gut-rasiert
22. Mai 2012, 06:50:34 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

Einloggen mit E-Mailadresse, Passwort und Sitzungslänge
News:
 
   Übersicht   Hilfe Einloggen Registrieren Impressum  
Seiten: [1] 2 ... 4   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: Dremel und Co.: Klinge auf Hochglanz polieren  (Gelesen 5604 mal)
Lord Vader
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 3.968


Dunkle Seite der Macht


« am: 03. Mrz 2008, 01:28:35 »

Ich denke, dass Thema ist so langsam wirklich überfällig. Wie poliert ihr eure verrosteten Klingen auf Hochglanz. Was ist bei der Arbeit mit dem Dremel & Co. zu beachten. Welche Aufsätze verwendet ihr, welche Schleifmittel braucht man.

Ich habe meine klingen bisher von hand polliert, ist zwar zeitaufwändig, bringt aber auch recht ansehnliche ergebnisse, auch wenn der absolute hochglanz ausbleibt. Dafür bleiben einige Spuren des Alters übrig, die ja auch ihren Reiz haben.

Allerdings habe ich jetzt ein Messer erstanden, bei dem ich "ZU FUSS" nicht mehr weiter kommen. Nach langer Jagd konnte ich ein schönes Pumamesser in der Elektrobucht erstehen. Klar war ein bissl Rost vorhanden, aber nix wirklich schlimmes. Als das Messer dann bei mir eintraf, kam das böse Erwachen. Mein Vorbesitzer hat mit irgendeinem Fräß- oder sehr groben Schleifaufsatz die Klinge bearbeitet und dabei grausige Schleifspuren hinterlassen. Durch das Pollieren von Hand ist das Schlachtfeld zwar schon etwas geräumt worden, allerdings sind die Spuren noch deutlich zu sehen. Das habe ich zum Anlass genommen, in die Dremelei einzusteigen.

Daher meine Frage: Was benutzt ihr so & wo bekomme ich was her, wo liegen die Gefahren. Bin Quasi Dremelanfänger und suche "Einsteigertipps".

Ich denke, dass es nicht nur für mich interessant sein dürfte, dieses Thema hier mal ausführlich zu besprechen.

Ich freue mich auf eure Tipps.

Gruß Lord Vader
Gespeichert
harrykoeln
Administrator
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 2.613


Können diese Augen lügen?


« Antworten #1 am: 03. Mrz 2008, 07:38:40 »

Guten Morgen Darth.
Rasiermesser und der Dremel... eine Geschichte voller Mißverständnisse.
Die Schleifkörper für den Dremel sind standardmäßig fürs feine Schleifen zu grob. Da gibbet nur eins - selberbauen. Es gibt da im Netz Anleitungen wie die zu bauen sind, aber da ist dann ein Samstag nachmittag schnell weg. Also hab ich mal überlegt wie ich das ohne großen Aufwand an Zeit und Geld selber bauen kann. Das ist dabei herausgekommen. Die Sache hab ich im NRF auch schon gepostet - vielleicht ist das auch nen eigenen Thread wert.


Was wird gebraucht:
Doppelseitiges Klebeband, nen abgenudelten schleifkörper, Tesafilm (kann, muss nicht), Schere, Cutter, Schneidunterlage, Lineal und das Schleifpapier der gewünschten Körnung.

1. Tesa um den alten schleifkörper wickeln (funktioniert wie ne Fusselrolle, sammelt und bindet den alten Schleifstaub)

2. einen Streifen (ca 7 mm) doppelseitiges Klebeband auf den Tesa kleben (die Lücke macht nix).


3. Schleifpapier in 48,5 x 14 mm Streifen schneiden, das Schutzpapier vom doppelseitigen runterziehen und das Schleifpapier auf dem doppelseitigen fixieren. Hierbei, bei eventueller Überlappung, die Laufrichtung unbedingt beachten.


Fertig!


Flott gemacht, kannst jede Körnung nehmen und funzt einwandfrei!
Fragen, Anregungen, Kritik?
 
Gespeichert

"The two most common things in the universe are hydrogen and stupidity.
There is more stupidity around than hydrogen, and it has a longer shelf life."
Frank Zappa (1940-1993)
Honka
gesperrtes
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 6.813


« Antworten #2 am: 03. Mrz 2008, 10:59:50 »

Was soll ich sagen: Simpel und doch einfach



genial
Gespeichert
Lord Vader
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 3.968


Dunkle Seite der Macht


« Antworten #3 am: 03. Mrz 2008, 14:50:54 »

verwendet iht zum schleifen nur diese art der schleifkörper? hätte eher daran gedacht, filzscheiben in verbindung mit polierpasten zu verwenden. ach und was ist mit der drehrichtung zu beaqchten, habe mal irgendwo gelesen, dass das sehr wichtig ist, weil einem sonst die sachen um die ohren fliegen.

ach und welche körnung hat das schleifpapier in deiner bauanleitung? oder hast du verschiedene im einsatz? gibt es mit dem dremel temperaturprobleme oder i.d.r. nicht?

lg darth
Gespeichert
Buddel
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 791



WWW
« Antworten #4 am: 03. Mrz 2008, 15:11:58 »

verwendet iht zum schleifen nur diese art der schleifkörper? hätte eher daran gedacht, filzscheiben in verbindung mit polierpasten zu verwenden.

