gut-rasiert
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Autor Thema: Ledern nach Schärfung überbewertet?  (Gelesen 1713 mal)
Sicknote
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Pinselzusammenkleber!


« am: 25. Juni 2011, 19:49:07 »

Hallo,

ich möchte hier gerne die Frage aufwerfen, inwiefern das ledern nach dem schärfen nötig ist. Der Grund wieso ich die Frage stelle ist folgender. Ich habe mich neulich mit Maxim von Japanesenaturalstones.com übers schärfen unterhalten. Er meinte zu mir, dass er die besten Rasuren mit Messern hatte, die er nach dem schärfen sofort benutzt hat, ohne chromoxyd und ledern. Ich habe ihm nicht geglaubt, da ich schon des öfteren ein Messer benutzt habe, dass ich ohne chrox einfach auf glattleder abgezogen hab. Die Rasuren gingen ohne Probleme und waren auch sanft, aber nicht so, als wenn ich vorher auf chromoxyd abgezogen habe. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe heute mein neues Kamisori auf einem Oozuku geschärft und mir gedacht, probierste es einfach mal. Die Rasur war supersanft. Sie kam mir sogar sanfter vor als mit meiner üblichen Schärfroutine. Langzeittest steht noch aus. Ich werde vor der nächsten Rasur einfach mal nicht ledern und bin gespannt, wie sich das Messer verhalten wird.
Wie sind eure Meinungen dazu? Liegt es vielleicht am Stein?  
« Letzte Änderung: 25. Juni 2011, 19:53:56 von Sicknote » Gespeichert

Timo

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« Antworten #1 am: 25. Juni 2011, 20:16:17 »

kann mir nicht vorstellen, dass das messer lange scharf bleibt, wenn du es dauerhaft nicht lederst.
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Sicknote
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Pinselzusammenkleber!


« Antworten #2 am: 25. Juni 2011, 20:23:15 »

darüber bin ich mir auch noch nicht im klaren. ich denke aber mal, dass ich es jetzt vor der rasur ganz normal 8-15 mal leder. was mich interessiert ist ob ich mir die mühe mit 15x chrox und bis 150 mal ledern nach dem schärfen umsonst gemacht habe
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Timo

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Leder und Riemen


« Antworten #3 am: 25. Juni 2011, 21:24:51 »

Ich bin der Meinung dass Chromoxidriemen dem Messer seine endgültige Schärfe verpasst! Bei mir klappt danach auch der Haartest. Das Ledern danach schärft das Messer auch und hält es auch scharf! Man könnte theoretisch auch auch gleich nach den Stein auf dem Blankleder arbeiten, insbesondere auf der Rückseite (wobei viele im Forum sind fest überzeugt dass die Rückseite gar nicht geht), allerdings wurde es viel länger dauern Grinsend
Ich habe es nicht mit einem Elektronenmikroskop untersucht aber ein Paar einfache Tests durchgeführt.....ein Messer der im Laufe der Nutzung nach einer Weile stumpf geworden ist habe ich 10 mal auf chromoxid und anschließend 20 mal auf blankem Leder abgezogen. Das Haartest klappt ganz gut und das Messer rasiert sanft und gründlich. Diese Methode hält eine Zeit lang und kann auch ein Paar mal wiederholt werden, ABER man muß bedenken dass die Schneide eher U-Förmig wird statt V-Förmig, da der Riemen (Sowohl Chromoxid als auch blank) immer etwas materie von der Klinge abnimmt!!! Die Steine sind exakt grade beim Schärfen - erzeugen V-Schliff, der Riemen hängt durch und macht aus V-Schliff nach einiger Zeit und in Abhängigkeit von Technik des Nutzers ein leichtes U-Schliff.
Das ist aber auch nur meine bescheidene Meinung!
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frankyle
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« Antworten #4 am: 25. Juni 2011, 21:39:24 »

Also ich kann nach Chromoxidpaste auch keinen nennenswerten Schärfeanstieg feststellen. Ich empfinde es auch vom Schleifgeräusch her nicht sehr fein. Und Ich empfinde die meisten Rasiermesser sogar ohne Chromoxid als Sanfter. Meistens leder ich direkt nach dem Schärfen und ich hab da auch noch nicht mitgezählt aber ich glaube es sind so um die 50-100 Züge.  Vor dem Rasieren leder ich nur ca mit 10 Zügen.
Ist das Messer dann nicht Sanft, probier ich erst Leinen dann wieder Leder. Und dann erst Chromoxid und danach Leder. Klappt manchmal (20%)! Aber meisten geh ich noch mal auf die feineren Steine dann wieder nur ledern. Klappt Meistens (80%).  Das Problem hab ich bei ca 1 von 10 Messern.

