funktioniert ist, die Europäischen Steine auf dem ohzuku anzureiben dies erzeugt deren finish nur wesentlich schneller !!Achtung!! Stein immer sehr gründlich waschen! es könnten sich Gbb oder Escher partikel in irgendwelchen löchern verfangen und die Facette verkratzen da beide Steine wesentlich gröber sind als der Ohzuku

ich bin echt am überlegen meine Escher zu verkaufen ;-(

grüße Daniel
Gespeichert
Zocker2104
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 284


« Antworten #86 am: 11. Februar 2012, 19:44:35 »

Hallo

ich bin am überlegen ob ich meinen Escher mit einem Shoubudani ergänzen soll was haltet ihr davon=?
Gespeichert
Seiten: 1 ... 5 [6]   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.16 | SMF © 2006, Simple Machines Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS