gut-rasiert
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Autor Thema: Eure Meinung zur Shavette  (Gelesen 3949 mal)
Il Barbiere AiA
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Beiträge: 1.102



« am: 25. Mai 2011, 00:42:24 »

Tach Männers  Zwinkernd

Mich würde interessieren wie Ihr über die Shavette im allgemeinen denkt.

Meine Meinung dazu ist sehr positiv.
Die Shavette benutzen ja nicht viele. In der RdT taucht sie nur sehr selten auf und in der Sparte "Shavette" im Forum steht auch nur sehr selten etwas neues.
Ich habe einige Modelle und benutze sie echt gerne und habe wirklich gute, verletzungsfreie Rasuren mit ihnen.
Die Shavette wird ja oft als Einstiegsmodell für die Messerrasur empfohlen, bzw um zu testen ob einem die Messerrasur liegt.
Ich persönlich denke da eher anders, denn oft liest man ja, das Messerbenutzer überhaupt nicht mit der Shavette klar kommen (natürlich gibt es aber auch Leute, die von der Shavette zum Messer kommen). Die Shavette ist leichter und die Klinge steifer.
Aber eben dieser Fall zeigt doch, das man die Shavette als ein eigenes Rasurwerkzeug ansehen sollte.
In meinen Augen ist sie kein "Zwitter" (Hobel-Messer-Gemisch) sondern ein sehr gutes Rasurwerkzeug dem leider zu wenig Beachtung geschenkt wird.

Also, wie ist Eure Meinung dazu?  Zwinkernd

Gruß,
il Barbiere

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henning
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« Antworten #1 am: 25. Mai 2011, 05:10:09 »

Ich hatte einige verschiedenste Modelle. Von den billigsten aus China/Thailand, über Tondeo und andere Solinger zu historischen Modellen oder einer supermodernen und futuristischen geliehenen Kai. Ich komme mit den Dingern einfach nicht zurecht. Die Art der Rasur ist sehr anders. Im Gegensatz zum Messer oder Hobel packte mich bei den Shavetten aber nie der Ehrgeiz mich da reinzuknien und es besser zu erlernen. Letztlich verkaufte ich so nach Jahren alle Shavetten und ich besitze seitdem nur noch eine alte Tondeo TM, die als eine der wenigen sanft und gefahrlos zu mir ist. Aber auch die liegt nur rum und verstaubt. Ich denke manchmal ich muß sie nochmal verwenden, mache das dann aber doch wieder nicht.
Meiner Meinung nach war der Ansatz damals irgendwann ein Messer mit Wechselklingen zu erfinden, also einen Messerersatz. Das ist misslungen und statt dessen hat man eine neue Gattung begründet, die seitdem in aller Regel von Barbieren/Frisören genutzt wird. Meiner Meinung nach scheint es einfacher jemand anderen damit zu rasieren als sich selbst. Die fehlende Flexibilität der Schneide, sowie der bei manchen Modellen Hobelähnliche Rand hinter den Schneiden, ähnlich der Schaumkante, verleiden es einem die Shavette wie ein Messer nutzen zu können. Wer sich wie mit dem Messer rasieren will scheitert meiner Meinung nach genau daran, denn es erfordert andere Haltung und mehr noch eine andere Führung um Erfolg zu haben. Gerade weil die Handhabung sehr verschieden ist, halte ich die Shavette für einen wenig geeigneten Messereinstieg. Im Gegenteil ist die Handhabung mit dem Messer einfacher. Bei mir jedenfalls. Beim Messer respektiere ich die offene und direkte Klinge und führe das Messer entsprechend, während mich die "Schaumkante" der Shavetten in trügerischer Sicherheit wiegt. Verletzungen gibt es meistens aus Ansetzcuts, oder von den Klingenecken, wie man sie bei manchen Shavetten hat. Bei der Tondeo TM und einigen anderen sind sie verkleidet und deshalb fehlt diese Gefahrenquelle. Die wahre Dovo - Shavette, die den Begriff wohl prägte, gibt es so von verschiedenen Herstellern, auch von Tondeo oder vom Scherenprofi. Sie sind alle mehr oder weniger gleich und wegen der sehr ausgeprägten Schaumkante, bei der die Schneide doch sehr im Gerät liegt, komme ich gerade mit diesen Modellen auch sehr schlecht zurecht.

Insgesamt ist meine Bilanz daher sehr negativ und aus meiner Sicht kann ich niemandem zur Shavette raten.

