Hallo,
ich bin neu hier.
Anlässlich eines größeren Defektes von meinem BRAUN „Activator“ (vor etwa einem Jahr) habe ich mir ernsthaft Gedanken über Rasur-Alternativen gemacht. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich bereits regelmäßig, d. h. etwa zwei Mal pro Woche, mit einem „Mach 3“ (und Vorgängermodellen verschiedener Hersteller) rasiert.
Klar: mit dem „passenden“ Rasiergel und selten richtig vorbereitet, wie ich inzwischen nach umfangreichen "Forenstudien" weiß. Und wie so mancher hier habe ich mich natürlich auch regelmäßig über die teuren Systemklingen geärgert.
Für das saubere Ausrasieren meiner „Trekletten“ (Ja, trotz Allem bin ich mit meinen 48 Jahren immer noch ein „Trekkie“) hatte ich von meinem Friseur den Tipp bekommen, mal in den alten Rasierutensilien meines Vaters nachzusehen, ob da nicht noch ein normaler „Einklingenrasierer aus Metall“ zu finden ist. Zitat: „So etwas findet man heute sonst nur noch im Internet (eBay) oder auf Flohmärkten!“ (so viel zur Marktpräsenz von DOVO/MERKUR).
Leider wurde ich „nur“ noch bei meinem Schwiegervater fündig, der einen ausrangierten Wilkinson-Plastikhobel im Fundus hatte. Zu den noch vorhandenen „Rotbart Extra Dünn“ habe ich mir dann ein neues Päckchen „Wilkinson-Klingen“ aus dem Supermarkt geleistet.
Dann kam es zu einer ersten „wilden“ Experimentierphase, in der ich so wichtige Fragen klären konnte, wie
„Braucht man überhaupt Schaum zum Rasieren?“
„Wie viele Male kann man über eine Stelle rasieren, ohne dass die Haut verletzt wird?“
„Kann man aus der (durchaus sehr hautfreundlichen) syrischen Aleppo-Seife einen geeigneten bzw. hinreichenden Rasierschaum herstellen?“
Und anderes „Interessantes“ mehr.
Meine Haut ist zwar nicht unbedingt die Empfindlichste, trotzdem bin ich nach solchen Experimenten oft mit einem feuerroten Hals durch die Gegend gelaufen. Aber ich bin - in Anbetracht dieser Verrücktheiten - stolz darauf, dass ich bis heute noch keinen Blutstiller im nennenswerten Umfang einsetzen musste (ich hätte auch gar keinen vorrätig

).
Dann folgte die Phase der „ernsthaften Informationsrecherche“ - vornehmlich im Internet - durch die ich schließlich, neben den Firmen, die auch heute noch „Produkte für die Rasurkultur“ anbieten, auch auf „bestimmte“ Rasur-Foren aufmerksam wurde. Und natürlich „mantic59“ mit seinen tollen „How-To-Do-Videos“ möchte ich hier ausdrücklich als „1A-Informationsquelle“ anführen.
Nun bin ich also hier „gelandet“. Und wie das so ist, wenn man neu ist, muss man auch seinen Einstand geben:
Nachdem ich jetzt etwa ein halbes Jahr mit der „richtigen“ Nassrasur meine Erfahrungen sammeln konnte, habe ich mir Gedanken um das (zumindest für mich) richtige „Setup“ gemacht. Neben einem „guten“ Hobel (was immer das bedeutet) und einer optimalen Vor- und Nachbereitung der Haut ist das in erster Linie die Aufgabe, die (möglichst) optimale Klinge zu finden. Aus diesem Grund habe ich mich vor 12 Wochen zu einem „Rasierklingen-Blindtest (#1)“ entschlossen, über den ich nun im Folgenden gerne berichten möchte.
Gruß,
Andreas