marki
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« am: 01. August 2010, 10:37:27 » |
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Hallo Leute Bin schon seit einiger Zeit angemeldet, habe aber bis jetzt nur passiv mitgelesen, das soll sich nun ändern. Am besten gefallen mir alte Messer. Je älter desto besser Mittlerweile hat sich schon eine ordentliche Menge an historischen Rasiermessern angesammelt. Schärfe seit beginn meine Klingen selber und denke, dass ich mittlerweile bei den hohlen eine ordentliche Schärfe herausholen kann. An Wedge Klingen habe ich noch nicht getraut, da ich weiss was mich erwartet  Nun liegen aber ein paar wunderbare Wedges zum restaurieren bereit..... Was ich an Infos gelesen habe, gibt es verschiedene Möglichkeiten des Schärfens. Einige machen das freihändig, andere kleben ab oder schleifen Rücken runter um zu begradigen. Rücken runterschleifen passt mir irgendwie überhaupt nicht, sowas mach ich auch bei den Hohlen nicht! Ich möchte wie folgt vorgehen. Erstmals mit abgeklebtem Rücken (mehrfache Lagen) zu arbeiten. Wo man wegen einem krummen Rücken nicht weiterkommt auf die freihändige Methode wechseln. Oder soll ich gleich mit der Freihändigen Methode beginnen? (Steine hochkannt stellen ist nicht. Habe die NSS Kombisteine) Würde mich über Eure Erfahrungen und Tips freuen. Schöne Grüsse
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Lord Vader
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« Antworten #1 am: 01. August 2010, 13:31:14 » |
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normalerweise sind die rücken der wedgemesser genauso gerade wie bei den hohlen kollegen. rücken abschleifen um den zu begradigen erscheint mir nicht logisch. evtl. wirfst du da was durcheinander. das ist höchstens bei problemklingen mal nötig. im prinzip kannst du die wedgeklingen so wie eine hohle klinge schärfen. abkleben musst du eigentlich nicht, wenn die teile nicht zu sehr verschliffen sind. aber ich würde das trotzdem empfehlen, da die teile sich dann besser schärfen lassen und die optik der klingen nach dem schärfen dann besser ist. teilweise ist der abtrag am rücken ohne abkleben doch schon recht groß. auch musst du wegen der höheren materialstärke wohl ein paar züge mehr auf den steinen machen als bei hohlen messern, bis die teile durchgeschärft sind.
ob du nun 1x abklebst oder mehrere lagen verwendest, bleibt dir ebenso überlassen. ist letztendlich geschmackssache und kommt auch etwas auf die klingengeometrie an usw. etwas aufpassen musst du nur bei den smiling blades. da kann der abtrag in der mitte höher sein als an den enden der klinge. hier ist es natürlich ein vorteil, die steine hochkannt stellen zu können. aber auch auf der normalen fläche kannst du die enden beim schärfen auch betonen. wenn du viele wedgeklingen so schärfst, könnte das aber den stein unregelmäßig abnutzen, so dass er etwas öfter abgerichtet werden muss. bei einigen wenigen klingen dürfte das aber nicht ins gewicht fallen. trotzdem aber dann mal überprüfen, schadet ja nix.
viel erfolg jedenfalls bei deinen erste gehversuchen.
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marki
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« Antworten #2 am: 01. August 2010, 23:34:03 » |
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Lord Vader, besten Dank für die Tips. Hatte bedenken wegen der geringen Hohlung der Wedges. Die Facette könnte extrem breit werden und das im Extremfall fast die gesamte Klingenbreite auf den Steinen aufliegen könnte. Wollte lieber vorher nachfragen als ein 150 jähriges Rasiermesser zu ruinieren. Das haben die wahrlich nicht verdient...... Den Rücken begradigen macht dann also nur bei extrem verzogenen Klingen Sinn, das hört sich logisch an. Habe irgendwo im Netz gelesen, das dies ein Nachschärfen vereinfachen soll. Würde ich aber ehrlich gesagt überhaupt nicht übers Herz bringen. Dann lieber freihändig seine Freizeit opfern  Werde dann berichten..... Gruss
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Sicknote
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Pinselzusammenkleber!
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« Antworten #3 am: 01. August 2010, 23:43:39 » |
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Bei wedges kann die Facette tatsächlich sehr breit werden, kommt auch darauf an wie doll die schon abgeschliffen sind.
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Piraten-Papa
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« Antworten #4 am: 01. August 2010, 23:47:01 » |
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@marki
Ein paar Bilder könnten hilfreich sein.
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 Inhaltsstoffe: Kompetenz, Erfahrung, Halbwissen, Hörensagen. Kann Spuren von Ironie enthalten.
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marki
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« Antworten #5 am: 02. August 2010, 17:51:10 » |
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Lord Vader
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« Antworten #6 am: 02. August 2010, 17:59:17 » |
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das greaves gefällt mir extrem gut. aber auch die anderen messer sind net schlecht.
die restauration und ätzungen ist immer so eine sache. evtl, würde ich die flecken ganz vorsichtig und zielgerichtet polieren. die ätzung dabei so viel wie möglich schonen, da du sie sonst schwächer machst oder sogar ganz wegpolierst. falls rost auf der klinge ist, der muss allerdings weg. sonst würde ich die spuren der jahrzehnte auch weitestgehend erhalten. dadurch bekommen die messer charakter! viel spass beim aufarbeiten.
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Fynn1177
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Messerschwinger mit Leib und Seele
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« Antworten #7 am: 02. August 2010, 18:02:07 » |
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Das Greaves gefällt nicht nur Dir Dunkler Lord Gruß Nils
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Es grüßt der kleine Nils Zick Zack da war er ab :-) 
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marki
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« Antworten #8 am: 02. August 2010, 18:37:01 » |
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Rost ist nur auf den beiden Barlows, aber nur oberflächlich (ausgenommen an der Angel). Das Reynolds und Butcher haben nur Patina / Flecken, aber keinen Rost. Das Butcher sieht zerkratzt aus, ist aber in Wirklichkeit nur eine verblasste Ätzung. Das Greaves ist in der Tat ein Schmuckstück. Keine Rost-Narben und keinerlei Schleifspuren. In diesem Zustand sehr selten. Sorry Jungs, aber das wird mit Sicherheit bei mir bleiben  Lord Vader, mit was würdest Du versuchen die Flecken beim Reynolds zu polieren?
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Iltis
Globaler Moderator
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« Antworten #9 am: 02. August 2010, 21:03:34 » |
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Lord Vader, mit was würdest Du versuchen die Flecken beim Reynolds zu polieren?
Bin zwar nicht Lord Vader, möchte dir ein Paar Tips zu diese (alle sehr schöne) Messer geben - erstmal mit feinen Stahlwolle und eine Lösungsmittel wie z.B Feuerzeugbenzin oder WD40 von Dreck befreien - Stahlwolle ist weicher als Messerstahl, also brauchst du, wenn du etwas aufpasst, keine Angst um die Ätzung haben. Danach siehst du was sonst an Verfärbungen/Rost übrig bleibt; diese Stellen dann mit einen Glasfaserstift bearbeiten - ist zwar mühsam, aber du erhälst dann das meisten an Charakter bzw. historische Integrität die Messer. Beim Schärfen auf jeden Fall abkleben - wenn du Probleme hast eine breite Facette auf Rasierschärfe zu bringen (würde ich trotzdem versuchen), kannst du durch eine 2. Lage Klebeband die Facettenwinkel vergrössen, und die 2. Facette dadurch verkleinern. Vor allen Dingen nicht erwarten, das es auf Anhieb klappt - wenn es dein ersten Versuch mit sowas ist, kann es gut sein, das du ein Paar Anläufe brauchst. Ich wünsche dir viel Freude an die schönen Teile! Gruß Iltis
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One, two! One, two! And through and through The vorpal blade went snicker-snack!