Ciao
« Letzte Änderung: 25. Mai 2011, 05:13:24 von henning » Gespeichert

Meine Empfindungen bezüglich der Eigenschaften von Messern, Hobeln, Klingen, Seifen, Cremes und Pinseln sind nicht unbedingt übertragbar und keinesfalls als allgemeingültig anzusehen und können von anderen Anwendern durchaus gegenteilig erfahren werden!!!
quickiekuchen
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« Antworten #2 am: 25. Mai 2011, 09:03:53 »

@henning
Zitat
Meiner Meinung nach scheint es einfacher jemand anderen damit zu rasieren als sich selbst.

Weil du es gerade aussprichst. Das ist auch meine Meinung zum echten Rasiermesser! Der rasierende Barbier kann doch im Endeffekt ganz anders arbeiten und die Haut von seiner Sicht aus effizient spannen. Und er kann immer gleich mir rechten Hand agieren und um das Gesicht des Kunden herumgehen.

Das man sich mit einem RM auch selbst gut rasieren kann, ist meiner Meinung nach technischer Zufall. Und es hängt von zu vielen Variablen ab, wenn man es privat benutzt. Ich habs aufgegeben. Aber ich behalte mein Dovo trotzdem.

Und mit einer Shavette werde ich gar nicht erst anfangen.
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Eugen Neter
Globaler Moderator
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« Antworten #3 am: 25. Mai 2011, 09:34:15 »

Nach einigen Versuchen über die Jahre hinweg mit Rasiermesser und Shavette habe ich diesen Geräten den Abschied gegeben. Zur Shavette hat Henning meiner Meinung nach alles gesagt, was zu sagen ist.
Meine Devise ist: Safety first –> Safety Razor. Daher bleibe ich beim Hobel.
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Adler1
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« Antworten #4 am: 25. Mai 2011, 09:43:20 »

Ich benutze die Shavette sehr gern bei den Reisen. Da brauche ich nicht die ganze Ausrüstung mitzuschleppen.
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_____      ,  ,       _____
Gruß, ^^(°v°)^^ Adler1
Rori
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« Antworten #5 am: 25. Mai 2011, 10:06:12 »

Ich kann mich Henning nur anschließen.

Um die "Messerrasur auszuprobieren" habe ich mir die Shavette Vanta für halbe Klingen gekauft. Die Rasuren waren ordentlich, aber bei der zweiten Rasur habe ich mich dermaßen geschnitten, dass der Schnitt  heute noch (3 Monate vergangen) zu sehen ist. Es hat nicht wehgetan und verheilt auch sicher ohne Narbe. Aber damit war dann das Thema "Shavette" erledigt. Sicher lag es auch an der mangelnden Übung und meinem wirbeligen, festen Barthaar. Mir hats aber gereicht.

Seitdem ich jetzt mit einem Rasiermesser rasiere bin ich völlig zufrieden. Bislang kein einziger Schnitt Grinsend. Inzwischen wird die Rasur auch sauber und gründlich. Die flexible Klinge verzeiht wirklich mehr Fehler bzw. Unaufmerksamkeiten.

Fürs Ausprobieren, ob einem die Messerrasur zusagt, kann ich die Shavette wegen der angesprochenen steifen Klinge nicht emfehlen.

Wer aber das Talent und Fingerspitzengefühl besitzt, für den ist die Shavette sicher etwas. Zumal Ausrüstung und Abledern wegfallen.
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Viele Grüße

Florian
Honka
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« Antworten #6 am: 25. Mai 2011, 10:20:50 »

Ich vergleiche symbolisch gerne die Shavette mit dem WC: Wie hoch mag wohl die Zahl der Rasierer sein, die durch sie zur guten Rasur gefunden haben - und wieviele haben es eben genau deshalb bleiben lassen, weil sie mit o.g.  nicht zurecht kamen?

Sie ist sicher ein praktisches und hygienisches Utensil für den Friseur, der damit die Nackenhaare entfernen kann.

Ichselber mag sie nicht, wegen ihres eigenen Rasurgefühls - da greife ich dann lieber gleich zum Messer
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quickiekuchen
Gast
« Antworten #7 am: 25. Mai 2011, 10:26:21 »

Ihr Älteren müsstet es ja wissen.

Sind die Barbiere bei der Gesichtsrasur nach dem Verbot von klassischen Rasiermessern auf Shavetten umgestiegen? Oder nahmen die auch Hobel?
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Honka
gesperrtes
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« Antworten #8 am: 25. Mai 2011, 10:28:26 »

Ich kenne keinen Friseur, der heutzutage noch rasiert.

Und - ich habe mich persönlich informiert: Es wird in der Berufsschule auch nicht mehr unterrichtet - nur kurz thematisch gestreift.