Im wesentlichen ja. Die Filzscheiben am Dremel mit der Paste dazu funktionieren hier nicht wirklich gut.

ach und was ist mit der drehrichtung zu beaqchten, habe mal irgendwo gelesen, dass das sehr wichtig ist, weil einem sonst die sachen um die ohren fliegen.

Ganz wichtig ist, dass die Hülse nie gegen die Schneide rotiert. Sonst fliegt dir im Besten Fall die Hülse um den Kopf - die Augen!!!, oder im schlimmsten Fall steckt ein Stück der dabei herausgebrochenen Klinge dort, wo es weh tut  Unentschlossen Die Schleifwirkung muss also immer vom Rücken kommend in Richtung Schneide sein.

ach und welche körnung hat das schleifpapier in deiner bauanleitung? oder hast du verschiedene im einsatz? gibt es mit dem dremel temperaturprobleme oder i.d.r. nicht?


Sinnvoll sind verschiedene. Je nach Zustand der Klinge beginnend mit 240 bis 3000. Die Klinge kann überhitzen. Also immer vorsichtig mit wenig Druck arbeiten. Nie eine Stelle zu lange schleifen, sondern eher Bewegungen über die gesamte Klinge ausführen. Verschiedene Stellen nacheinander schleifen. Also z.B. erst die Scheide auf einer Seite, dann den Erl auf den anderen. Etwas kaltes Wasser am Platz haben, um notfals kühlen zu können. Die Klinge in den bloßen Häden halten, um Überhitzung sofort zu spüren.

ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN  Zwinkernd
Gespeichert

Mit dem Messer, rasiert sichs besser.
AMU
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 927


Beschaffer !!


WWW
« Antworten #5 am: 03. Mrz 2008, 19:58:01 »

Moin, fürs Finish habe ich immer" Putzlappen grob" und ne Dose Unipol. Die Paste gibt es in Minituben oder auch in der Kilodose.
http://www.lippert-unipol.de/html/lippert_compositions.htm#Festpasten. Früher habe ich damit am Mopped und Auto die Chrom/ Aluteile poliert.
Gespeichert

MfG Holger

http://rasiermesser.multiply.com
Auf_Messer_Umsteiger war doch gaaanz schön lang Smiley
Buddel
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 791



WWW
« Antworten #6 am: 03. Mrz 2008, 20:52:04 »

Damit mal alles in einem Thread und übersichtlich ist, hier der Link auf die Anleitung, auf die Harry sich bezog:

http://lordsofquake.net/~ToxIk/dst/dst.html
Gespeichert

Mit dem Messer, rasiert sichs besser.
Olivia
Gast
« Antworten #7 am: 22. August 2008, 02:39:54 »

Aaaaaah!
Guter Trick, denn die Teile sind fertig sehr teuer, verschleißen schnell und es gibt sie nur in relativ grob.

Ich hab mir grade eine Polierpaste aus Schlämmkreide und Rasiercreme gemacht. Geht gut.
Bimsmehl oder verschiedene Tonerden wären auch eine Möglichkeit.

Die Paste macht sich auch ganz gut auf Steinen von denen das Wasser abperlt. Zwinkernd
Gespeichert
Olivia
Gast
« Antworten #8 am: 02. Mrz 2009, 01:40:21 »

... und eine mit Chromoxid, standardisiertem.
(80% Tafelkerze, 20% Olivenöl,
auffüllen mit Chromoxid unter Rühren bis oben kein flüssiges Fett mehr drauf ist.
Wenig Wachs nehmen, da geht ziemlich viel rein und gibt dann eine Monsterportion)



Das Messer war ziemlich rostig und Kratzer hatte es auch etliche.
Erst blaue Silikonlinse für Proxxon,
dann Filz mit Chromoxid
und letztendlich so einen Plüschfussel mit Chromoxid. Alles Proxxon.
Die Klinge ist derb genug um nicht zu heiß zu werden.
« Letzte Änderung: 02. Mrz 2009, 01:54:36 von Olivia » Gespeichert
jazzman
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 255



« Antworten #9 am: 02. Mrz 2009, 19:36:55 »

Sehr stilvolles Bild  Zwinkernd Atmosphärisch geschickt aufgebaut. Wirkt (durch den Stechbeitel im Hintergrund)  traditionell; fast handwerksbezogen, wertig und in sich stimmig.

