gut-rasiert
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Autor Thema: Damaststahl  (Gelesen 568 mal)
onkel-thor
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Beiträge: 154



« am: 26. Mrz 2008, 23:19:14 »

Hi,
was ist eigentlich von Damaststählen zu halten.
Die ja schon 180 oder mehr Lagen haben.
"Fasern" die an der Schnittkante beim schleifen nicht auf.
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lagavulin
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Beiträge: 53



« Antworten #1 am: 27. Mrz 2008, 12:42:16 »

Servus Thor,

wenn der Damaszenerstahl ordentlich hergestellt wurde, dürfte ein "Auffasern" nicht auftreten.
Die einzelnen Lagen werden durch das sog. "Feuerschweißen" verbunden. Dabei wird das Stahlpaket auf etwa 1200°C bis 1300°C erwärmt, wobei sich das Gefüge auflockert. Durch Druck (meistens Hammerschläge) werden dann die Atome an der Verbindungsfläche so nahe aneinander gebracht (bis auf 0,3nm), dass sie sich gegenseitig anziehen.
Somit entsteht eine innere stoffschlüssige Verbindung, die fast so stark ist, wie die Festigkeit im Stahl selbst.

Zusätzlich diffundiert der Kohlenstoff, durch die Erwärmung bedingt, auch noch in die benachbarten Lagen. Somit hat man dann bei ausreichend hoher Lagenzahl ein "fast" homogenes Stahlpaket. Da manche Legierungsanteile, wie z.B. Mangan und Nickel im Stahlgitter eingelagert sind, wandern sie nicht und sorgen daher für die "Damastoptik".

Da der Damaststahl für unsere Rasiermesser so gut wie immer handwerklich hergestellt wird, kann natürlich auch unter Umständen ein Schweißfehler auftreten. Ich glaube bei einem TI-Damastmesser gab es mal in einem amerikanischen Forum so ein Problem.
Die Regel ist das allerdings gewiß nicht.

Schönen Gruß
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