Ha und wo ich das hier so gerade nochmal durchlese: 1 von 10 schlecht gefinisht Augen rollen

Oder es liegt an der Lukas Acrylfarbe und ich besorg mir mal richtiges.
Was ich mal noch ausprobieren wollte ist das Diamantspray auf feinen Leinen oder Baumwolle.
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Iltis
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« Antworten #5 am: 25. Juni 2011, 21:47:18 »

Ich besitze keine Steine womit eine Rasur ohne zumindest Ledern angenehm ist - von meine Abschlussteine (GBB, MST Thüringer, Dragons Tongue und eine japanische Sedimentstein, wo ich mir nicht sicher bin, um was es sich handelt) ist eine überzeugende HT nur mit der jap. Stein möglich. Eine Zeit lang habe ich mir ein Sport daraus gemacht, auf das Pasten zu verzichten, bin aber zu der Schluss gekommen, das Pasten (mit Polierrot) eine angenehmerer Rasierverhalten bringt. Ich habe auch das Gefühl (das ich nicht konsequent nachgegangen bin) das die Schärfe länger hält. Meine Frage wäre, was macht man nach die 1. oder 2. Rasur? das Messer Ledern oder neu auf der Abschlussstein schärfen? denn ewig scharf bleibt das Messer gewiss nicht, ein paar Rasuren sind sicher drin, aber ohne Nachbehandlung kann ich mir weitere Rasuren nicht vorstellen.
"Rasurschärfe" ist auch, m.E. Geschmacksache - einige hier schwören auf einen Abzug auf Diamantpaste, ich habe das auch probiert, empfinde die Rasur mit einen so behandelten Messer als aggressiv - das Messer ist zweifelslos sehr scharf, aber wenn ich mich damit wie gewohnt rasiere (mit moderaten Druck bei die "Problemzonen", meist am Hals wo der Wuchsrichtung unterschiedlich ist, also von "gegen Strich" keine Rede sein kann, und es unmöglich ist auf die gewölbte Fläche ohne leichten Druck eine gründliche Rasur zu erzielen), fühlt sich meine Haut "aufgerauht" (A.S. brennt mehr und braucht eine Weile, sich zu beruhigen). Da habe ich lieber ein "stumpferen" Messer der sich besser führen lässt, mit die gleichen Rasurergebnis ohne zwiebelnde A.S.Effekt.
Gruß
Iltis
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kimeter
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« Antworten #6 am: 25. Juni 2011, 22:03:18 »

...dass er die besten Rasuren mit Messern hatte, die er nach dem schärfen sofort benutzt hat...

Auf welchen Steinen hat er das Messer geschärft?

-Andreas
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BlueDun
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« Antworten #7 am: 25. Juni 2011, 22:05:00 »

Direkt nach dem Stein rasieren habe ich noch nicht probiert. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es (nach dem richtigen Stein) funktioniert. Aber was ist danach??
Ich war mal auf Reisen und hatte den Riemen vergessen. Ich hatte ein Messer dabei, welches in meine Rotation sonst ein einwandfreier Rasierer ist. Ich hab dann Handabzug probiert und die Rasur war grauenvoll. Hab dann einige Züge über die Jeans gemacht und nochmals Handabzug - Rasur immer noch grauenhaft! Ich habe abgebrochen, weil es abolut wirklich nicht ging. Wieder zu Hause, ein paar Tage später, dasselbe Messer nach dem Leder: Rasur einwandfrei. Soviel nach meiner Erfahrung zum Leder.

Gruss
BluDun
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Sicknote
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Pinselzusammenkleber!


« Antworten #8 am: 25. Juni 2011, 22:06:02 »

@ injerner: bei mir klappt der haartest direkt vom Stein.

Ich denke, ich werde vor der zweiten rasur ganz normal ledern.

@iltis: genau wie du sagst konnte ich mir das so auch nicht angenehm vorstellen, allerdings war es eine sehr sehr sanfte und gründliche rasur die ich so nicht erwartet habe.

@kimeter: genau wie ich auf einem japanischen naturschleifstein einem oozuku.
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Timo

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Lord Vader
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« Antworten #9 am: 25. Juni 2011, 22:18:34 »

ich glaube, es kommt hierbei sehr stark auf den abschlussstein an. bei sehr feinen steinen kann man getrost auf chromoxid verzichten. auf das erstmalige ledern dann evtl. auch (so wie von timo gefragt wurde), auch wenn ich mal behaupten würde, dann ein paar züge auf dem leder auch nicht schaden sollten. dauerhaftes verzichten auf das leder kann ich mir hingegen nur sehr schwer vorstellen. oder man nutzt den feinen "abziehstein" wirklich, um das messer vor jeder rasur darauf abzuziehen. ich wollte diese variante irgendwann mal ausprobieren, konnte aber kein messer finden, dem ich diese prozedur hätte zumuten wollen...

bei normalfeinen steinen (so bereich um die 8.000) kann eine pastenbehandlung sicherlich noch etwas schärfe und sanftheit rausholen. ob die "abziehvariante" hier auch funktioniert, kann ich mir irgendwo auch vorstellen, da das früher sicherlich einige leute auch so gemacht haben könnten. Auch würde z.b. der begriff Thüringer "wasserabziehstein" einen solchen einsatz nicht ausschließen.
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lesslemming
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« Antworten #10 am: 25. Juni 2011, 22:25:36 »

jawohl, ist mir auch schon passiert.
Ich rasiere mich regelmäßig mit Messern direkt vom Stein. Die verwendeten Steine zum Abschluss (Nakayama Kiita, Shapton 30.000 und vorkriegs Thüringer) sind fein genug,
sodass die Rasur ohne das anschließendes Ledern, weder mit noch ohne Paste nötig ist. Die Rasuren sind sogar verdammt gut.

