gut-rasiert
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Autor Thema: Vernickeln  (Gelesen 1239 mal)
skippy
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« am: 16. Mrz 2010, 18:48:39 »

..geht ganz einfach!

man braucht:
- 12 V/DC Ladegrät (Auto)
- ein Stück Kupfer (Blech ca. 4x8 cm, gerne mehr aber reicht aus)
- ein Stück Nickel ( " )
- Elektrolyt Kupfer
- Elektroly Nickel
- ein Gefäß, nicht el Leitend (Plastikflasche, -schüssel)

Bezug, zb. Bei Conrad-Elektronik


Man füllt el. Cu in das Gefäß, eine Klemme an den Hobel, andere an das Blech. (Haut mich nicht, wenn ich (+) und (-) vertauscht habe, einfach probieren, kann nichts passieren)
Ist der Hobel Kupferfarben, das Selbe nochmal mit Nickel wiederholen...

fertig

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klar
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« Antworten #1 am: 16. Mrz 2010, 19:01:05 »

Für ordentlich Durchzug sorgen, also nicht in geschlossenen Räumen!
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holzglas
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« Antworten #2 am: 16. Mrz 2010, 19:05:00 »

Habs gefunden *g*

Hm, klingt wirklich nicht so kompliziert, da habe ich doch gleich ein paar Fragen dazu...

- Hast so schon vernickelt und kannst was über die Haltbarkeit sagen?
- Mein New Type ist vergoldet und darunter Messing - ich nehme an das Gold muss runter!?
- Wie ist es denn mit Hobeln, die schon vernickelt sind, aber schon abgenutzt? Muss die alte Schicht komplett runter oder kann man "nachvernickeln"?

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holzglas
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« Antworten #3 am: 16. Mrz 2010, 19:05:51 »

Ach ja, und wohin mit der Brühe, wenn ich fertig bin - wohl eher nicht ins Klo  Huch

Edit:
Vor lauter Begeisterung hab ich´s vergessen: vielen Dank für die Anleitung!
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skippy
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« Antworten #4 am: 16. Mrz 2010, 19:09:14 »

- ja, ich habe schon vernickelt! Meine Wasserrohre und diverse Metallteile von meinem alten Motorrad, es hält und kann poliert werden wie Chrom, allerdings ist Nickel leicht gold
- gute Frage, lass das Gold und verkauf ihn
- ich würde versuchen "nachzuvernickeln"
- Brühe zurück in die Flasche, kann mehrmals genutzt werden

wichtig ist immer das das Teil sauber, glatt geschliffen und fettfrei ist
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holzglas
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« Antworten #5 am: 16. Mrz 2010, 19:20:13 »

Super danke sehr. Da bin ich doch zuversichtlich, dass ich das hinbekomme.
Ich werde es mit einem OldType versuchen, der ist von Haus aus nur aus Messing.

Mitte April habe ich Zeit und Muße, dann geh´ ich da mal ran und berichte wie es geklappt hat. 
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baummoerder
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« Antworten #6 am: 17. Mrz 2010, 08:05:10 »

Hallo alle Miteinander,
ich hab mal bei Galvanisierern nachgefragt und folgende Auskünfte erhalten:
Verchromen ca. 20 € inkl polieren etc (netto)
Vergolden ca. 40 - 70, je nach Goldlösung
Das Problem sind die alten Zinkdruckgußköpfe....da kann das Ergebnis besser werden, aber auch schlechter, im schlimmsten Falle ist das Teil hin, löst sich buchstäblich auf.
Bei solchen Preisen würd ich mit der Giftbrühe daheim nicht hantieren
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Gebt acht in der Nacht wenn der Baummoerder erwacht :-)
holzglas
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« Antworten #7 am: 17. Mrz 2010, 11:40:58 »

Verchromen für ca. 20,- klingt sehr gut - würdest Du verraten wer das macht?