An dem Messer selbst sind offensichtlich - am Kopf und an der Angel - bewußt Akzente gesetzt die das Alter des Messers betonen. Das gelingt verblüffend gut.  Dadurch grenzt sich die Klinge in der richtigen Dosierung von den sogenannten "neuen" Klingen ab und stuft sich selbst in die Klasse der Funktionsfähigen Antiquitäten ein. Ein Messer mit Seele und Charismatischer Ausstrahlung - mir erzählt sie ganze Geschichtsbücher wenn ich sie mir so anschaue. Toll gemacht  Daumen hoch

Es gibt allerdings auch ein aber: Mich irritiert dieser weiße Schimmer auf dem Namenszug. Woher stammt das? Ist das Reflexion? Sind das evtl. Kratzer, vielleicht von der Silikonlinse? Mit der hatte ich auch schon mal zutun. Sie hinterlässt schlieren die man wieder wegpolieren muss?

Gruss
jazzman

P.S: Werde Chromoxid auch mal zu Politurzwecken einsetzen, mal schauen wie das bei mir so klappt. Danke für den Hinweis und die Mühe.
« Letzte Änderung: 02. Mrz 2009, 19:52:56 von jazzman » Gespeichert

Wir beginnen das zu begehren, was wir jeden Tag sehen!
Olivia
Gast
« Antworten #10 am: 02. Mrz 2009, 19:52:55 »

Donnerwetter! Grinsend

Ja, der Erl ist nicht fertig und geschärft ist es auch noch nicht, weil es erst noch in neues Heft bekommen soll. Für das hier ist das Messer zu lang und hakt in den Keil rein. Den Erl mach ich wenn das Heft ab ist. Aber nicht zu blank. Zwinkernd
Gespeichert
redmatze
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 804



« Antworten #11 am: 02. Mrz 2009, 20:59:13 »

Zitat
Sind das evtl. Kratzer, vielleicht von der Silikonlinse? Mit der hatte ich auch schon mal zutun. Sie hinterlässt schlieren die man wieder wegpolieren muss?

Mit brauner Unipol, dann mit blauer  Unipolpaste und 2 Filzscheiben, gehen die Schlieren prima weg. Ich benutzte die blaue Linse ,wenn richtig viel Dreck runter muss.Geht sehr schnell und Dank Unipol  auch glänzend.
gruß
Gespeichert

Der Mund des Menschen, ist oft gefährlicher
als der Rachen eines Tigers.
McDeere
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 39


« Antworten #12 am: 03. Mrz 2009, 17:35:47 »

Habe heute bei meinem Streifzug durch den Baumarkt von Proxxon "Schleifbürsten, Nylonvlies" in die Finger bekommen. Sollen angeblich gut sein "zum  Reinigen, Mattieren, Schleifen...von Stahl, Edelstahl..."
Hat jemand von euch damit schon Erfahrungen gemacht? Ich würde gerne ein matt-poliertes Finish erzielen und einige Kratzer vom Schleifpapier rausbürsten. Meint ihr das klappt damit?
Gespeichert
McDeere
Mitglied

Offline Offline

Beiträge: 39


« Antworten #13 am: 03. Mrz 2009, 19:28:14 »

Okay, Versuuch macht kluuch: hab gerade ein bischen damit herumexperimentiert (bin ein sehr ungeduldiger Mensch) und siehe da: das Teil taugt nicht wirklich für unsere/ meine Zwecke. Habs ab einer Versuchsklinge getestet: das Ding macht irgendwie unregelmäßig voll die Kratzer rein, von einem ansehnlichen, mattierten Finish kann nicht die Rede sein.  Daumen runter
Aber was solls, wieder um eine Erfahrung reicher...
Gespeichert
Olivia
Gast
« Antworten #14 am: 03. Mrz 2009, 19:36:00 »

Da warste jetzt wirklich schnell.
Ich hab das hellere von den kleinen Bürstchen an Acrylheften ausprobiert und es wieder weggelegt. Für Klingen hätt ichs auch nicht in Betracht gezogen. Es arbeitet unpräzis und wird auch ganz schön heiß. Das dunklere Bürstchen hab ich noch gar nicht angetestet weil ich mir nicht viel davon verspreche.
« Letzte Änderung: 03. Mrz 2009, 20:13:48 von Olivia » Gespeichert
Seiten: [1] 2 ... 4   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.16 | SMF © 2006, Simple Machines Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS