Ich hoffe, ich wirke nicht
zu Haarspalterisch, aber, wie ich in der Thread zu das Daniel Grant Messer, ich halte der Begriff "Pseudo- (oder Faux-) Frameback" für taxonomisch falsch. Unter diesen Begriff würde ich ein Messer verstehen, das ein Frameback imitiert, und das tun diese alte sheffielder Messer nicht. Henning hat
Hier ein Messer gezeigt, das dieses Kriterium entsprechen könnte, bei dein W&B denke ich wird eine andere Entwicklung repräsentiert: Die Entwicklung derb zu hohlgeschliffenes Messer ist die Versuch 2 Probleme das an ganz alte Messer festzumachen sind zu lösen. Erstens muss man das Messer "freihand" schärfen, mit die anhaftenden Problem ein gleichbleibenden Winkel einzuhalten; zweitens versucht man mit einen Hohlschliff die sehr breite Facette einen derben Messer zu schmälern, was das Schärfen erleichtert. Der Frameback löst die Probleme auf eine andere, etwas "industrielle" Art als der Hohlschliff. BlueDuns W&B, Hennings Daniel Grant, und ein paar Reynolds Messer die ich habe repräsentieren ein Versuch diese Probleme auf eine andere Art zu lösen - sie sind im Prinzip Wedges mit eine Hilfkonstruktion am Schulter - dabei ist die festen Facettenwinkel garantiert, die schmale Facette aber weniger. Ich halte diese Messer für eine technologische "Sackgasse" die relativ kurzzeitig in Sheffield ausprobiert wurde, durch der Hohlschliff dann gelöst zu werden. Stilistisch passen diese Messer, meine Meinung nach, zwischen ca. 1840-60, der Frameback taucht laut "Standard Guide to Razors" um 1850 auf, und ist dann eine Parallelentwicklung dazu.
Sicherlich ist "Faux Frameback" ein eleganterer Begriff wie "Derbes Messer mit Hilfskonstruktion", beschreibt aber das Gegenstand nicht richtig, und ist vorallen missverständlich. Vielleicht fällt jemand etwas passenders ein?
Gruß
Iltis