gut-rasiert
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Autor Thema: Wie kann ich diesen alten Riemen wieder herrichten?  (Gelesen 1341 mal)
Rockabillyhelge
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ERN-ivettist


« Antworten #15 am: 26. Februar 2011, 23:52:34 »

OK, versteinert ist der Riemen ja nun nicht, ich glaube ich werds mit einem der beiden versuchen, habe ja genug Zeit.
Es wäre auf jeden Fall schade wenns nicht klappen würde, nach dem Zustand der Box und des Inhalts zu urteilen hat
er es die längste Zeit seines Lebens nicht einfach gehabt, warscheinlich lag er die letzten Jahrzehnte in einem feuchten
Keller oder Schuppen herum weil der Enkel oder Sohn des Erstbesitzers auf Elektro umgestiegen ist.
Es wäre wirklich schade, weil ich finde (auch wenn es pathetisch klingt) das sowas irgendwie auch Kulturgut ist, einen
alten Rasierer kann man, mit etwas Geschick und Metallkunde häufig wieder hinkriegen aber das organische Drumherum,
das ist meist unersetzlich und unwiederbringbar verloren.
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rubberduck
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« Antworten #16 am: 26. Februar 2011, 23:57:00 »

Ich würde derartige Experimente völlig unterlassen!!!

Wenn das Leder mit Ballistol oder Lederfett völlig durchtränkt ist, dann sind die Poren und Zellen auch im Inneren des Riemens völlig zugesetzt - und das für IMMER! Das ist NICHT wünschenswert!

Der einzige, logische Weg wäre, den Lederriemen so wie er ist, in lauwarmem Wasser einzulegen und solange einzuweichen, bis er völlig durchnässt ist, danach wird er weich und kann flach aufgelegt werden zum Trocknen. Dies dauert dann in etwa gut eine Woche. Beim Auflegen darauf achten, dass der Riemen gerade und flach aufliegt. Danach kann mit feinstem Schleifpapier (800er zuerst, danach 1200er) sanft angeschliffen werden. Nach dem Entfernen des Schleifstaubes mit einem weichen Pinsel kann sparsam allmählich Lederfett aufgerieben werden. Am besten mit einem weichen Schaumstoffschwämmchen. Langsam einarbeiten, einziehen lassen und immer wieder wiederholen, bis das Leder geschmeidig ist und seine natürliche Elastizität zurückgewonnen hat.

Nur nicht mit dem Fett auf einmal übertreiben....
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ron
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« Antworten #17 am: 27. Februar 2011, 06:15:45 »

Den Riemen so lange mit Fett/öl zu behandeln bis er weich ist, würde ich auch unterlassen. Rubberduck hat das schon sehr gut erläutert.
Das Leder wäre dann ein labbriger öliger Streifen und eine Oberflächenbehandlung wie schleifen, würde sich als eher schwierig gestalten.
Diese Wassermethode hab ich mit einem uralten kleinen Abziehriemen, der ungefähr so wie Deiner aussah, mal angefangen. Es sah ganz gut aus, muß aber gestehen, das nicht vollendet zu haben. Wo liegt den der jetzt rum? Jedenfalls hat das ganz gut funktioniert.

Dazu würd ich jetzt sehr weiches oder auch dest. Wasser verwenden, um evtl Kalkablagerungen entgegen zu wirken. Trocknen, unbedingt in einer schattigen gut belüfteten Atmosphäre und wirklich gut durchtrocknen lassen. Danach wie schon beschrieben vorsichtig abschleifen und langsam Lederfett oder Öl einarbeiten. Auf mehrere Durchgänge, dazwischen immer wieder durchtrocknen lassen.
Der Tip den ich damals bekam, das Leder zwischendurch vorsichtig mit Weichspüler einzureiben, war mir aber nicht geheuer. Angeblich soll das Leder dadurch schön geschmeidig werden. Unentschlossen
« Letzte Änderung: 27. Februar 2011, 06:22:37 von ron » Gespeichert

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« Antworten #18 am: 27. Februar 2011, 12:24:46 »

Schau mal bei www. Lederkram.de da gibt es genug zur Lederpflege auch das Balistol-Öl .Das löst sich auch sehr gut im heißem Wasser auf,ist dann eine milchig trübe Flüssigkeit . Da packst den Riemen dann rein .Das haben wir immer bei den Schwarzpulver -Vorderladern verwendet,den Lauf damit durchgespült, um den Lauf von den Schwarzpulver Rückständen zu reinigen nach dem Schießen .War alles blitzeblank hinterher und gleichzeitig etwas geölt ! Natürlich wurde noch mal mit einem Öllappen im und außerhalb des Laufes nach gewischt.
LG.
Dieter
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Saubaer
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« Antworten #19 am: 02. Mrz 2011, 22:15:34 »

Ich würde derartige Experimente völlig unterlassen!!!
Wenn das Leder mit Ballistol oder Lederfett völlig durchtränkt ist, dann sind die Poren und Zellen auch im Inneren des Riemens völlig zugesetzt - und das für IMMER! Das ist NICHT wünschenswert!