Hab heute morgen mal einen Adjustable mal neben einen Merkur gehalten und festgestellt, dass der mir warme Farbton des vernickelten Fat Boy zwar ausgesprochen gut gefällt, aber beim dreiteiler finde ich den Chromglanz schöner...
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baummoerder
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« Antworten #8 am: 17. Mrz 2010, 14:09:18 »

das war nur eine telefonische Auskunft, also eher unscharf und der Chef wusste nicht, was für Material ich zum verchromen hätte, aber gerne:
Frühschütz Lohngalvanik GmbH
Seeshaupter Straße 60
D- 82377 Penzberg

War danach noch mit einem Apollo-Hobel bei nem Galvanisierer in München und der riet mir eben wegen des Zinkdruckgusses ab. Darum hab ich das Ganze noch nicht weiterverfolgt.
Hab aber irgendwo noch die Adresse von einer Firma, die alkalisch galvanisiert, und der meinte, bei ihnen wäre das kein Prob, alten, selbst pockennarbigen Zinkdruckguß zu galvanisieren.
Ich bin kein Chemiker, aber fast alle galvanisieren mit Säuren, was für Alu und oxidierten Zinkdruckguß die völlige Auflösung bedeuten kann.
Lass die Teile, die du zu galvanisieren hast, lieber erst anschauen :-)
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Frank Kratzsch
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« Antworten #9 am: 17. Mrz 2010, 20:06:56 »

Hallo Zusammen

Naja Skippy, so einfach ist das alles nun nicht. Man braucht auf jeden Fall einen Regelbaren Gleichrichter. Einfach 12 Volt dran und gut ist, geht nicht. Bei 12 volt und der Oberfläche eines Hobels, würde der Dir an den Kanten aber sowas von verbrennen.

Die Elektolyte sind nicht das Problem, die Zusätze aber schon. Beim Kupferbad gibt es Zusätze um die Einebnung und den Glanz zu bekommen, ebenso ist das auch beim Nickelbad der Fall. In den geringen Mengen bei einem "wohnungsansatz" bekommt man die Zusätze kaum von einem Händler.

Überigens, der Pluspol (Anode) muss an das Metall was aufgebraucht werden soll und der Minuspol (Kathode) kommt an die Ware die beschichtet werden soll. Du siehst es kann also doch etwas passieren, der Hobel würde sich bei Deiner Anordnung ganz einfach auflösen.

Weiters Risiko wäre bei einer nicht vorhandenen Absaugung die entstehung von Wasserstoff.

Zu empfehlen wäre noch das Buch: Die Galvanotechnik in Frage und Antwort Grinsend


Liebe Grüße

Frank
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holzglas
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« Antworten #10 am: 17. Mrz 2010, 20:17:10 »

Verflixt noch eins  Augen rollen

Wäre schon schade um den NewType, der verschafft mir grandiose Rasuren. Naja, zumindest was das potentielle Auflösen angeht, bin ich mit dem Gillette (aus Messing, vergoldet) hoffentlich etwas "sicherer". Hier in der Gegend gibt es wohl auch einige Metalbe- und verarbeiter und Galvanisie.. Galvanisö.. naja, Metalveredler eben. Die werde ich wohl mal besuchen gehen und mein altertümliches Rasiergerät vorstellen.

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Frank Kratzsch
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« Antworten #11 am: 17. Mrz 2010, 20:20:41 »

Das ist das Beste was man machen kann. Lasst einen Fachmann ran.

Achso, es heißt Galvaniseur  Zwinkernd
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skippy
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« Antworten #12 am: 17. Mrz 2010, 20:30:28 »

habe mir fast gedacht, dass ich + und - vertauscht habe. Aber ich habe es schon gemacht, es hat funktioniert und hält! Mein Vater sammelt altes Blechspielzeug, da hab ich an einem kleinen Auto(10cm) die Stoßstangen neu vernickelt und das hat auch geklappt ohne das was weggebrannt ist! Außerdem ist der Strom von einem Ladegerät sehr klein!
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kriklkrakl
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« Antworten #13 am: 17. Mrz 2010, 20:37:13 »

geht anstatt Ladegerät auch Batterien  Huch dann könnt man auch im Freien galvanisieren  Smiley
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"Das Problem ist:
Mach einem Bekloppten klar, dass er ein Bekloppter ist!"
[D.Bohlen, Gelegenheitsphilosoph]
baummoerder
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« Antworten #14 am: 18. Mrz 2010, 08:16:11 »

soviel ich nachgelesen hab, ist es mit den niedrigen Spannungen einer Batterie sogar besser, dauert nur länger.
Je niedriger die Spannung, umso länger dauert die "Beschichtung", ist aber angeblich besser
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Gebt acht in der Nacht wenn der Baummoerder erwacht :-)
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