Von einem Barbier, der einen Hobel benutzt, habe ich noch nie gehört. Im Nacken werden die Haare heute elektrisch entfernt.
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StCyrien
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« Antworten #9 am: 25. Mai 2011, 10:37:30 »

Also ich halte es wie Adler1, auf Reisen kommt die Shavette mit (Urlaub mal ausgenommen). Letztes Wochenende war ich wieder unterwegs, und da hat mir die Shavette wieder gute Dienste geleiste, bestückt mit einer rP, ganz klasse Rasuren. Man benötigt halt weniger "Gedöns" und die lieben Messer bleiben daheim, wo sie gut aufbewahrt sind. Allerdings muß sie heute auch noch ran, damit ich die halbe Klinge dann entsorgen kann, allerdings freue ich mich aber schon auf das Messer morgen.

Ich habe keinerlei Problem, sowohl Messer als auch Shavette gehen gleich gut. Nur mit dem Hobel braucht es immer eine kleine Eingewöhnungszeit.
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Pepe
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« Antworten #10 am: 25. Mai 2011, 10:45:58 »

Ich kenne keinen Friseur, der heutzutage noch rasiert.
Von einem Barbier, der einen Hobel benutzt, habe ich noch nie gehört. Im Nacken werden die Haare heute elektrisch entfernt.

Beim Frisör meines Vetrauens (essanelle in OB) stylt ein iranischer und ein tunesischer Landsmann die Herren.
Beide rasieren meinen Nacken und die Ansätze an den Koteletten mit einer Shavette.
Ich bin damit sehr zufrieden  Smiley
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EGOmicha
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« Antworten #11 am: 25. Mai 2011, 10:50:16 »

Auch ich benutze ab und an mal eine Shavette. Ich habe sie mir zugelegt, weil ich testen wollte ob mir ein Messer eventuell liegt.
Ich kann für mich sagen, dass ich ähnliche Ergebnisse erreiche wie mit meinem Hobel. Man muss sich zwar weitaus mehr konzentrieren, aber das ist kein Problem.

Leider muss ich sagen, dass ich keinen wirklichen Schluß zum Messer ziehen kann. Denn, ich muss nicht ledern oder schärfen. Ein Messer ist ja etwa doppelt so lang, was ein anderes Haut-Messer-Gefühl bringt. Auch liegt es auf Grund des Gewichtes anders in der Hand.

Abschließend finde ich, dass Hobel, Shavette und Messer ihre Berechtigung haben, aber wirklich vergleichen kann man sie nicht. Es sind und bleiben 3 Unterschiedliche Rasurgeräte.
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Archibald
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« Antworten #12 am: 25. Mai 2011, 10:52:30 »

Ich kenne keinen Friseur, der heutzutage noch rasiert.

Bei mir in der Nähe ist noch ein türkischer Friseur, der die Rasur für (ab) 5 Euro anbietet. Selbst wenn ich dort nur alle drei Tage hingehe könnte ich mir ja jeden Monat einen neuen Hobel mitsamt Klinge, RC und AS kaufen, wenn ich selbst rasiere. Nee, das ist mir dann zu teuer. Wahrscheinlich denke viele genauso, so dass sich das Erlernen für einen Friseur nicht mehr lohnt.
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Honka
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« Antworten #13 am: 25. Mai 2011, 11:01:10 »

Ich bin damit sehr zufrieden  Smiley

War ich damals, als er noch die Shavette benutzt hat, auch. Interessanterweise hat der mich damals mit dem E-Brummer dann öfter geschnitten als mit der Shavette.

Was ich vergaß zu erwähnen: Ich meinte "Deutsche" Friseure.

Mir scheint, als würden sich die "Zugroaßten" nicht unbedingt minutiös an alle §§ zu halten

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Piraten-Papa
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« Antworten #14 am: 25. Mai 2011, 11:19:03 »

Ich zitiere hier einfach mal Drei, da sich seine Meinung genau mit meiner deckt.

Ich hab einen! DAS ist ein Rasierer, dagegen ist ein Hobel der reinste Notbehelf!  Grinsend

Dürfte ich nur noch ein Rasurgerät haben, dann wäre das die KAI-Shavette. Für mich ist das Gerät die perfekte Mischung aus Messerfeeling und dem Komfort eines Wechselklingensystems. In diesem Jahr wird die Shavette auch der einzige Rasierer sein, der mit in den Urlaub fliegen darf.
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Inhaltsstoffe: Kompetenz, Erfahrung, Halbwissen, Hörensagen. Kann Spuren von Ironie enthalten.
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