Warum? Wenn man den Riemen nur erhalten möchte ist Lederfett eine schnelle, billige und haltbare Methode. Die erwähnte Patronentasche ist nach der Behandlung weder zerfallen, geschrumpft, fortgerannt oder hat die Farbe gewechselt.  Lächelnd  Durch das Lederfett könnte man die sogar wieder benutzen und konserviert ist die jetzt allemal für die nächsten 100 Jahre. Die hat 50 Jahre im nassen Sand gelegen. Und das ohne Spezialbehandlung mit warmen Wasser, 1 Woche trocknen oder schleifen mit 1000er Sandpapier  Zwinkernd
Sollte der Riemen wieder in Gebrauch gebracht werden ist das natürlich eine andere Geschichte, da wäre dann zuviel Öl und Fett natürlich kontraproduktiv. Allerdings wäre er mir persönlich zu schade zum weiterverwenden, das was Rockabillyhelge diesbezüglich erwähnt hat (Kulturgut) sehe ich haargenau so.

Aber immer gleich abwinken, 5 Ausrufezeichen setzen und andere Meinungen indirekt als Humbug abtun ist unagebracht... kagge
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rubberduck
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The Gibbster, Quartermaster


« Antworten #20 am: 02. Mrz 2011, 23:07:25 »

Liebes Saubärli,

wie du was empfindest, ist deine Sache... Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe, sehe meine Verantwortung aber mit deiner Interpretation desselbigen nicht gebeben  Zwinkernd

Natürlich freuen wir alle uns aufs Höchste, dass du uns an deinem profunden Wissen teilhaben lässt und das du natürlich immer wieder höchst qualifiziert an allen möglichen Orten einbringst - dafür meinen aufrichtigsten Dank.

Gleichzeitig ersuche ich um Entschuldigung, dass ich offensichtlich die ganzen Jahre alles falsch gemacht habe, was man nur falsch machen kann - aber zum Glück haben wir ja jetzt in dir den Messias gefunden, vor dem ich mein altes, schweres Haupt angesichts des unermesslichen Wissens um die mystischen Geheimnisse der Rasurkultur und der Lederpflege beschämt neige.
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Saubaer
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« Antworten #21 am: 02. Mrz 2011, 23:13:03 »

Geht doch...
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The Gibbster, Quartermaster


« Antworten #22 am: 02. Mrz 2011, 23:20:11 »

Wie recht du doch hast.......

...... einfach schön, zu sehen, dass du ihn beschritten hast Zwinkernd  Teuflisch
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Rockabillyhelge
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ERN-ivettist


« Antworten #23 am: 20. Mrz 2011, 23:37:48 »

Habe die Balistol Variante ausprobiert nachdem ich ihn vorher gewässert habe, er funtz wieder :-)
auch wenn er nicht müsste, er bezieht jetzt Rente (mir fehlen ja eh die Wilkinson Klingen für den Empire)
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ron
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« Antworten #24 am: 21. Mrz 2011, 00:07:15 »

 Daumen hoch Gratulation! Grinsend
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Iltis
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« Antworten #25 am: 21. Mrz 2011, 07:19:32 »

Daumen hoch Gratulation! Grinsend

Von mir auch. An einen Foto hätte ich Interesse...

Gruß

Iltis
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Rockabillyhelge
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ERN-ivettist


« Antworten #26 am: 27. Mrz 2011, 19:56:05 »

Als kleinen Eindruck, das ist der Jetzt-Zustand, die Schrift war vorher kaum mehr zu erkennen, die Vertiefungen mit etwas weisslichem Belag gefüllt, der Zustand hier spiegelt den Gesamtzustand wieder, der ganze Riemen ist wieder schön geschmeidig, elastisch und entgegen einiger Stimmen so gut wie nicht nachgedunkelt.
Habe den Riemen auch schon im zugehörigen Wilkinson Empire ausprobiert, er rutscht flüssig durch den Rasierkopf und zeigt auch Wirkung auf die Klinge, diese ist jedoch so stumpf das ich sie erst nachschleifen lassen muss bevor ich die Wirkung des Riemens vernünftig beurteilen kann.



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