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Fynn1177
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Messerschwinger mit Leib und Seele
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« Antworten #10 am: 02. August 2010, 21:21:03 » |
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Bin ebenfalls nicht Lord Vader und habe nicht die Erfahrung wie Iltis aber so mache ich es seit neusten. Vorreinigung hiermit (Messingbürste)  Dann weiter mit beliebiger Metallpolitur aus dem Baumarkt z.B.  aufgetragen auf ein altes Trockentuch aus der Küche und immer in kreisenden Bewegungen  Gruß Nils
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Es grüßt der kleine Nils Zick Zack da war er ab :-) 
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kraxl
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basteln und gebastelt werden
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« Antworten #11 am: 02. August 2010, 21:56:45 » |
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@ marki - sehr sehr hübsche messer die du da hast  bin auch schärf neuling rate dir aber unbedingt zum abkleben...ich habs mit meinem wedge nicht gemacht und hab dadurch den rücken ziemlich zu-bzw.abgerichtet und trotzdem nicht scharf bekommen  die dinger müssen wohl um einiges länger auf dein steinen bleiben als hohle messer  @ nils - mit dem selben metal polish quäl ich mich z.zt auch rum  wieviel durchgänge bzw. wieviel stunden brauchst du mit dem zeug bis sich da ein akzeptables ergebnis einstellt ? greetz
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Pinoccio räum dein Zimmer auf! oder ich mach Griffschalen aus dir! greetz:micha 
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redmatze
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« Antworten #12 am: 02. August 2010, 22:05:18 » |
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Jo, das Greaves ist sehr fein, Metzgers ihrer auch, und das Reynold einfach klasse. Die haben meiner Meinung die schönsten Ätzungen überhaupt, wenn sie noch auf irgendeinerweise vorhanden ist. Schau mal im Reynolds fred nach, da sind zwei Messer von mir, auch mit Ätzung. Bin da auch sehr vorsichtig rangegangen. Nevr Dull hab ich damlas bewusst benutzt, ebenso Ballistol. Da bei den zwei Sachen nicht Gefahr besteht zuviel wegzurubbeln. Da gehe ich auch nicht sofort mit meinem heissgeliebten Bindulin zu Sache. Also langsam angehen lassen und sich die Zeit nehmen. Das Metall Polish von Fynn müsste auch noch gehen (meiner Erfahrung nach). Bin mal auf dein Resultat gespannt. Gruss redmatze
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Der Mund des Menschen, ist oft gefährlicher als der Rachen eines Tigers.
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redmatze
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« Antworten #13 am: 02. August 2010, 22:10:13 » |
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HI Kraxl,
bin zwar nicht Fynn, aber ich kenn das Polish ganz gut. Wie lange man braucht, kommt immer auf das Messer drauf an und natürlich wie weit man es treiben möchte. Ich selber habe bei manchen Messern schon locker 3Std. rumgemacht (aber auch schon länger, weil ich es nicht besser wusste).
Gruss redmatze
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Der Mund des Menschen, ist oft gefährlicher als der Rachen eines Tigers.
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Fynn1177
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Messerschwinger mit Leib und Seele
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« Antworten #14 am: 02. August 2010, 22:14:57 » |
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Benutze momentan Mellerud und Nigrin Metall Polish und Sonax Schleifpaste. Bis jetzt immer so 15-20 Minuten gerubbelt. Heute zum ersten Mal mit Dremel und Wattebausch dran. Aber Handarbeit sagt mir noch mehr zu. Habe mit dem Dremel noch keine Erfahrung und Angst etwas verkehrt zu machen. Aber ein Wundermittel ist wohl keins der Metallpolierer. Es dauert halt seine Zeit. Gruß Nils
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