gut-rasiert
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Autor Thema: BlueDun's Griffschalen  (Gelesen 783 mal)
BlueDun
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Coticuleliebhaber


« Antworten #15 am: 05. Juni 2011, 10:57:20 »

Iltis, Du hast mit Deiner Präzisierung natürlich recht.
Ich wollte das auch präziser bezeichnen, hab es aber einfach verschusselt - es sei mir mein Nachlässigkeit verziehen.
In meiner Terminologie würde ich das Messer also als "Faux Frameback" bezeichnen. Habe diesen Terminus anderweitig auf geschnappt und ich denke, er trifft die Sache recht gut.
Zu Deiner Anmerkung zur Schmiedetechnik. Wie kommst Du darauf, dass hier ein Messerblatt in einen Rückenträger eingeklemmt wurde? Ich persönlich denke, dass dies schmiedetechnisch nicht der eingeschlagene Weg ist. Scheint mir auch eher aufwändig und ausserdem würde man dies an der fertigen Klinge erkennen. Ich denke eher, das Ding ist wie die meisten anderen voll geschmiedet - vielleicht sogar im Gesenk - und dann auf die definitive Form geschliffen worde.

Gruss
BlueDun
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Fynn1177
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Messerschwinger mit Leib und Seele


« Antworten #16 am: 05. Juni 2011, 11:20:56 »

Glückwunsch mein lieber Rico zu Deiner Arbeit die mir gut gefällt.
Messer sieht gut aus und hat Charakter.
Gruß Nils
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Es grüßt der kleine Nils

Zick Zack da war er ab :-)

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« Antworten #17 am: 05. Juni 2011, 12:06:42 »

Rico ,das mit der Bezeichnung von Iltis war nur auf den Begriff Frameback bezogen,nicht jetzt direkt auf Dein Messer. Deines sieht aus von der Form wie Du schon schreibst ein Faux Frameback,die richtigen Frameback sind so wie Iltis es beschrieben hat,  mit dem Messing gelagerten Klingen im Schlitz vom Messerrücken. Deines ist aus den vollen geschliffen,habe auch so eines von Finn ein XXL Joseph Allen wo die Klingenform einen Framebacks ähnlich sieht.
Gruß
Dieter
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BlueDun
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Coticuleliebhaber


« Antworten #18 am: 05. Juni 2011, 12:17:40 »


Dieter, danke für die Klärung. Jetzt, wo ich es nochmals lese denke ich, dass es wohl wirklich so gemeint war. Ist ja eben auch typisch für ein richtiges Frameback, dass ich einen Rücken  (Frame) habe, in welches eine Klinge eingesetzt ist. Tja, da zeigt sich wieder mal, dass man nicht zwingend verschieden Sprachen reden muss, um sich nicht zu verstehen   Zwinkernd
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Rigeback
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« Antworten #19 am: 05. Juni 2011, 12:25:26 »

Tja Rico wie Du es schon mal geschrieben hast ,sind das die Tücken in einem Forum mit dem geschriebenen und dem verstehen . Zwinkernd
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harrykoeln
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Können diese Augen lügen?


« Antworten #20 am: 05. Juni 2011, 13:01:31 »

Mhhh, ich bezeichne solche Messer als Pseudo-Frameback. Den Begriff "Faux-Frameback" find ich aber auch klasse.

Wie Iltis schon richtigerweise präzisiert, sind echte Framebacks immer zweiteilige Messer, bei denen eine Klinge irgendwie in einen Rücken gebracht wird.
Meist war bei denen auch nur die Klinge aus vergütetem und oder gehärtetem Stahl, sodas Framebacks deutlich preiswerter produziert werden konnten. Es wurde sowohl am Material als auch an der Arbeit gespart. Man brauchte keine Hohlschleifmaschinen für deren Produktion.

Bei diesen Pseudo-Framebacks sah das ganz anders aus. Sie wurden meist auf Schleifmaschinen gefertigt, die ähnlich wie eine Hohlschleifmaschine aufgebaut waren, nur das die Rotationsachse der beiden Schleifsteine nicht horizontal, sprich parallel zum Messerrücken lag, sondern vertikal dazu, also senkrecht zu ihm stand.
Sehr interessante Messer, ich mag sie sehr, finde sie wunderschön und es sind tolle Rasierer. Noch nicht ein Pseudo gehabt, das kein ausgezeichneter Rasierer war. Und ich habe einige davon, von unterschiedlichen Herstellern (hauptsächlich Frankreich und England) und in unterschiedlichen Größen (von 3-4/8 bis hin zu nem fast 8/8 W&B Fleischbeil).

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There is more stupidity around than hydrogen, and it has a longer shelf life."
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Iltis
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« Antworten #21 am: 05. Juni 2011, 15:15:10 »

Ich hoffe, ich wirke nicht zu Haarspalterisch, aber, wie ich in der Thread zu das Daniel Grant Messer, ich halte der Begriff "Pseudo- (oder Faux-) Frameback" für taxonomisch falsch. Unter diesen Begriff würde ich ein Messer verstehen, das ein Frameback imitiert, und das tun diese alte sheffielder Messer nicht. Henning hat Hier ein Messer gezeigt, das dieses Kriterium entsprechen könnte, bei dein W&B denke ich wird eine andere Entwicklung repräsentiert: Die Entwicklung derb zu hohlgeschliffenes Messer ist die Versuch 2 Probleme das an ganz alte Messer festzumachen sind zu lösen. Erstens muss man das Messer "freihand" schärfen, mit die anhaftenden Problem ein gleichbleibenden Winkel einzuhalten; zweitens versucht man mit einen Hohlschliff die sehr breite Facette einen derben Messer zu schmälern, was das Schärfen erleichtert. Der Frameback löst die Probleme auf eine andere, etwas "industrielle" Art als der Hohlschliff. BlueDuns W&B, Hennings Daniel Grant, und ein paar Reynolds Messer die ich habe repräsentieren ein Versuch diese Probleme auf eine andere Art zu lösen - sie sind im Prinzip Wedges mit eine Hilfkonstruktion am Schulter - dabei ist die festen Facettenwinkel garantiert, die schmale Facette aber weniger. Ich halte diese Messer für eine technologische "Sackgasse"  die relativ kurzzeitig in Sheffield ausprobiert wurde, durch der Hohlschliff dann gelöst zu werden. Stilistisch passen diese Messer, meine Meinung nach, zwischen ca. 1840-60, der Frameback taucht laut "Standard Guide to Razors" um 1850 auf, und ist dann eine Parallelentwicklung dazu.
Sicherlich ist "Faux Frameback" ein eleganterer Begriff wie "Derbes Messer mit Hilfskonstruktion", beschreibt aber das Gegenstand nicht richtig, und ist vorallen missverständlich. Vielleicht fällt jemand etwas passenders ein?

Gruß

Iltis
« Letzte Änderung: 05. Juni 2011, 20:56:05 von Iltis » Gespeichert

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