gut-rasiert
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Autor Thema: Schellack für Holzschalen?  (Gelesen 882 mal)
wumbo
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« Antworten #15 am: 15. Oktober 2011, 13:52:53 »

Hallo Iltis,

Dein Post hier ist schon etwas älter, aber vielleicht kann ich ja doch ein wenig helfen.

In einem Buch über Oberflächenbehandlung, in dem ich gerade herumschmökere (Oberflächenbehandlung von Holz – Klassische Techniken und Rezepte, [Sam Allen]), bezieht sich der Autor auf folgende alte Werke:

• A Treatise of Japaning and Varnishing (John Stalker and George Parker, Oxford 1688)
• L'Art du Menusier en Meubles (André Jacques Roubo, Paris 1769)
• The Cabinet Dictionary (Thomas Sheraton, London 1803)
• The Cabinet Maker's Guide (Ansel Phelps Herausgeber, Greenfield, Massachusetts 1825)
• Encyclopedia of Practical Receipts and Processes (William Dick, New York 1875)

Von dem "Cabinet Makers' Guide" habe ich eine frei zugängliche Online-Version gefunden, und zwar hier:

http://www.archive.org/details/cabinetmakersgui00sidd

Es ist gut möglich, daß es sich dabei lediglich um ein namensgleiches Buch handelt, und nicht um das oben erwähnte, da Herausgeber, Erscheinungsort und -jahr nicht identisch sind, aber es könnte dennoch recht interessant sein.

Das "Treatise of Japaning …" ist als Nachdruck heute noch erhältlich.

Sicherlich gibt es auch vergleichbare Werke in dt. Sprache aber soweit bin ich bei meiner Recherche noch nicht vorgedrungen.

Auf jeden Fall dürften sich all diese alten Quellen auf natürliche Rohstoffe beziehen, und somit das sein was Du suchst.


Gruß,
Wumbo


PS. Das anfangs erwähnte Buch von Sam Allen ist nicht schlecht, aber auch nicht der Weisheit letzter Schluß, meiner Meinung nach etwas zu oberflächlich. Aber, für den Einstieg, bestimmt ganz ok.
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strawinski
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« Antworten #16 am: 26. Oktober 2011, 20:21:08 »

da ich von alten messer die holzgriffe reparieren muß interessiert mich das thema auch....ich denke, ich gehe mit leinöl ran und tränke es erstmal. villeicht danach ne beize oder sowas. am ende mehrere schichten schellack. weil es damals der einzige möbellack wohl war. die müssen die möbel ja auch glänzend bekommen haben.
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Das Licht kam in die Finsternis. Doch die Finsternis begriff es nicht.
oldtimer70
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« Antworten #17 am: 26. Oktober 2011, 22:31:53 »


Wasserbeize kann man nur auf unbehandelte und feingeschliffene Holzoberflächen aufbringen. Wenn man die Holzoberfläche vor dem Beizen mit Leinöl behandelt, dürfte man kaum einen gleichmäßigen Farbton mit der Wasserbeize erreichen.
Ob man eine mit Leinöl behandelte Holzoberfläche anschließend mit einem Schellackauftrag versehen kann, weiß ich allerdings wegen fehlender Erfahrung nicht.

oldtimer70
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strawinski
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« Antworten #18 am: 26. Oktober 2011, 22:37:34 »

ja es gibt zuwenig literatur darüber, habe im bauhaus ne menge sachen zum resturieren stehen sehen..aber ob das was bringt weiß ich net...
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crazor
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« Antworten #19 am: 27. Oktober 2011, 09:29:24 »

Schellack auf Leinöl ist nach meiner Erfahrung kein Problem. Leinöl wird auch bei der Endpolitur verwendet sobald der Polierballen anfängt zu ziehen (festzukleben).
Nach einer Wasserbeize ist zu Beachten das das Holz wieder komplett trocken ist, da Schellack ein Problem mit Feuchtigkeit hat.

LG,
Werner
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strawinski
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« Antworten #20 am: 27. Oktober 2011, 10:13:10 »

gibt es denn noch andere arten von beizen außer wasser? irgendwie auf ölbasis? hab natürlich auch angdt das das alte holz sich verwirft
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crazor
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« Antworten #21 am: 28. Oktober 2011, 20:50:01 »

Ok, mein schlaues Buch sagt dazu:
Es gibt da
  • Wasserbeizen
  • Spiritusbeizen
  • Dispersionsbeizen
  • Non Grain-Raising Beizen
  • Ölbeizen
  • Chemische Beizen
  • Wachsbeizen
Diese Liste habe ich aus dem Buch "Behandlung von Holzoberflächen" von Mick Allen. Gibt wahrscheinlich besser Bücher über das Thema und es ist genug um einen Überblick zu bekommen.

LG,
Werner
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strawinski
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« Antworten #22 am: 28. Oktober 2011, 21:14:54 »

wachsbeizen habe ich stehen sehen.
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Rigeback
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« Antworten #23 am: 28. Oktober 2011, 22:45:05 »

Die  Beizen auf Wasser und auf Alkoholbasis nimmt man dazu um vorher mit einer der Beizen die Maserung des Holzes hervorzuheben . ZBsp mit Wasserbasis Gold -Orange für die Maserung und nach dem feinen anschleifen nach dem Trocknen dann die Grundtonbeize mit Alkohol angesetzter Beize in einem hellen Braun auftragen. Es müssen zwei verschiedene sein, sonst hat man den Effekt ,"Schwarzer Hund auf schwarzen Grund" ! Zwinkernd Macht man bei Pfeifenköpfen so,danach wird noch feingeschliffen und mit Canuba-Wachs auf Hochglanz poliert. Das geht natürlich mit jedem anderen Holz auch so zu machen wie Messergriffe und Schalen für Rasiermesser . Nur da sollte man kein Canuba-Wachs nehmen,da es nicht wasserfest ,bzw.da Wasserflecken entstehen auf dem Holz. Es greift sich auch sehr schnell wieder ab und muss deshalb immer wieder erneuert werden um eine schöne glänzende Oberfläche zu behalten. Da wäre dann für Rasiermesserschalen  ein Mixtur aus Leinöl,Orangenöl und Tungöl besser angebracht zur Impregnierung des Holzes um es wasserabweisend zu machen . Das mit einer Schellackpolitur habe ich auch schon mal versucht und das ist nicht ganz so einfach,wie es sich immer so liest.Ging natürlich voll daneben ! Also wenn das einer von Euch versuchen möchte mit Schellack, würde ich es vorher erst auf Probestücken probieren,bevor man sich die mühsam gebauten Hefte damit versaut . Früher habe die Tischler und Intrumentebauer ihre spezielle Schellackpolituren selbst nach eigenen Rezepten angesetzt und das war ihr Geheimnis welches sie für sich behielten .
Gruß
Dieter
« Letzte Änderung: 28. Oktober 2011, 22:55:29 von Rigeback » Gespeichert
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