Ich bin der Meinung das ein unbehandeltes Leder keinerlei Schärfe (oder Sanftheits-) Steigerung bietet.
War die Rasur vor dem Ledern grottig, ist sie es danach auch. Lediglich Chromoxid und Diamant (auf die Qualität und Feinheit achten)
bieten tatsächlich einen Schärfe- und Verbesserungseffekt. Allerdings empfinde ich die oftmals als nicht nötig.

Das nackte Leder benutze ich nur unregelmäßig vor der Rasur. Ich bin mit mir selbst da uneins...
Manchmal schiebe ich das Messer vor der Rasur auch einfach noch 2-3 mal über den Abschlussstein  Daumen hoch
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Fynn1177
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Messerschwinger mit Leib und Seele


« Antworten #11 am: 25. Juni 2011, 22:27:57 »

Benutze nach dem 10000 Naniwa SS nur noch Diamantfilz.
10 mal drüber fertig, dann 20-30 mal Ledern und gut ist.
Pasten habe ich noch nie benutzt.
Alle Messer bis auf ganz wenige Ausnahmen haben so Haartest bestanden und mir angenehme gründliche und sanfte Rasuren beschert.
Gruß Nils
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Es grüßt der kleine Nils

Zick Zack da war er ab :-)

superbruno
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« Antworten #12 am: 25. Juni 2011, 22:33:50 »

Hallo,

ich möchte hier gerne die Frage aufwerfen, inwiefern das ledern nach dem schärfen nötig ist. Der Grund wieso ich die Frage stelle ist folgender. Ich habe mich neulich mit Maxim von Japanesenaturalstones.com übers schärfen unterhalten. Er meinte zu mir, dass er die besten Rasuren mit Messern hatte, die er nach dem schärfen sofort benutzt hat, ohne chromoxyd und ledern. Ich habe ihm nicht geglaubt, da ich schon des öfteren ein Messer benutzt habe, dass ich ohne chrox einfach auf glattleder abgezogen hab. Die Rasuren gingen ohne Probleme und waren auch sanft, aber nicht so, als wenn ich vorher auf chromoxyd abgezogen habe. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe heute mein neues Kamisori auf einem Oozuku geschärft und mir gedacht, probierste es einfach mal. Die Rasur war supersanft. Sie kam mir sogar sanfter vor als mit meiner üblichen Schärfroutine. Langzeittest steht noch aus. Ich werde vor der nächsten Rasur einfach mal nicht ledern und bin gespannt, wie sich das Messer verhalten wird.
Wie sind eure Meinungen dazu? Liegt es vielleicht am Stein?  

denke mal der grat stellt sich nur bedingt in der ruhefase wieder auf ,deswegen ist das abziehen auf dem handballen oder unterarm schon ausreichend nach 24h
wenn nicht wirst du eine sehr unangenehme rasur haben,aber ausprobieren kannst es ja

gruss superbruno
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In_Je_Ner
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Leder und Riemen


« Antworten #13 am: 25. Juni 2011, 23:03:01 »

Mein Abschlußstein ist Naniwa 12k, das Messer besteht meistens kein Haartest aber es kann duraus rasieren, schließlich rasiert auch mein Küchenmesser nach dem abzug auf King 1000 den unterarm...
Ich glaube jeder Messerrasierer hat schon mal den Haartest vor und nach dem Ledern verglichen, oder?
Ich spüre das Ergebniss des Lederns so gut wie immer, insbesondere wenn das Messer nicht wie eine Feder gleitet sondern etwas an den stoppeln zieht statt sie gleich abzusäbeln. Evtl muß man nach dem schärfen ganze 5 mal nicht ledern, und was soll ich dann machen?
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lesslemming
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« Antworten #14 am: 26. Juni 2011, 00:22:24 »

Beim vergleichen von Erfahrungen bitte immer mit angeben, ob ihr euch auf das Abziehen mit dem unbehandelten Leder,
oder dem mit Paste/Spray behandeltem Leder/filz/etc. bezieht.

Der Haartest wird bei mir vom Stein weg so sauber bestanden, dass man mit Ledern (unbehandelt) keine Verbesserung erzielt.
Gezuppelt oder gezogen wird bei meinen Messern/Stoppeln nicht. Wenn doch hilft auch (unbehandelt) Ledern nichts
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